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3 oder 2? Ängste vor Abstieg und Liga-Verkleinerung

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3 oder 2? Ängste vor Abstieg und Liga-Verkleinerung

17.01.2013, 10:56 Uhr | dpa

3 oder 2? Ängste vor Abstieg und Liga-Verkleinerung. Bambergs Manager Wolfgang Heyder ist für eine Verkleinerung der Liga.

Bambergs Manager Wolfgang Heyder ist für eine Verkleinerung der Liga. (Quelle: dpa)

Köln (dpa) - Drei statt zwei Absteiger, nächste Saison weniger als 18 Teams? Die Rechenspiele machen vielen Basketball-Bundesligisten Sorgen.

Ein "Gespenst" geht um im deutschen Basketball - und lässt viele Manager zittern. Aufgrund der drohenden Insolvenz von Gründungsmitglied LTi Gießen 46ers gibt es aktuell nicht nur hitzige Diskussionen über die Anzahl der Absteiger in der laufenden Saison, auch eine mögliche Verkleinerung der Liga von 18 auf 16 Clubs rückt wieder auf die Agenda. "Das Gespenst der Verkleinerung kreist über der Liga", sagt Wolfgang Wiedlich, Präsident der Telekom Baskets Bonn, vor einem turnusmäßigen Treffen der Arbeitsgemeinschaft BBL am Freitag in Köln, "und ich würde alles versuchen, dieses Gespenst zu vertreiben."

Der Stein des Anstoßes ist in den Liga-Regularien verankert, die die Vereine selbst im Oktober 2009 beschlossen hatten: Sollte das schwer angeschlagene Schlusslicht Gießen während der Saison den finanziellen Kollaps erleiden, würde der Liga-Dino laut Spielordnung nicht mehr in der Tabelle geführt. Nach BBL-Ausschreibung steigen aber die beiden Letztplatzierten ab - damit könnte es 2012/13 auch den vermeintlich sportlich geretteten Tabellen-15. treffen.

"Es ist eine ungeheure Unfairness allen Clubs gegenüber, die solide wirtschaften, so wie wir es tun", echauffiert sich Martin Geissler, Geschäftsführer des MBC. "Es ist unfair gegenüber Clubs, die sportlich so erfolgreich sind, dass sie unter normalen Umständen in der Liga bleiben würden." Auch mehrere seiner Kollegen setzen in einer dpa-Umfrage auf einen neuen Beschluss oder eine andere Auslegung der Statuten.

Diese seien aber während der laufenden Spielzeit "nicht zu ändern", betont BBL-Geschäftsführer Jan Pommer und sieht auch keine Chance für eine andere Interpretation: "Aus meiner Sicht sind die Regelungen glasklar."

Noch hoffen alle Beteiligten, dass Gießen zunächst bis Ende Januar die benötigten 150 000 Euro auftreibt, um die Einleitung eines Insolvenzverfahrens vorerst abwenden zu können. "Ich bin der Meinung, dass man sehr hart darum kämpft, die Saison zuende zu spielen und dass es gewisse Aussichten gibt, dass dies geschieht", unterstreicht Pommer.

Sollte Gießen allerdings vor Ende April aufgeben müssen, stünde die BBL nach der Saison nur noch mit 15 Clubs da - und hätte "potenziell zwei Aufsteiger mit einer erheblichen Wahrscheinlichkeit, dass es nicht zwei erstligataugliche Aufsteiger gibt", wie Pommer mit Blick auf Kandidaten aus der ProA formuliert. "Deshalb werden wir das ganz offen mitbesprechen am Freitag."

Während Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder offensiv für ein Schrumpfen der Liga eintritt, wehren sich zahlreiche Kollegen vor allem aufgrund der fehlenden Einnahmen aus wegfallenden Heimspielen dagegen. "Wir hatten vor einem Jahr eine Abstimmung, die 18:0 ausging. Ich weiß nicht, was sich daran geändert haben soll", erinnert Martin Stoll, Geschäftsführer von ratiopharm Ulm an ein Festhalten an 18 Liga-Teilnehmern.

"Die Ligagröße sollte nicht abhängig sein von Willkür", meint Marko Beens, Geschäftsführer des BBC Bayreuth. "Wenn es 18 wirtschaftlich solide Clubs gibt, sollte man mit 18 Clubs spielen. Wenn es nur 14 gibt, dann mit 14. Aber man sollte es nicht von Tagespolitik abhängig machen."

Eine Verkleinerung kann formal nur von der Mehrheit der BBL-Vereine beschlossen werden und müsste der ProA rechtzeitig mitgeteilt werden. De facto könnte der Mangel an geeigneten Kandidaten schon in der kommenden Saison dazu führen. So wünscht sich nicht nur Bonns Präsident Wiedlich in der Frage der Abstiegsregelung vor allem eins: "Eine Klärung der Lage."

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