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Bamberg feiert vierte Serien-Titelparty "wie die Erste"

15.07.2013, 09:59 Uhr | dpa

Bamberg feiert vierte Serien-Titelparty "wie die Erste". Die Brose Baskets Bamberg feierten ihren vierten BBL-Titel in Serie.

Die Brose Baskets Bamberg feierten ihren vierten BBL-Titel in Serie. (Quelle: dpa)

Bamberg (dpa) - Nach dem vierten Meisterstück in Serie stimmte selbst der sonst so zurückhaltende Bamberger Coach Chris Fleming im biergetränkten Titel-Shirt den "Humba"-Gesang an.

Der Abo-Champion aus Franken hat auch bei der nächsten Party keinerlei Feierroutine aufkommen lassen und erst als drittes Bundesliga-Team vier Coups nacheinander bejubelt. Im goldenen Konfettiregen streckte Kapitän Casey Jacobsen vor Feuerfontänen den silbernen Pokal nach dem 91:88 (74:74, 32:37)-Sieg der Brose Baskets Bamberg zum glatten 3:0 in der Finaleserie gegen die EWE Baskets Oldenburg in die Höhe.

"Thank you, Freak City", brüllte der Amerikaner in das Hallenmikrofon. Anton Gavel, der zum wertvollsten Spieler der Serie gewählt wurde, frohlockte: "Es fühlt sich an wie die Erste, keiner hat an uns geglaubt, die sogenannten Experten haben gesagt, wir hätten keine Chance. Das 3:0 ist der krönende Abschluss dieser Saison."

Nach der erlösenden Schlusssirene übergoss der Guard seinen Trainer Fleming mit dem Inhalt eines übergroßen Weißbierglases. US-Center Sharrod Ford startete die Titelfeier mit einer dicken Zigarre. "Ich kann das noch gar nicht realisieren. Ich werde erst einmal zwei Tage brauchen", sagte Maik Zirbes dem TV-Sender Sport1.

Der Center hatte mit seinem Dunking 0,9 Sekunden vor dem regulären Spielende die Gastgeber in die Verlängerung gerettet. Nur ein Wimpernschlag fehlte Oldenburg zum Sieg. In der Overtime ging den Niedersachsen dann nach zwei knappen Niederlagen zuvor die Kraft aus. "Das ist so schön nach dieser Saison. Wir haben so hart dafür gearbeitet", sagte Fleming über eine Spielzeit, in der Bamberg erstmals nach drei Jahren das Double verpasst hatte.

Bamberg hatte vor 6800 Zuschauern wie schon in der zweiten Partie eine beeindruckende Aufholjagd gezeigt und einen zwischenzeitlichen Elf-Punkte-Rückstand wettgemacht. Bester Werfer beim insgesamt sechsten Meistercoup war Bostjan Nachbar mit 20 Punkten, bei Oldenburg kamen Chris Kramer, Dru Joyce und Adam Chubb auf jeweils 16 Zählern. "Wenn uns jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir Vizemeister werden, hätten wir uns sehr gefreut, jetzt überwiegt leider der Frust", sagte ein enttäuschter Gäste-Trainer Sebastian Machowski.

Vor Bamberg hatten in der Bundesliga bislang nur ALBA Berlin (1997-2003) und Bayer 04 Leverkusen (1990-1996) vier oder mehr Titel hintereinander gefeiert. Vor Einführung der deutschen Eliteliga gelang dieses Kunststück zudem dem USC Heidelberg (1957-1962).

"Bamberg brennt" kündigten die Heimfans auf Plakaten in einer stimmungsvollen Choreographie mit rot-weißen Fahnen und Wunderkerzen vor dem ersten Sprungball an. Doch zunächst liefen vor allem die Gäste heiß. Obwohl Coach Machowski wie schon im ersten Spiel auf den angeschlagenen Flügelspieler Rickey Paulding (Wadenverletzung) verzichten musste, kam Oldenburg in der Anfangsphase immer wieder zu leichten Korblegern.

In einer intensiven und teilweise hitzigen Partie zeigten beide Mannschaften harte Abwehraktionen. Wie Brose-Aufbauspieler John Goldsberry bekam auch Oldenburgs Julius Jenkins zwei frühe Foulpfiffe gegen sich, so dass Machowski ihn länger als gewohnt auf die Bank setzte. Im Duell der Topstars konnte allerdings auch Anton Gavel auf Bamberger Seite über weite Strecken nicht überzeugen. Stattdessen brillierte Alex Renfroe und hielt Bamberg trotz eines zweistelligen Punkterückstands im Spiel. Es entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch mit spektakulären Szenen wie einem krachenden Dunking von Chris Kramer kurz vor Ende des dritten Viertels.

Oldenburgs Center Chubb ließ die Gästefans kurz vor Schluss der regulären Spielzeit an den ersten Erfolg in dieser Finalserie glauben, doch nach einem verworfenen Dreier von Casey Jacobsen war Zirbes zur Stelle. In der Verlängerung blieben die Brose Baskets nervenstark, mit dem Fehlwurf von Joyce 15 Sekunden vor Schluss begann die Bamberger Meisterfeier dann endgültig.

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