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NBA: Nowitzki geht es nur um den Titel

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Nowitzki: "Es geht nur noch um diese Trophäe"

26.10.2010, 11:56 Uhr | sid, sid

NBA: Nowitzki geht es nur um den Titel. Dirk Nowitzki blickt auf ein Ziel: Die NBA-Meisterschaft. (Foto: imago)

Dirk Nowitzki blickt auf ein Ziel: Die NBA-Meisterschaft. (Foto: imago)

Neue Saison - neues Glück: Die Nordamerikanische Basketball-Liga startet in ihre nächste Spielzeit und Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki will endlich Meister werden. In seiner 13. Saison in der NBA ist der Meister-Ring mit den Dallas Mavericks das große Ziel des Deutschen. "Es geht wirklich nur noch um diese Trophäe", sagte der 32-Jährige im "kicker"-Interview.

Um vier Jahre hat Nowitzki seinen Vertrag im Sommer verlängert, im festen Glauben, mit den Mavericks vor seinem Karriereende doch noch sein ersehntes Ziel erreichen zu können.

Finanzlage der NBA ist angespannt

Mit Sorge denkt Nowitzki allerdings an die finanziellen Probleme der Liga und schließt sogar einen Streik nicht aus. "Es wird im kommenden Jahr etwas passieren. Die Gehälter werden gekürzt. Mal schauen, ob die Spiele bestreikt werden", sagte er in einer Telefonkonferenz. Die Vereine rechnen laut NBA-Boss David Stern mit Saison-Verlusten in Höhe von 350 Millionen Dollar. Angesichts dieser Zahlen riet Nowitzki zur Vernunft: "Die Zuschauerzahlen in den Hallen sind zurückgegangen. Jeder muss sich der Finanzlage anpassen. Wir Spieler müssen auf alles gefasst sein."

Gute Bilanz hilft am Ende nichts

Dies gilt für Nowitzki auch bei Dallas. Mit jeweils mehr als 50 Siegen in der regulären Saison gehörte Dallas in den vergangenen zehn Jahren immer zu den Top-Teams der Liga, der große Wurf blieb den Texanern aber verwehrt. "Wir haben keinen Ring - das ist das Einzige, was noch fehlt und was zählt", sagte Nowitzki. Für eine sehenswerte Saisonbilanz kann man sich nichts kaufen.

Nach der Finalniederlage im Jahr 2006 gegen Miami scheiterten Nowitzki und Co. in den darauffolgenden vier Jahren drei Mal in der ersten Play-off-Runde. 2008/09 kam das Aus im Conference-Halbfinale. Damit es dieses Mal mit dem Titel klappt, haben die Mavericks erneut am Kader gefeilt. Erick Dampier wurde abgegeben und durch Tyson Chandler ersetzt. Chandler wird sich mit Brendan Haywood die Center-Position teilen. Chandler, der Mitte September in der Türkei mit den USA Weltmeister wurde, soll das Team vor allem durch seine Rebound-Qualitäten verbessern. "Er ist ein sehr interessanter Mann, der uns weiterhilft", sagte Nowitzki. "Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, können wir mit jedem Team der Liga mithalten."

Nowitzki favorisiert Los Angeles

Erster Anwärter auf den Titel ist für Nowitzki erneut Meister Los Angeles, auch wenn die Miami Heat im Sommer mächtig aufgerüstet haben. "Die Lakers sind definitiv das Team, das es zu schlagen gilt. Sie haben viele große Leute und spielen eine großartige Defensive", sagte Nowitzki. "Dahinter ist alles eng beisammen." Wenn Dallas am Mittwoch im heimischen American Airlines Center gegen die Charlotte Bobcats zum ersten Mal das Parkett betritt, ist das erste Highlight der neuen Saison schon vorbei. Rekordmeister Boston Celtics fordert im Auftaktspiel das neu zusammengestellte Starensemble aus Miami.

Auswärts droht Miami feindselige Stimmung

Ihrem Superstar Dwyane Wade stellten die Heat in LeBron James (Cleveland Cavaliers) und Chris Bosh (Toronto Raptors) gleich zwei weitere Hochkaräter an die Seite, die Miami zum zweiten Triumph nach 2006 verhelfen sollen. Die Erwartungen an die Star-Combo sind riesig, schon vor dem ersten Pflichtspiel wurde das Trio mit Spitznamen wie "Miami Thrice", "James Gang" oder "Tycoon Trio" bedacht. Nichts anderes als den Titel fordert das Umfeld von den Heat, deren Beutezug auf dem Free-Agent-Markt bei der Konkurrenz nicht gut angekommen ist. Die neue NBA-Großmacht muss sich in fremden Hallen auf eine feindselige Stimmung einstellen, einen Vorgeschmack erhielt Miami schon in der Pre-Season. Auf Reisen musste das Team bei den Testspielen regelmäßig gellende Pfiffe über sich ergehen lassen.

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