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Sponsoren geben Geld: Gießen 46ers vor der Rettung

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Sponsoren geben Geld: Gießen 46ers vor der Rettung

29.01.2013, 12:21 Uhr | dpa

Sponsoren geben Geld: Gießen 46ers vor der Rettung. Die Gießener um Spielmacher Achmadschah Zazai (v) sind finanziell ins Straucheln geraten.

Die Gießener um Spielmacher Achmadschah Zazai (v) sind finanziell ins Straucheln geraten. (Quelle: dpa)

Gießen (dpa) - Basketball-Bundesligist Gießen 46ers steht vor der wirtschaftlich Rettung. Der finanziell stark angeschlagene Traditionsverein bestätigte, die drohende Insolvenz im letzten Moment wahrscheinlich doch noch abwenden zu können.

Nach Angaben der 46ers haben mehrere Sponsoren die Zusagen für jene 360 000 Euro gegeben, die zur Schließung der Liquiditätslücke und zur Fortsetzung des Spielbetriebs benötigt werden.

"Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Tim Schneider. "Dennoch kann der Insolvenzantrag erst dann zurückgezogen werden, wenn der volle Betrag eingezahlt wurde. Noch ist also ein kleiner Weg zu gehen, die Vorarbeiten wurden jedoch durchgeführt." Die Gießener hatten am 21. Dezember wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Gießen gestellt. Die fehlenden 360 000 Euro müssen nun zur Rettung bis zum Freitag auf einem Rechtsanwaltsanderkonto eingegangen sein.

Der hessische Traditionsclub gewann zwischen 1965 und 1978 insgesamt fünfmal die deutsche Meisterschaft und gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern der Basketball-Bundesliga. Neben den eigenen Fans hofften deshalb auch zuletzt viele Gegner aus der höchsten deutschen Spielklasse auf eine Rettung. "Ich hoffe sehr, dass Gießen als großer Traditionsverein es schafft, in der Liga zu bleiben. Es wäre sehr schade um die lange Tradition dieses Standortes", sagte ALBA Berlins Trainer Sasa Obradovic am vergangenen Wochenende.

Aller Sorgen ledig wären die 46ers allerdings auch im Falle ihrer Rettung nicht. Die beiden Amerikaner Ryan Brooks und LaQuan Prowell gaben am Dienstag aufgrund der finanziellen Situation ihren Wechsel ausgerechnet zum hessischen Rivalen Frankfurt Skyliners bekannt. "Die Situation hier in Gießen ist nicht leicht. Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis mit den Spielern und dem Management, aber jetzt gilt es nach vorne zu schauen", erklärte der Shooting Guard Brooks.

Auch Gießens Geschäftsführer Heiko Schelberg nannte die Situation seines Vereins "weiterhin alles andere als komfortabel. Können wir die Insolvenz abwenden, so benötigen wir auch in Zukunft jede Zuwendung, die wir von Sponsoren, Fans und Unterstützern bekommen können", erklärte er. "Die Rechnung geht nur dann auf, wenn wir es schaffen, alle weitere anfallenden Zahlungen zu begleichen und die Altlasten nach und nach abzubauen."

Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme, eines Abzugs von vier Punkten und des abgeschlagenen letzten Tabellenplatzes rechnet ohnehin niemand in Gießen mehr damit, die Bundesliga halten zu können. "Unser Ziel ist es, in der kommenden Saison gut aufgestellt in die ProA zu gehen und Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, nicht zu wiederholen", meinte Schelberg.

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