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NBA am Scheideweg: Streit um Geld und Macht

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Streit um Macht und Geld droht zu eskalieren

19.02.2011, 14:02 Uhr | sid, sid

NBA am Scheideweg: Streit um Geld und Macht. Ob die Show in der nächsten NBA-Saison weitergeht, ist noch unklar. (Foto: imago)

Ob die Show in der nächsten NBA-Saison weitergeht, ist noch unklar. (Foto: imago)

Der US-Sport ist in Aufruhr, und Dirk Nowitzki steckt mittendrin. "Alles ist möglich. Warten wir mal ab, wie die Verhandlungen ausgehen", sagte der Basketball-Star der Dallas Mavericks, bevor er mit dem Flugzeug in Richtung Los Angeles abhob. Dort steigt das Allstar-Wochenende der NBA, eigentlich ein Festival der guten Laune. In diesem Jahr ist das anders: Hinter den Kulissen streiten Spieler und Klubbosse um Geld und Macht. Wie bei den NFL-Kollegen droht sogar der Ausfall einer gesamten Saison, Nowitzki erwägt bereits einen Wechsel.

Millionäre gegen Milliardäre: Es sind verhärtete Fronten, die beim kalifornischen Krisengipfel aufeinander treffen. Auf der einen Seite sitzt die mächtige Spielergewerkschaft NBPA, die sich vehement gegen die geforderten Gehaltskürzungen bei den Profis wehrt. Dagegen verweisen die 30 Teambesitzer auf ein Minus von 350 Millionen Dollar, das die Liga in der laufenden Saison wegstecken müsse und einen Sparkurs unumgänglich mache. Bewegt hat sich bislang keine Seite.

Gewerkschaftschef sieht Lockout kommen

Entsprechend gering sind die Erwartungen an das Treffen: Er rechne "zu 99 Prozent" mit einem Lockout, also die Aussperrung seiner Spieler, sagte Gewerkschaftschef Billy Hunter: "Ich sehe nicht, dass die Liga uns entgegenkommt. Daher bereiten wir uns auf einen Lockout vor, wir haben keine andere Wahl."

"Wir fordern keinen Penny mehr"

Bei den Fans ist längst das Bild des gierigen Profis entstanden, der eine Absage der Saison billigend in Kauf nimmt. "Die Öffentlichkeit glaubt, dass wir es sind, die mehr wollen", sagt Center Anthony Tolliver von den Minnesota Timberwolves: "Das stimmt aber nicht. Wenn es möglich wäre, alles zu lassen wie es ist, würden wir sofort unterschreiben. Wir fordern keinen einzigen Penny mehr. Das machen diesmal die Klubbosse."

Fonds soll Spielern helfen

Daran hat sich freilich nichts geändert. NBA-Boss David Stern verlangt weiter eine Reduzierung der Gehälter um etwa 800 Millionen Dollar pro Jahr, im Schnitt müsste jeder Spieler auf ein Drittel seines Einkommens verzichten. Nicht wenige Akteure hätten dann ein echtes Problem. "Aus diesem Grund zahlen wir seit zwei Spielzeiten in einen Fonds ein, der Spielern helfen soll, die durch den Lockout in finanzielle Schwierigkeiten kämen", sagte Nowitzki.

Alba und Co. buhlen um Nowitzki

Sollten die Gespräche scheitern und die Saison tatsächlich ausfallen, bleibt den meisten Spielern nur ein Wechsel ins Ausland - so, wie es 2004/2005 die Eishockey-Cracks der NHL vorgemacht haben. Gerüchte um Nowitzki gibt es genug: Alba Berlin, die Brose Baskets Bamberg und Bayern München haben Interesse angemeldet, der Würzburger selbst brachte China und Südamerika ins Gespräch. Ein Entscheidung gibt es spätestens im Sommer: Der aktuelle Tarifvertrag läuft am 30. Juni aus.

Bei der NFL ist Einigung in Sicht

Noch knapper wird es im American Football, wo bis zum 3. März eine Einigung her muss. Auch hier geht es ums liebe Geld: Rund neun Milliarden Dollar nimmt die Liga pro Saison ein. Bisher gingen rund 60 Prozent davon an die Spieler. Der NFL und den 32 Klubbesitzern ist das viel zu viel. Immerhin kam zuletzt Bewegung in die Sache: Beide Seiten stimmten Schlichtungsgesprächen zu, die Fans dürfen wieder hoffen.

NHL: Nächster Ärger kommt bestimmt

Dennoch droht weiter der Totalausfall gleich zweier großer Sportarten. Zurücklehnen dürfen sich dagegen die NHL-Fans, die vor sechs Jahren noch zwölf Monate lang in die Röhre schauen mussten. Doch der nächste Ärger kommt bestimmt: Im September 2012 läuft auch hier der Tarifvertrag aus.

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