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Dirk Nowitzki und Dallas Mavericks: Darum ist der Meister so tief gefallen

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Nach dem Höhenflug folgt der tiefe Fall

15.05.2012, 14:38 Uhr | pr, pr, t-online.de

Dirk Nowitzki  und Dallas Mavericks: Darum ist der Meister so tief gefallen. Dirk Nowitzki nach einer von Enttäuschungen geprägten Saison (Quelle: imago)

Dirk Nowitzki nach einer von Enttäuschungen geprägten Saison (Quelle: imago)

Für Basketball-Fans ist es die schönste Zeit des Jahres - die NBA-Playoffs. Während das Endrundenturnier der US-Profiliga gerade in die zweite Runde geht, ist Dirk Nowitzki bereits im Sommerurlaub. Seine Dallas Mavericks sind sang- und klanglos in der ersten Runde an den Oklahoma City Thunder gescheitert. Nicht ein Sieg gelang dem amtierenden Champion. In den USA nennt man das einen „Sweep“, die größtmögliche Demütigung. Wie konnte das Team, dass nicht einmal ein Jahr zuvor allen anderen Mannschaften das Fürchten gelehrt hatte, so abstürzen? Die Antwort ist: Die Mavs haben die Saison absichtlich weggeschmissen.

Mavs-Besitzer Mark Cuban entschied sich vor der Saison dafür, sein Team der Möglichkeit zu berauben, den Titel zu verteidigen. Kurz gesagt: Von Anfang an war klar, dass die Mavs 2012 nicht noch einmal im NBA-Finale stehen würden.

Auf den besten Verteidiger der Liga verzichtet

Cuban ließ enorm wichtige Bausteine des Teams ziehen. Allen voran Tyson Chandler und J.J. Barea. Chandler war das Herz der Dallas-Verteidigung im Meisterjahr und der emotionale Leader. Seine Verpflichtung stopfte das seit Jahren bestehende Loch unter dem Korb. Er war das fehlende Puzzleteil.

Cuban verzichtete dennoch darauf, Chandler langfristig zu binden. Sein Plan war es, Geld zu sparen, um im Sommer 2012 einen Superstar zu verpflichten. Dieser soll dann den Klub durch die nächsten Jahre führen. Chandler wechselte zu den New York Knicks und gewann den Titel des besten Verteidigers der Saison.

Barea war so wertvoll, weil er der Mannschaft etwas geben konnte, was in Dallas sonst Mangelware ist: Schnelles mutiges Ziehen zum Korb. Er brachte das Unerwartete und stellte gegnerische Verteidigungen vor Probleme.

Odom-Verpflichtung endet im Debakel

Das Team war also zerstört. Weil Cuban spart, wurde auch kein gleichwertiger Ersatz geholt. Vince Carter, der seine besten Jahre lange hinter sich hat, war eher ein Lückenfüller.

Zudem endete der als Coup gefeierte Wechsel von Lamar Odom von den Los Angeles Lakers im Debakel. Vom besten sechsten Mann der vergagenen Saison war nie auch nur ansatzweise Leistungsbereitschaft zu erkennen. Im April platzte Cuban der Kragen. Es kam zu einem Kabinenstreit in der Halbzeit eines Spiels und das Kapitel Odom war beendet.

Nowitzki spielt die schlechteste Saison seit zwölf Jahren

Damit noch nicht genug. Nowitzki spielte für seine Verhältnisse ebenfalls eine schwache Saison. Die Wurfquote, Punkt- und Reboundausbeute von Mr. Zuverlässig sanken auf Werte, die letztmals vor zwölf Jahren schlechter waren. In der vergangenen Saison traf der Deutsche noch 51,7 Prozent seiner Wurfversuche, nun waren es nur 45,7.

Auch dieser Leistungsabfall hat seine Gründe: In der Meistersaison hatte Nowitzki unglaublich viele Spiele, danach wurde er in den Medien herumgereicht, um dann nach nur zwei Wochen Pause mit der Nationalmannschaft zur EM zu fahren. Bei dem Turnier spielte Dirkules bereits unterhalb seiner Möglichkeiten.

Als die NBA-Saison begann, war Nowitzki nicht fit. Nach mäßigen Leistungen zog Big D die Notbremse und nahm sich im Februar eine zweiwöchige Auszeit, um sich konditionell auf NBA-Niveau zu bringen. Das fruchtete. Nowitzki spielte fortan deutlich besser, wenn auch immer noch nicht ganz auf dem Niveau der Vorsaison.

In der Offensive lastete durch die Abgänge zu viel Druck auf Nowitzki, um die Titelverteidigung ernsthaft anzugehen. Für die Fans ist das eine Riesenenttäuschung. Gerne hätte sie gesehen, was das Meisterteam der vergangenen Saison noch leisten kann.

Cuban bereut nichts

Cuban jedoch hat sich anders entschieden. Mit Namen wie Dwight Howard und Deron Williams wurde den Mavs-Anhängern nach der Meisterschaft der Mund wässrig gemacht. Mittlerweile sieht es so aus, als wäre höchstens eine Verpflichtung von Williams möglich. Klappt das, ist der sanfte Übergang anstelle eines harten Umbruchs realisierbar. Nowitzki verabschiedet sich dann langsam ins zweite Glied, während Aufbauspieler Williams der neue Chef wird und die Kritiker werden verstummen.

Scheitert Cubans Plan, hat er nicht nur keine zukunftsfähige Mannschaft, sondern auch noch dem einzigen Meisterteam, das Dallas je hatte, die Möglichkeit verwehrt, seinen Titel zu verteidigen.


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