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Nowitzki: "Jeder will es dem Finals-MVP zeigen"

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Nowitzki: "Jeder will es dem Finals-MVP zeigen"

31.08.2011, 16:15 Uhr | dpa

Nowitzki: "Jeder will es dem Finals-MVP zeigen". Dirk Nowitzki ist der Leader des deutschen Basketball-Teams bei der EM. (Quelle: imago)

Dirk Nowitzki ist der Leader des deutschen Basketball-Teams bei der EM. (Quelle: imago)

Der Urlaub nach der NBA-Finalserie war kurz. Doch Dirk Nowitzki möchte noch einmal als Athlet zu den Olympischen Spielen. Nur bei einem Platz im Finale der EM in Litauen qualifiziert sich die deutsche Mannschaft direkt für das Turnier in London. Und selbst für die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier muss das deutsche Team mindestens Platz sechs belegen. (Das Auftaktspiel gegen Israel im t-online.de Live-Ticker ab 19.45 Uhr)

Im Interview spricht Deutschlands bester Basketballer über die bevorstehende Europameisterschaft, die Besonderheit von Olympischen Spielen und seine Zukunft.

Drei Wochen Urlaub, zwei Wochen Vorbereitung: Was denken Sie, mit wie viel Prozent starten sie in die EM?
Dirk Nowitzki: Na, ich hoffe ja schon, das ich möglichst nahe an die 100 Prozent komme. Ich kann mich noch steigern, aber ich merke, dass es von Spiel zu Spiel besser wird. Obwohl die Zeit wirklich sehr kurz ist.

Welche Bedeutung hat das Auftakt-Spiel gegen Israel?
Ein guter Start wird für uns sehr wichtig sein. Wir sind ja eigentlich immer mit guten Leistungen gestartet, wenn wir später Erfolg hatten. Auch 2005 gegen Italien haben wir nach einer schwachen Vorbereitung ein super Spiel gezeigt, auch wenn wir verloren haben. Insofern müssen wir gegen Israel unsere beste Leistung abrufen und mit einem Sieg ins Turnier starten.

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Außer Ihnen wird eine Fülle an NBA-Stars in Litauen dabei sein. Ist das die beste EM seit Jahren?
In Europa wird schon lange Basketball auf einem absoluten Top-Niveau gespielt. Bestes Beispiel ist das olympische Endspiel von 2008, als Spanien fast gegen ein US-Team mit allen NBA-Stars gewonnen hätte. Individuell gibt es in Europa viele super Spieler, die werfen und spielen können und bei weitem nicht mehr so eindimensional sind wie früher. Meist sind alle fünf Spieler auf dem Feld sehr gut ausgebildet. Es wird eine ganz starke EM.

Wer ist Ihr Topfavorit?
Spanien, ohne Wenn und Aber.

Welchem der jungen deutschen Spieler trauen Sie eine Karriere in der NBA zu?
Da möchte ich jetzt keinem der Spieler Druck machen, indem ich ihn als kommenden NBA-Spieler nenne. Aber Tibor Pleiß ist ja schon gedraftet und hat sicher Chancen, es ganz nach oben zu schaffen. Auch Robin Benzing ist ein sehr guter Spieler mit vielen Anlagen. Wie auch immer, es liegt in jedem Fall noch ganz viel Arbeit vor den jungen deutschen Spielern. Ganz wichtig ist, dass sie jetzt so viel Spielzeit auf hohem Niveau bekommen wie möglich. Nur dann können sie sich entwickeln.

Wie wichtig ist es, dass in Chris Kaman ein zweiter NBA-Profi dabei ist. Nimmt Chris ein bisschen Druck von Ihnen?
Das ist sehr wichtig. Chris ist ein hervorragender Rebounder und Scorer. Er hat uns schon 2008 zum Beispiel gegen Brasilien im vorolympischen Qualiturnier sehr geholfen. Er ist mit beiden Händen stark, und es ist natürlich für mich hilfreich, wenn er gedoppelt wird. Das schafft Räume für mich und für die anderen Spieler.

Worauf wird es in Litauen ganz besonders ankommen?
Zunächst einmal steht ein Sieg gegen Israel an erster Stelle. Danach schauen wir auf die nächsten Aufgaben.

Sie haben selbst gesagt, dass Sie als NBA-Champion und MVP mit einer Zielscheibe auf dem Rücken in Litauen über das Spielfeld laufen. Haben Sie Angst vor Verletzungen?
Nein, so darf man auch nicht in ein Turnier gehen. Ich kann mich ja auch beim Spazierengehen verletzen. Ich weiß, dass es jeder dem Finals-MVP zeigen will, aber das belastet mich nicht. Wir müssen es hinbekommen, dass die anderen Spieler davon profitieren.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Der Deutsche Basketball Bund bewirbt sich um die EM 2015. Ist es denkbar, dass Sie auch dann noch das Nationaltrikot tragen?
Das ist noch zu weit weg, um da jetzt etwas zu zu sagen. Wenn ich aber an 2012 denke und überlege, dass bei einer Teilnahme am vorolympischen Turnier und an den Olympischen Spielen wieder ein kompletter Sommer weg wäre, bin ich da momentan zumindest skeptisch. Aber, wie gesagt, das ist noch vier Jahre weg, ich habe keine Ahnung, was dann sein wird.

Mit ihrer erneuten Teilnahme zeigen Sie wieder einmal ihre Verbundenheit zum Deutschen Basketball Bund. Erleben wir Dirk Nowitzki irgendwann auch einmal als Bundestrainer?
Als Teamtrainer kann ich mir meine Zukunft eigentlich nicht vorstellen. Taktik und solche Sachen haben mich eigentlich nie besonders interessiert, so dass ich das auch vermitteln könnte und wollte. Aber als individueller Trainer könnte es durchaus eine Zukunft für mich geben, vielleicht auch in der NBA.

Was macht das Thema Olympia so besonders für Sie?
Das habe ich ja schon so oft beschrieben, obwohl man es so richtig ja gar nicht beschreiben kann. Wenn ich an Olympia denke, denke ich an den Einmarsch als Fahnenträger ins Olympiastadion, an die tollen Erlebnisse und Begegnungen im olympischen Dorf, an die ganze einmalige Atmosphäre. Das würde ich sehr gerne noch einmal erleben.


Wann haben Sie erstmals wirklich realisiert, dass Sie sich den Traum vom NBA-Titel erfüllt haben?
Die ersten Tage und Wochen war das völlig surreal, die ganzen Feiern, Empfänge etc. Ich bin gar nicht dazu gekommen, irgendetwas wirklich zu realisieren. Im Urlaub hatte ich dann etwas Zeit abzuspannen, da sind mir die Spiele und einzelne wichtige Szenen noch einmal durch den Kopf gegangen und ich habe ein bisschen begriffen, was wirklich passiert ist. Diesen Erfolg kann mir niemand mehr nehmen, insofern habe ich viel Zeit, bis alles endgültig realisiert ist.

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