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Mentor und Entdecker eines Superstars

09.06.2011, 14:59 Uhr | sid, dpa

Mentor und Entdecker eines Superstars. Der Schüler und sein Mentor: Superstar Dirk Nowitzki mit Coach Holger Geschwindner (Foto: Imago.)

Der Schüler und sein Mentor: Superstar Dirk Nowitzki mit Coach Holger Geschwindner (Foto: Imago.)

Dirk Nowitzki steht mit seinen Dallas Mavericks in den Finals der NBA, spielt den besten Basketball seiner Karriere und wird von Experten mit Lobeshymnen geradezu überschüttet. In dieser entscheidenden Phase der Meisterschaft setzt Nowitzki wie immer auf eine Konstante: Seinen Privatcoach und Mentor Holger Geschwindner. Der schiebt mit dem deutschen Star täglich Extra-Schichten - und das schon seit über 17 Jahren.

Er ist zwar da, doch man sieht ihn kaum. Die Presse würde gerne öfter mit ihm reden, aber der große, schlanke Mann mit den grauen Haaren mag keine Öffentlichkeit. Holger Geschwindner bekommt in den Tagen der Finals in der NBA mehr Aufmerksamkeit, als ihm lieb ist. Seitdem Dirk Nowitzki seine Dallas Mavericks in die Endspielserie gegen die Miami Heat geführt hat und die besten Playoffs seiner Karriere spielt, wächst beinahe täglich das mediale Interesse am Mann hinter dem Mavs-Kapitän. (Lesen Sie auch: Nowitzki gibt Entwarnung für Spiel 5)

Der Vater des Erfolgs

"Er ist wahrscheinlich der Mann, der am meisten übersehen wird, aber die meiste Anerkennung verdient", betont Mavericks-Manager Donnie Nelson. Sein halbes Leben lang arbeitet Nowitzki, für den Spiel fünf der Finals ansteht, mittlerweile mit Geschwindner zusammen. "Holger hat mir beigebracht, zu werfen", sagt der deutsche Star.

Die Entdeckung eines Super-Talents

Als der blonde Würzburger 16 Jahre alt war und Geschwindner den "dünnen Schlaks" erstmals spielen sah, fiel ihm dessen Begabung direkt auf. Doch obwohl der junge Nowitzki viele Sachen die einen guten Basketballer auszeichnen, richtig machte, sich beispielsweise in die richtigen Positionen bewegte anstatt nur dem Ball zu folgen, "hatte er keine individuellen Fähigkeiten und konnte nicht richtig dribbeln, denn niemand hatte es ihm gezeigt", so Geschwindner.

Privatcoach, Mentor und Vertrauensperson

Geschwindner war bei den Olympischen Spielen in München 1972 der Kapitän der deutschen Basketballauswahl und förderte frühzeitig Nowitzkis Ehrgeiz. "Ich habe Dirk gesagt, wenn du der beste deutsche Basketballer werden willst, können wir jetzt gleich aufhören. Wenn du hingegen mit den besten Basketballern der Welt spielen willst, müssen wir täglich hart trainieren", sagt Geschwindner. Der 65-Jährige ist längst nicht mehr nur Privatcoach, sondern auch Mentor und Vertrauensperson.

Ungewöhnliches Training führt zum Erfolg

Geschwindners eher unorthodoxe aber effiziente Trainingsmethoden haben sich mittlerweise rumgesprochen. Bei jeder Finalpartie zeigen die Fernseh-Sender in Spielpausen Trainingsbilder des deutschen Duos. Sämtliche Experten geraten dabei immer wieder ins Staunen, wenn Geschwindner seinen Schützling vor den Würfen Standweitsprünge ausführen, Pirouetten drehen oder ihn einbeinig abspringen lässt. Nowitzki muss auf den Händen laufen, mit Bleiweste trainieren oder Hocksprünge über das ganze Spielfeld ausführen um am Ende einen Dreier zu versenken. Und das so lange wiederholen, bis er trifft.

Lob von den ganz Großen

Sein perfektionierter einbeiniger Sprungwurf in der Rückwärtsbewegung ist in den diesjährigen Playoffs eines der großen Gesprächsthemen in Amerika. Ein Wurf, den aufgrund von Nowitzkis 2,13 Meter Körpergröße "kein Mensch der Welt blocken kann", wie selbst Miamis Superstar und zweifacher MVP (bester Spieler der Saison) LeBron James betonte. Charles Barkley hob hervor, dass er in seinen 30 Jahren NBA-Zugehörigkeit als Spieler und Experte für das amerikanische Fernsehen noch nie einen Spieler mit so einzigartigen Fähigkeiten wie Nowitzki gesehen habe. Um das ganze zu untermauern verglich er den Deutschen mit Larry Bird, einer lebenden Legende des Basketballs.

Gemeinsam kurz vor dem Olymp

Der Bayer gehört sowie von der Dreier-, der Freiwurflinie, als auch aus dem Feld heraus zu den sichersten Schützen der Liga. Er ist in der Form seines Lebens. Noch zwei Siege trennen ihn und Geschwindner von dem ganz großen Ziel: Dem Gewinn der NBA-Meisterschaft. Dann wären sie gemeinsam dort angekommen wo der Basketball-Guru den jungen Dirk damals schon gesehen hat: unter den ganz Großen im Basketballsport. Und bis dahin wird Geschwindner mit ihm weiterhin täglich auf dem Parkett stehen und Extraschichten schieben. Wie bereits in den vergangenen 17 Jahren.

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