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Immer weniger Busfahrer - Deutsche Profis "knappes Gut"

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Immer weniger Busfahrer - Deutsche Profis "knappes Gut"

29.03.2013, 14:16 Uhr | dpa

Immer weniger Busfahrer - Deutsche Profis "knappes Gut". Heiko Schaffartzik beim Training mit der Nationalmannschaft.

Heiko Schaffartzik beim Training mit der Nationalmannschaft. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Zeit der Busfahrer in der Basketball Bundesliga läuft ab. Natürlich werden die Profis weiter per Bus kutschiert - die deutschen Akteure, die ausschließlich zum Auffüllen des Kaders mit an Bord sind, werden aber immer weniger.

Bereits zum vierten Mal nacheinander steigt in dieser Saison die Einsatzzeit der einheimischen Spieler. Seit dem Fall der Ausländerbeschränkung vor der Saison 2005/06 kletterte der Anteil von mageren 17 Prozent auf nun knapp ein Drittel.

"Ich bin sehr, sehr froh, dass eine Quote eingeführt wurde, weil wir sonst genau die gleichen Verhältnisse wie damals hätten, das kann ich garantieren", begründet ALBA Berlins Geschäftsführer Marco Baldi die Entwicklung.

Vor knapp drei Jahren entschied sich die BBL, mit einer Quote den um 20 Prozent dümpelnden Spielanteil deutscher Korbjäger zu steigern. Seit dieser Saison müssen mindestens sechs von zwölf Profis auf dem Spielberichtsbogen einen deutschen Pass besitzen. "Wir haben unser Ziel von 30 Prozent schon erreicht", bewertet Thomas Braumann, Präsident der BBL AG, den höchsten Anteil seit Fall der Ausländerbeschränkung. "Das freut uns und zeigt, dass die Entscheidung richtig war und dass die Qualität nicht runter geht."

So konnte Bundestrainer Frank Menz vergangenes Wochenende bei der Pokal-Endrunde in Berlin unter anderem gleich drei seiner Aufbauspieler in tragenden Rollen von der Tribüne beobachten. Per Günther führt beim Finalverlierer ratiopharm Ulm Regie, Heiko Schaffartzik bringt für Cup-Sieger ALBA Energie von der Bank und Steffen Hamann teilt sich den Job beim FC Bayern München mit US-Profi Tyrese Rice.

"Eine sehr, sehr positive Entwicklung", resümiert der als Nachwuchsförderer bekannte Menz und macht dafür vor allem "strukturelle Veränderungen" verantwortlich. So werden Talente früher gesichtet, Bundesliga-Clubs müssen zwei hauptamtliche Nachwuchstrainer beschäftigen. "Als ich vor sieben Jahren als Bundestrainer beim Deutschen Basketball Bund angefangen habe, war kein einziger Erstliga-Spieler in meinem A2-Kader", betont Menz. "Und jetzt hatten alle aus dem A2- und U-20-Kader, die in Deutschland spielen, nach dem elften, zwölften Spieltag zweistellige Minuten in der ersten Liga."

In der Breite stimmt die Tendenz positiv, in der Spitze gibt es aber noch Potenzial. Beim Punkteschnitt pro Liga-Partie folgt hinter dem jüngst eingedeutschten Bamberger Anton Gavel auf Platz sieben erst U-20-Auswahlspieler Dennis Schröder als 25. "Uns fehlen noch ein bisschen die deutschen Stars in der Liga, da haben wir viel zu wenig", analysierte Braumann.

Wegen der geringen Zahl der Einheimischen auf Top-Niveau gelten diese als Luxusartikel. "Die Gehälter sind explodiert für deutsche Spieler. Der Artenschutz wird in gewissem Maße ausgenutzt, da müssen wir aufpassen, dass es da einen Wettbewerb gibt", warnt Baldi. "Deutsche Spieler sind ein knappes Gut und werden auch besser bezahlt", stimmt BBL-Geschäftsführer Jan Pommer zu. Hinter vorgehaltener sprechen Experten sogar davon, dass ein deutscher Spieler auf gleichem Niveau im Vergleich zu einem ausländischen Kollegen bis zu einem doppelten Gehalt verdienen kann.

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