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Bitteres Euroleague-Ende - "Sporthistorischer Witz"

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Bitteres Euroleague-Ende - "Sporthistorischer Witz"

03.04.2013, 14:00 Uhr | dpa

Bitteres Euroleague-Ende - "Sporthistorischer Witz". Die Bamberger warten noch immer auf den ersten Top-16-Erfolg.

Die Bamberger warten noch immer auf den ersten Top-16-Erfolg. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der Enthusiasmus über das beste deutsche Abschneiden in der Basketball-Euroleague ist nicht nur bei Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder "einer gewissen Bitternis" gewichen.

Einen Spieltag vor Ende der Zwischenrunde in der Königsklasse warten die Brose Baskets immer noch auf den ersten Top-16-Erfolg, ALBA Berlin hat neben zwei Siegen über den Bundesliga-Rivalen nur noch Kaunas geschlagen. Trotz der ernüchternden Bilanz wähnen sich die BBL-Clubs mittelfristig auf dem Weg nach oben - und setzen dabei auf Finanzregeln, einen ausgedünnten Spielplan und auch Mathematik.

Bundesliga-Geschäftsführer Jan Pommer hält Daumen und Zeigefinger nur wenige Zentimeter auseinander, mit seinen Gesten will der 42-Jährige den Abstand zur Elite Europas verdeutlichen. "Wir glauben, dass wir so knapp dran sind, ganz, ganz, nah", beschwört er und verweist auf die Ergebnisse dieser Saison. Alleine Bamberg verlor sieben Zwischenrunden-Partien mit drei Punkten oder weniger, ALBA kassierte ebenfalls mehrere Herzschlag-Niederlagen. "Das geht gegen jede statistische Wahrscheinlichkeit, das ist ein sporthistorischer Witz", meint Pommer.

Mangelnde Abgezocktheit auf höchstem Niveau, fehlendes Wurfglück, Pech mit Schiedsrichterentscheidungen - die Gründe für das Abschneiden sind vielfältig. "Wir wissen ob der Stärke der Euroleague, und dass unserem Budget Grenzen gesetzt sind", erkennt Baskets-Macher Heyder vor dem abschließenden Spiel bei Zalgiris Kaunas am Donnerstag an. "Dass wir extrem unglücklich weggekommen sind, verfälscht aber auch ein bisschen die Entwicklung, die die deutsche Liga genommen hat."

Erstmals hatten zwei deutsche Teilnehmer den Sprung unter die Top-16 geschafft - und erleben den zermürbenden Ritt mit 14 Partien unter der Woche. "Das geht komplett an die Substanz. Die Leistungsträger haben so lange gespielt, dass es uns am Ende wehgetan hat, sie waren komplett platt, müde", sagt Heyder. Am Mittwoch fiel auch noch Matt Walsh mit einer Meniskus-Verletzung für einige Wochen aus. Um das Problem zu verkleinern, setzt der 56 Jahre alte Heyder entweder auf eine Verkleinerung der Bundesliga, was die BBL-Clubs bislang ablehnen, oder eine Ausdünnung der Zwischenrunde. "Anders ist es nicht machbar, das ist ausgeschlossen."

Auch die deutsche Liga-Spitze beklagt die "Vielzahl der (Euroleague)-Spiele ausdrücklich" (Pommer) - und trotz des engen Terminkalenders verbuchte Bamberg nur rund 100 000 Euro an Gewinn. Ein Grund: Fehlende TV-Einnahmen. Die Fernsehrechte liegen bei der Euroleague, die diese an Sport1 vergeben hat. "Andere Länder verdienen da gutes Geld, bei uns ist das eine Nullnummer", klagt Heyder.

Während Bamberg und Berlin von TV-Gewinnen des FC Bayern in der Champions League in zweistelliger Millionenhöhe also nicht mal zu träumen wagen, setzen die deutschen Clubs in ihrer Hoffnung auf mehr Chancengleichheit auf ein ähnliches Konstrukt wie im Fußball. Von der Saison 2015/16 sollen nur noch Vereine an der Euroleague teilnehmen dürfen, die nicht mehr ausgeben als sie einnehmen - was dem Finanzgebaren einiger Top-Clubs aus Russland oder Südeuropa Einhalt gebieten sollte. "Wir versprechen uns etwas vom Financial Fairplay", sagt BBL-Geschäftsführer Pommer, "dass einige Auswüchse und Narreteien in Zukunft ausbleiben werden."

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