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Basketball-EM 2013: Deutschland muss Stimmungsdämpfer hinnehmen

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Basketball-EM 2013  

Stimmungsdämpfer für DBB-Team: Niederlage gegen Belgien

06.09.2013, 08:22 Uhr | dpa

Basketball-EM 2013: Deutschland muss Stimmungsdämpfer hinnehmen. Die DBB-Spieler konnten gegen Belgien nicht gewinnen.

Die DBB-Spieler konnten gegen Belgien nicht gewinnen. (Quelle: dpa)

Ljubljana (dpa) - Ernüchtert wischte sich Robin Benzing den Schweiß von der Stirn und blickte konsterniert ins Leere. Nach ihrem sensationellen Auftaktcoup mussten die deutschen Basketballer bei der EM 2013 durch Nervenflattern im Verlängerungskrimi gegen Belgien den ersten Stimmungsdämpfer hinnehmen.

"Am Ende hatten wir noch unsere Chancen, aber so kann man vorher nicht agieren", klagte Benzing, der bei der 73:77 (63:63, 26:35)-Niederlage mit 24 Punkten bester Werfer war. "Wenn man immer einem Rückstand hinterherläuft, ist es schwer zu gewinnen."

Das junge Team von Bundestrainer Frank Menz konnte zu keiner Zeit an die Glanzleistung gegen Frankreich anknüpfen. In der Verlängerung vergaben zudem Heiko Schaffartzik und Tibor Pleiß Sekunden vor dem Schluss den Ausgleich. "Wir sind alle sehr enttäuscht. Das müssen wir schnell verarbeiten. Der Start vom Spiel hat uns das Genick gebrochen", sagte Schaffartzik und Niels Giffey ergänzte: "Das ist ein bisschen ernüchternd, gibt uns aber vielleicht einen Reality-Check."

Zwar kämpften sich die deutschen Korbjäger nach einem 15-Punkte-Rückstand zwischenzeitlich heran, verpassten jedoch den erhofften großen Schritt Richtung Zwischenrunde. Angeführt von Jonathan Tabu und Sacha Massot mit jeweils 15 Zählern beendeten die Belgier ihre Serie von zuvor zehn Niederlagen im Nachbarschaftsduell seit 1982.

Am Freitag will die deutsche Auswahl im Duell mit der ungeschlagenen Ukraine, die Israel 74:67 bezwang, die Ausgangsposition im Kampf um den Einzug in die nächste Runde wieder verbessern. Mit 88:65 sicherte sich Frankreich einen Pflichterfolg über Großbritannien und zog nach Siegen mit Deutschland, Belgien und den Briten gleich. Die besten drei Teams erreichen die Zwischenrunde.

"Wir müssen natürlich auf dem Teppich bleiben und nicht anfangen, zu träumen", hatte Menz angesichts des 80:74 über Frankreich vor der Partie von seiner Auswahl gefordert. Doch obwohl Youngster Giffey wie am Vortag für die ersten deutschen Punkte sorgte, schien die neue Favoritenrolle 19 Stunden nach der faustdicken Überraschung zunächst zu hemmen. Belgiens Flügelspieler Sacha Massot räumte vor 1460 Zuschauern Tibor Pleiß und Lucca Staiger in der Anfangsphase per Block ab, vollendete vorne mehrfach unbedrängt per Dunking.

Schon nach vier Minuten nahm Menz beim Stand von 4:8 die erste Auszeit. "Schön entspannt bleiben" - Benzing und Co. nahmen sich den Rat ihres Coaches für kurze Zeit zu Herzen. Doch nach dem 16:14 zum Ende des ersten Viertels gingen Konstanz und Konzentration völlig verloren. Während die Belgier immer wieder zu einfachen Punkten kamen, suchten die deutschen Schützen vergeblich ihr Wurfhändchen. Hatten gegen Frankreich noch 60 Prozent der Dreierversuche ihr Ziel gefunden, verfehlte Staiger aus der Distanz sogar komplett den Ring.

18 Punkte in Serie gelangen den Belgiern, erst Schaffartzik beendete nach mehr als sieben Minuten die Durststrecke. Im Anschluss an das 20:35 verkürzten der Mannschaftsführer und Giffey den Rückstand zur Halbzeit mit zwei getroffenen Dreiern zumindest noch auf neun Zähler.

Auch wenn es holprig weiterging, zeigte das Team Charakter. Vor allem defensiv gingen Schaffartzik und Co. bissiger zu Werke, in den ersten acht Minuten nach der Pause glückten den Belgiern nur sechs Punkte. In einer zerfahrenen Partie fanden aber auch die DBB- Korbjäger keine Linie, so dass sie zum Start des Schlussabschnitts immer noch einem Sieben-Punkte-Rückstand hinterherliefen.

Vor allem an der Freiwurflinie kämpfte sich die deutsche Mannschaft in einer packenden Schlussphase aber Stück für Stück heran. Beim Stand von 63:63 verfehlte Belgiens Guy Moya mit der Schlusssirene zum Ende der regulären Spielzeit noch den Sieg. In der Overtime verwarf zuerst Schaffartzik von der Freiwurflinie, anschließend vergab Pleiß per Korbleger ebenfalls den Ausgleich.

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