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Basketball-EM 2013: Deutschland scheidet gegen Großbritannien aus dem Turnier aus

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Turnier-Aus  

Chance verspielt: junges DBB-Team scheidet aus

08.09.2013, 16:30 Uhr | sid, dpa

Basketball-EM 2013: Deutschland scheidet gegen Großbritannien aus dem Turnier aus. Deutschlands Top-Scorer Tibor Pleiß kann die Niederlage gegen die Briten nicht verhindern.  (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Deutschlands Top-Scorer Tibor Pleiß kann die Niederlage gegen die Briten nicht verhindern. (Quelle: GEPA Pictures/imago)

Die deutschen Basketballer sind erstmals seit 18 Jahren bei einer EM in der Vorrunde gescheitert. Im vierten Turnierspiel in Slowenien kassierte die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz beim 74:81 (38:42) gegen Großbritannien nach einer erneut enttäuschenden Vorstellung ihre dritte Niederlage und kann die zweite Gruppenphase nicht mehr erreichen. Damit ist gleichzeitig das Ticket für die WM 2014 in Spanien weg.

Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) war 1995 in Griechenland zuletzt mit nur einem Sieg nach der ersten Runde ausgeschieden. Die gleiche Bilanz droht auch diesmal. Gegen die Briten war in der Hala Tivoli von Ljubljana ein Sieg Voraussetzung, um zumindest die theoretische Chance auf das Weiterkommen zu wahren.

Schon Rückstand zur Pause

In der eigenen Hand hatte es das DBB-Team seit der Niederlage gegen die Ukraine am Freitag (83:88) ohnehin nicht mehr. Doch die nervliche Belastung war offenbar wie schon bei den vorherigen beiden Aufgaben zu groß. Die deutschen Korbjäger leisteten sich nach einer starken Anfangsphase zu viele Fehler und lagen zur Pause zurück. "Wir sind hinten, das ist nicht gut. Die treffen ihre offenen Würfe", sagte Forward Alex King.

Dritter Krimi in Folge geht verloren

Die Pause kam zur rechten Zeit, die DBB-Korbjäger konnten sich neu sortieren. Doch es half nichts. Wie gegen Belgien (73:77 n.V.) und die Ukraine blieb das Spiel bis zur Schlussphase spannend. Doch die deutsche Mannschaft, in der Spanien-Legionär Tibor Pleiß mit 20 Punkten erfolgreichster Werfer war, verlor nach dem überraschenden Auftaktsieg gegen Titelkandidat Frankreich (80:74) den dritten Krimi in Folge. Als Großbritannien in der letzten Minute zum 78:71 traf, war die Entscheidung gefallen.

DBB-Team "eine Mannschaft für die Zukunft"

Menz hatte vor seiner ersten EM als Bundestrainer der A-Herren bewusst auf Zielvorgaben verzichtet und damit den Druck von der unerfahrenen Mannschaft genommen. Das frühe Aus ist dennoch eine Enttäuschung, denn gerade nach dem Sieg gegen Les Bleus zu EM-Beginn schien der Weg in Anbetracht der machbaren übrigen Gruppengegner geebnet. Am Ende steht eine vertane Chance.

Das ohne einen einzigen der fünf deutschen NBA-Profis angetretene Team hätte in der Zwischenrunde gegen drei weitere starke Gegner gespielt und zumindest noch etwas lernen können. "Letztendlich gilt es, eine Mannschaft für die Zukunft zu entwickeln", hatte Menz immer wieder betont.

Der 49-Jährige weiß, dass seine Schützlinge noch nicht mit der Spitze mithalten können. "Wir haben nicht so viele Spieler auf dem Top-Level", erklärte der Bundestrainer wieder und wieder. Das Ergebnis waren starke Schwankungen, viele schwache Phasen standen dem Erfolg im Weg. Menz war darauf vorbereitet: "Es ist normal, dass wir nicht 40 Minuten konstant spielen können."

Nowitzki: Sieg gegen Frankreich war kontrapoduktiv

Gegen die Franzosen gelang es. Mit Team-Basketball und sensationellen Wurfquoten wurde der haushohe Favorit in die Schranken verwiesen. Doch der Traumstart war keine Befreiung, sondern erwies sich als Belastung. "Es ging so gut los. Aber ich habe mir schon gedacht, dass es nach so einem Sieg sehr schwer wird für so eine junge Mannschaft", sagte Dirk Nowitzki am Rande seiner Ernennung zum Unicef-Botschafter. Der Superstar hatte die Probleme kommen sehen, Menz erging es nicht anders.

Es folgte das schwächste Turnierspiel gegen Belgien, danach die Niederlage im Schlüsselspiel gegen die Ukraine. Und auch gegen die Briten schöpfte das DBB-Team seine Möglichkeiten nicht aus. "Wir müssen alles tun, was in unseren Händen liegt", hatte Guard Lucca Staiger gesagt. Doch es blieb allein bei den guten Vorsätzen.

Nun hat das letzte Spiel am Montag (ab 17.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen Israel nur noch statistische Bedeutung. Die deutschen Korbjäger könnten die EM erstmals seit vier Jahren und zum dritten Mal seit der Wiedervereinigung wieder mit nur einem Sieg beenden. Auch 2009 in Polen war nur ein Erfolg gelungen, dies hatte bei 16 Teilnehmern aber dennoch zum Einzug in die Zwischenrunde gereicht.

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