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Josh Howard verhöhnt die US-Hymne

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Basketball - Dallas Mavericks  

Josh Howard verhöhnt die US-Hymne

29.09.2008, 12:13 Uhr | sid

Josh Howard macht sich keine Freunde (Foto: imago)Josh Howard macht sich keine Freunde (Foto: imago) Den Vorbereitungsauftakt hatten sich Dirk Nowitzki & Co. sicher anders vorgestellt. Als sich die Stars der Dallas Mavericks am vergangenen Wochenende zum obligatorischen medizinischen Test vor dem ersten Training einfanden, wurde im Klubumfeld kaum über die nächste Saison in der National Basketball Association geredet.

Forward Josh Howard war wieder einmal negativ aufgefallen und hatte die US-Hymne in einem Videoclip auf dem Internetportal Youtube verhöhnt.

Dallas Mavericks Nowitzki spricht über Abschied

Howard: "Ich zelebriere diesen Scheiß nicht"

Das Echo war gewaltig. Howard droht in der kommenden Spielzeit wohl ein Spießrutenlauf. “Es läuft gerade der Star-Spangled Banner. Ich zelebriere diesen Scheiß nicht. Ich bin schwarz”, sagte Howard während er bei der amerikanischen Hymne von einer Handykamera gefilmt wurde. Nachdem der kurze Streifen online gegangen war, gingen binnen weniger Stunden zahlreiche E-Mails bei Mavericks-Eigentümer Mark Cuban ein. Dieser schlug sich zunächst auf die Seite seines Profis und veröffentlichte einen Großteil der Zuschriften auf der Teamseite im Internet, um die Schreiber in der Öffentlichkeit als Rassisten bloßzustellen.

Landesweite Diskussionen entfacht

Wenig später machte der Klubboss allerdings einen Rückzieher und ließ die umstrittenen Mails wieder entfernen. Dennoch war der Schaden nicht mehr zu beheben. Der Fall Howard wurde nun erst recht landesweit diskutiert. Zumal der Übeltäter bereits in der Vergangenheit ins Fadenkreuz der Kritik geraten war. So hatte Howard unter anderem gestanden, Marihuana zu rauchen und war mit einer Verhaftung wegen illegaler Straßenrennen negativ aufgefallen.

Howard macht sich keine Freunde

Was dem Problemfall der Mavericks in der am 28. Oktober beginnenden Saison jetzt blühen könnte, zeigt der Fall von Mahmoud Abdul-Rauf. Der frühere Guard der Denver Nuggets hatte sich 1996 geweigert bei der US-Hymne aufzustehen, weil diese seiner Ansicht nach für Tyrannei stünde. Nach einer Sperre durch die NBA schien die Sache zwar erledigt, doch fünf Jahre später fiel Abdul-Raufs Haus in Mississippi einer Brandstiftung zum Opfer. Die Täter hinterließen eine Notiz mit den Buchstaben "KKK" - dem Kürzel des rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan.

Zukunft bei den Mavs ungewiss

Momentan hat Howard aber andere Probleme. So könnte er sich durch seinen Fehltritt endgültig um eine Zukunft bei den Mavericks gebracht haben. Zumal ein Transfer auch sportlich durchaus Sinn machen würde. So funktionierte das Zusammenspiel zwischen dem Flügelspieler und Dallas-Guard Jason Kidd in der vergangenen Saison kaum. Die Probleme abseits des Spielfeldes könnten nun das Faß zum Überlaufen gebracht haben.

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