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BBL: Aufregung um Abstiegsregelung

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BBL: Aufregung um Abstiegsregelung

13.01.2013, 17:55 Uhr | dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Für die Abstiegskandidaten in der BBL setzte es am 19. Spieltag Pleiten. Für mehr Aufregung sorgte bei den Vereinen im unteren Tabellendrittel jedoch der drohende Lizenzentzug für Schlusslicht Gießen 46ers und die damit verbundene Abstiegsregelung.

Denn erst jetzt haben die Clubs realisiert, dass es auch im Falle einer Insolvenz der Mittelhessen, die bis Ende Januar 150 000 Euro auftreiben müssen, zwei sportliche Absteiger gibt.

"Wir hatten eigentlich so geplant, dass wir als 16. in der Klasse bleiben", sagte etwa Martin Geissler, Geschäftsführer des Aufsteigers Mitteldeutscher BC, der "Frankfurter Rundschau". Der MBC feierte am Samstag mit dem 73:65 gegen die Skyliners Frankfurt seinen fünften Heimsieg in Serie und damit einen Vereinsrekord. Mit 16:20-Punkten setzte sich der Aufsteiger ein wenig aus der Gefahrenzone ab.

In der befinden sich als Tabellen-15. weiter die Skyliners (12:24). Kein Wunder, dass Frankfurts Trainer Muli Katzurin in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" dafür plädiert, dass im Falle einer Gießener Insolvenz "kein Team zusätzlich absteigen sollte. Vielleicht hätte ein Verein bei drei möglichen Absteigern mehr Geld in die Hand genommen".

Ob Gießen (4:28) finanziell überlebt und die Saison zu Ende spielt, entscheidet sich voraussichtlich in den nächsten drei Wochen. Sollte die Mannschaft während der Hauptrunde zurückgezogen werden, würden alle Spiele gestrichen und der Club nicht mehr in der Tabelle geführt. Wie bereits vor der Saison 2009/10 festgelegt, steigen dennoch der Letzte und Vorletzte der dann nur noch 17 Vereine umfassenden Rangliste ab. "Unter diesen Regularien wird die Saison definitiv zuende gespielt", kündigte BBL-Sprecher Dirk Kaiser an.

Sportlich steht Liga-Gründungsmitglied Gießen bei acht Zählern Rückstand auf das rettende Ufer schon so gut wie sicher als Absteiger fest. Beim 98:105 nach Verlängerung gegen Phoenix Hagen wurde wohl die letzte Hoffnung verspielt. "Jeder wollte gewinnen, leider hat es aber nicht gereicht", sagte Gießens Coach Mathias Fischer.

"Ich wusste es nicht und finde die Regel auch nicht besonders praktikabel", sagte Bambergs Manager Wolfgang Heyder und plädiert für eine Reduzierung auf 16 Mannschaften. Das würde sicher auch den Ulmern gelegen kommen, die in dieser Saison ebenfalls international spielen und dies auch künftig tun wollen.

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