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Nowitzki holt ersten NBA-Titel mit Dallas Mavericks

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Nowitzki holt ersten NBA-Titel mit Dallas

13.06.2011, 19:22 Uhr | t-online.de, dpa

Dirk Nowitzkis großer Traum ist in Erfüllung gegangen: Als erster deutscher Basketballer überhaupt holte er sich den Meistertitel in der nordamerikanischen Profiliga NBA. Der Würzburger und seine Dallas Mavericks gewannen die sechste Finalpartie bei den Miami Heat mit 105:95 und sicherten damit den 4:2-Sieg im Playoff-Showdown. Der zuletzt überragende Nowitzki drehte mit 21 Punkten erst gegen Ende der Partie auf und konnte sich auf die Unterstützung seiner Teamkollegen verlassen. Bester Mavs-Werfer war Jason Terry, der 27 Zähler erzielte.

Als Nowitzki sich zum Ende seiner 13. NBA-Saison endlich die Sehnsucht nach der goldenen Meistertrophäe erfüllt hatte, stürmte der 32-Jährige überwältigt von den Gefühlen in die Kabine. "Ich kann es nicht glauben", sagte der Superstar nach seiner Rückkehr auf das Feld. "Ich habe erstmal eine Minute gebraucht für mich selber, war ein bisschen emotional, habe ein bisschen geheult. Ich wollte kurz für mich allein sein, war in der Dusche in der Umkleide und habe mich dann wieder gefangen."

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Nowitzki zum MVP der Finalserie gekürt

"Wir hatten eine Saison mit Höhen und Tiefen. Aber wir haben immer zusammengehalten und weiter hart gearbeitet," erklärte Nowitzki, der mit dem Triumph auch für die 2:4-Finalniederlage gegen die Heat vor fünf Jahren Revanche nahm. Zur Krönung erhielt "Dirkules" außerdem die Trophäe für den wertvollsten Spieler der Finalserie. "Es ist unglaublich. Das Team hat so viel Herz und Entschlossenheit gezeigt", sagte Mavs-Besitzer Mark Cuban, der den ersten Titel der Vereinsgeschichte feiern durfte.

Schwacher Start von "Dirkules"

Dabei zeigte Nowitzki nach seinen starken Auftritten, durch die Dallas vor heimischem Publikum mit 3:2 in Führung gegangen war, bei der Rückkehr nach Florida einen miserablen Start. Hatte er in den fünf Spielen der Serie zuvor 27 Punkte im Schnitt erzielt, verfehlte der Flügelspieler vor der Pause selbst offene Sprungwürfe und traf nur einen von zwölf Versuchen aus dem Feld.

Während ihr Kapitän im ersten Durchgang magere drei Punkte auf die Anzeigetafel brachte, übernahmen die Bankspieler einen Großteil der Offensivarbeit. Besonders Terry war mit seinen energischen Vorstößen und Distanztreffern von Miami kaum zu stoppen und sorgte ebenso wie JJ Barea, der insgesamt auf 15 Punkte kam, für die knappe 53:51- Führung zur Halbzeit. "Das war unsere Stärke das ganze Jahr über. Wenn einer mal nicht so ein gutes Spiel hatte, ist der andere reingekommen für ihn, hat ausgeholfen und Selbstvertrauen gegeben. Das macht unsere erfahrene Mannschaft aus, dass wir viele Leute haben, die explosiv von der Bank kommen", sagte Nowitzki.

Einzig die nachlässige Verteidigungsarbeit am eigenen Brett hielt den Gegner im Spiel. "Wir müssen sie aus unserer Zone halten", forderte Terry deshalb.

Terry: "Denk an 06, das Ding holen wir uns heute"

Der Titel gegen die Miami Heat ist auch eine Revanche für die Final-Niederlage 2006. Damals führte Dallas in der Serie bereits mit 2:0, bevor Dwyane Wade und Co. den Mavs die Trophäe noch aus den Händen rissen. "Vielleicht wären wir nie mehr an diese Stelle gekommen, wenn wir 2006 nicht diese Enttäuschung mitgemacht hätten. Vielleicht wären Jason Terry und ich dann nie so als Mannschaft zusammengeschweißt worden. Wir haben es immer wieder probiert. Der Jet (Terry) hat im vierten Viertel sogar zu mir gesagt: 'Denk an 06, das Ding holen wir uns heute.' Ich glaube, er hat von Anfang an gesehen, dass ich ein bisschen gestrauchelt bin und hat das Spiel auf seine Schultern genommen."



Kampf mit harten Bandagen

Wie verbissen der Kampf um den Meisterring dennoch geführt wurde, zeigte eine Auseinandersetzung im zweiten Viertel. Dallas' Defensivspezialist DeShawn Stevenson kassierte nach einer Schubserei mit Mario Chalmers und Udonis Haslem wie seine beiden Heat-Kontrahenten ein technisches Foul. Auch Nowitzki bekam im ersten Durchgang zwei frühe Pfiffe gegen sich und wirkte zunächst deutlich gehemmt.

Nach der Pause suchte er zunächst weiter vergebens den gewohnten Rhythmus und versenkte erst Mitte des dritten Viertels seinen ersten Dreipunktewurf zum 71:65. Vor dem letzten Abschnitt baute Dallas die Führung auf neun Punkte aus und ließ die Heat auch danach nicht entscheidend herankommen. Immer wieder leisteten sich Miamis Superstars Dwyane Wade (17 Punkte) und LeBron James (21) leichte Ballverluste.

Nowitzki: "Das ist mein Job"

Gegen Ende fand auch Nowitzki wieder zu seiner Normalform und trug mit zehn Punkten allein im Schlussviertel zum Match- und Titelgewinn bei. "Das ist die letzten Jahre immer mein Job gewesen, dass ich im vierten Viertel für die Mannschaft da bin", sagte er nach der Partie. "Die Mannschaft hat mir immer gut zugeredet. Es war für mich wichtig, mental im Spiel zu bleiben. Natürlich wäre es einfach gewesen, bei so einem schlechten Spiel abzuschalten. Aber für die Mannschaft muss ich immer weiter mit Selbstvertrauen attackieren und das habe ich gemacht."

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