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Dirk Nowitzki - ein bodenständiger Gigant

27.05.2011, 12:15 Uhr | t-online.de

Dirk Nowitzki - ein bodenständiger Gigant. Dirk Nowitzki bringt die Basketball-Welt zum Staunen. (Foto: dpa)

Dirk Nowitzki bringt die Basketball-Welt zum Staunen. (Foto: dpa)

Ein Deutscher ist in den USA derzeit in aller Munde: NBA-Superstar Dirk Nowitzki. Der Scharfschütze steht mit seinen Dallas Mavericks im Finale der besten Liga der Welt und liefert eine überragende Vorstellung nach der anderen ab. Nowitzki ist mit 32 Jahren in der Form seines Lebens. Was macht den Basketball-Riesen eigentlich so stark?

Nowitzki ist trotz der Mega-Karriere ungewöhnlich bodenständig geblieben. Er will einfach nur der beste Basketballspieler werden, der er sein kann. In Interviews gibt er sich stets bescheiden, hebt die Qualitäten seiner Mitspieler hervor. Seine Vorstellung in Spiel vier gegen die Oklahoma City Thunder bezeichnete Kult-Kommentator und EX-NBA-Trainer Jeff van Gundy als "legendär". Darauf angesprochen, sagte Nowitzki: "Ich habe die ersten Würfe getroffen und in meinen Rhythmus gefunden. Meine Mitspieler haben mich gesehen, wenn ich frei war." Das war's. Er zeigte keine Regung der Freude über das Lob, sondern blieb sachlich und wie immer bescheiden. Dabei ist er ein Jahrhunderttalent, der beste Werfer der Geschichte über 2,10 Meter, unaufhaltsam.

Treffen mit den alten Kumpels

Die Sommerpause nach den harten NBA-Saisons verbringt Nowitzki immer in Deutschland. Er trifft alte Freunde und feilt an seinem Spiel. Nowitzki ist Basketball-besessen. In diesem Jahr will der Forward bei seinem alten Tennisverein TG Würzburg in der Kreisklasse antreten. "Wenn er über den Sommer in Würzburg war, sind wir mit ein paar Basketball-Kollegen immer auf den Platz gegangen. Seit 2009 messen wir uns mit meinem Bruder Hansi und seinen Jungs aus Donauwörth. Die haben in der Liga mittlerweile ein Team gemeldet. Da wollten wir diesmal nicht fehlen. Dirk ebenso wenig", sagte sein Schwager Roland Mayer der "Süddeutschen Zeitung".

Nowitzki war früher unterfränkischer B-Jugendmeister im Tennis, hat sogar schon einmal Tommy Haas besiegt. Die Anfragen der Presse seien jetzt schon "überwältigend". Und es kommt noch besser: Nowitzki ist mit dem Tischtennis-Ass Timo Boll befreundet, ebenfalls ein Star der bescheideneren Sorte. Auch er überlege, im kommenden Jahr mit Nowitzki bei der TG Würzburg aufzuschlagen.

Schwester Silke kümmert sich um das Geld

Roland Mayer ist der Mann von Nowitzkis Schwester Silke. Sie ist seine Managerin, verwaltet die Millionen und betreut seine Stiftung für Kinder. Silke besucht Dirk mit ihrem Mann und den zwei Kindern jedes Jahr in Dallas. "Im Moment atmet, trinkt und isst Dirk nur Playoffs. Das ist alles, was für ihn zählt", wird sie in "Bild" zitiert.

Der Mentor

Ein ganz wichtiger Mann in Nowitzkis Leben ist Holger Geschwindner. Der 65-jährige Ex-Nationalspieler ist der Mentor von Dirkules. Er betreut ihn seit seiner Jugendzeit und ist für seine ungewöhnlichen Methoden bekannt. Geschwindner veranlasste Nowitzki ein Instrument zu lernen und vermehrt Bücher zu lesen. Mittlerweile spielt Nowitzki Saxophon und Gitarre. In den alljährlichen Sommertrainings absolviert er ausgefallene Drills. Nowitzki muss auf den Händen laufen, mit Bleiweste trainieren oder Hocksprünge über das ganze Spielfeld ausführen, und am Ende einen Dreier versenken. Dies muss Nowitzki solange wiederholen, bis er trifft. In der Playoff-Serie gegen Oklahoma hat Nowitzki zwischen den Spielen einige Extraschichten mit Geschwindner eingelegt.

Die "zweite Mutter"

Als Nowitzki 1998 nach Dallas kam, hatte er häufig Heimweh. Die Chef-Buchhalterin der Mavs, Lisa Tyner, kümmerte sich um den Deutschen und regelte viel für ihn. Nowitzki bezeichnet sie als seine "zweite Mutter". "Ohne sie würde ich wahrscheinlich ohne einen Cent im Knast sitzen", sagte er.

Nash und Terry

In der NBA hat Nowitzki auch Freunde unter den Spielern gefunden. Da ist sein Ex-Teamkollege Steve Nash. Die beiden verstehen sich blendend und sehen sich auch noch, seit Nash in Phoenix spielt. "Er wäre auch ein guter Freund von mir geworden, wenn wir uns im Supermarkt getroffen hätten", sagte Nowitzki über Nash.

Mit Chris Kaman, dem Kollegen der deutschen Nationalmannschaft, kommt Nowitzki ebenfalls gut aus. Wenn Kamans Team, die Los Angeles Clippers, und Dallas gegeneinander spielen, unternehmen die beiden oft etwas zusammen.

Auch sein Teamkollege Jason Terry ist mit Nowitzki befreundet. Die beiden spielen seit 2004 zusammen bei den Mavericks. Beim All-Star-Spiel 2010 veranstalteten sie eine Party in einem Flugzeughangar. "Jason ist nicht nur ein sehr wichtiger Spieler für uns. Er ist einer meiner besten Freunde in der Mannschaft. Er ist ein super netter Kerl und sitzt ja auch in der Kabine neben mir. Er hat in jeder Situation einen Spruch auf Lager", sagte der große Blonde zu "SPOX".

Nowitzki ist glücklich liiert

2009 war in allen Gazetten der Skandal um seine Ex-Verlobte Crystal Taylor zu lesen. Sie fälschte Urkunden und wurde wegen Betrugs verurteilt. "Ich war überrascht, wie schnell ich das alles verkraftet habe", sagte Nowitzki.

Heute ist er mit der Schwedin Jessica Olson zusammen. Sie arbeitet in einer Kunstgalerie des Popstars George Michael in Dallas. "Jessica ist das beste, was mir letztes Jahr passiert ist. Eine tolle, intelligente Frau", sagte Nowitzki der "Bild". Er liebäugelt auch mit Nachwuchs: "Ich will eine Familie haben, will viele kleine Dirks rumrennen sehen."

"Eine solche Vielfalt an Würfen habe ich seit den Tagen von Michael Jordan nicht mehr gesehen"

Beim "Dirkster" stimmt es also im Umfeld. Deshalb ist er so gut und weil er so gut ist, wird er derzeit mit Lob überschüttet. Sein Trainer Rick Carlisle hält ihn für einen "der zehn besten Spieler aller Zeiten", Lakers-Legende Magic Johnson erklärte Nowitzki "zum besten Spieler dieser Playoffs. Eine solche Vielfalt an Würfen habe ich seit den Tagen von Michael Jordan nicht mehr gesehen." Und der erwähnte van Gundy brüllte bei Spiel vier ins Mikrofon: "Auf einer Skala von eins bis zehn ist das hier eine zwölf." Nun hat Nowitzki seine Mavs in die Finalserie gebracht. Vielleicht wird Deutschlands bester Basketballer nie mehr so nah am Titel sein. "Jetzt oder nie", sagte er nach dem entscheidenden Spiel fünf.

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