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Jahresrückblick 2013: Das Jahr im deutschen Basketball

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So lief das Basketball-Jahr 2013  

Deutscher Basketball - trotz frühem EM-Aus auf dem richtigen Weg

26.12.2013, 08:31 Uhr | bw, t-online.de

Jahresrückblick 2013: Das Jahr im deutschen Basketball. Superstar Dirk Nowitzki (li.) versucht, Dennis Schröder am Wurf zu hindern.  (Quelle: dpa)

Superstar Dirk Nowitzki (li.) versucht, Dennis Schröder am Wurf zu hindern. (Quelle: dpa)

2013 neigt sich dem Ende entgegen. Damit ist auch ein turbulentes Sportjahr bald Geschichte. t-online.de blickt auf die Geschehnisse in den wichtigsten Sportarten zurück. Heute: Basketball. Trotz des bitteren Scheiterns bei der Europameisterschaft glaubt die Nationalmannschaft an eine rosige Zukunft - und an die Rückkehr von Dirk Nowitzki.

Am 8. September erlebte der deutsche Basketball eine seiner düstersten Stunden. Eine 74:81-Niederlage gegen zweitklassige Briten besiegelte das Aus der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Slowenien. Es war das erste Ausscheiden in einer EM-Vorrunde seit 18 Jahren. Das Turnier, das mit dem Sieg über den späteren Titelträger Frankreich so verheißungsvoll begonnen hatte, war für das junge deutsche Team schon beendet.

Bemerkenswert reagierten die Verantwortlichen in dieser schwierigen Stunde. Statt nun alles zu hinterfragen und einen Kurswechsel einzuleiten, sprach der DBB Bundestrainer Frank Menz das Vertrauen aus. "Ich habe die feste Überzeugung, dass wir bessere Zeiten erleben werden", prophezeite Verbands-Präsident Ingo Weiss.

Schröders Stern geht auf

Sehr schade für das Team war, dass es nicht auf Dennis Schröder zurückgreifen konnte. Der neue Stern am deutschen Basketball-Himmel wechselte im Sommer in die NBA und wollte sich voll und ganz auf seine neue Aufgabe bei den Atlanta Hawks konzentrieren. Auch Elias Harris und Tim Ohlbrecht weilten lieber bei ihren amerikanischen Arbeitgebern.

Für Schröder schien sich diese Entscheidung zunächst auszuzahlen. Der 20-Jährige erhielt regelmäßige Einsatzzeiten und überraschte so manchen Beobachter mit seiner Schnelligkeit und Übersicht. Mittlerweile ist der Ex-Braunschweiger wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Zum Jahresende kam er für einige Spiele nur noch bei Bakersfield Jam zum Einsatz, einer Art zweiter Mannschaft der Hawks.

Diese Maßnahme bedeutet einen Rückschlag für Schröder, der Spielmacher dürfte aber auch von der größeren Einsatzzeit und Verantwortung profitieren. Experten sind sich einig, dass er das Zeug zu einem veritablen NBA-Profi hat. Eine so herausragende Karriere wie die von Nowitzki, einem der 20 besten Basketballer in der Geschichte des Sports, darf aber niemand von ihm erwarten.

Rückschläge für Harris und Ohlbrecht

Bei Ohlbrecht und Harris ist nach einem guten Start ebenfalls Ernüchterung eingekehrt. Der 2,08-Meter-Riese wurde bei den Philadelphia 76ers entlassen. Der 25-jährige Ohlbrecht kehrte in die D-League, also die zweite Liga, zu den Rio Grande Valley Vipers zurück.

Harris entschied sich dagegen für eine Rückkehr nach Europa. Der 24-Jährige machte zwar einige Spiele für die Los Angeles Lakers, für ein längerfristiges Engagement reichte es nicht. Nun will er beim deutschen Serienmeister Brose Baskets Bamberg angreifen.

Bamberg wehrt alle Attacken ab

Apropos. In der deutschen Eliteliga blieb entgegen der Erwartungen Vieler alles beim Alten. Bamberg erwehrte sich des Angriffs des FC Bayern. In einem packenden Halbfinale schlugen die Brose Baskets die Emporkömmlinge aus München mit 3:2, Oldenburg wurde im Finale glatt mit 3:0 besiegt.

Der Euphorie beim FC Bayern tat die Niederlage freilich keinen Abbruch, sondern leitete direkt in einen erneuten Großangriff über. Vereinsboss Uli Hoeneß und Manager Marko Pesic lotsten gleich vier Profis von Altmeister ALBA Berlin an die Isar, darunter Nationalmannschafts-Kapitän Heiko Schaffartzik. Die Strategie scheint sich bisher bezahlt zu machen: Der FC Bayern steht zur Jahreswende an der Tabellenspitze.

Deutsche Klubs spielen nur die zweite Geige

International tut sich der deutsche Vereins-Basketball weiter schwer. In der Euroleague, dem Äquivalent zur Champions League im Fußball, erreichten in Bamberg und Berlin erstmals zwei Teams die Zwischenrunde. Dort waren sie allerdings chancenlos: Nur ALBA konnte zwei Siege einfahren, beide gegen Bamberg. Insgesamt ist die Lücke zu den europäischen Spitzenteams kleiner geworden, aber noch immer deutlich spürbar.

Der einzige Deutsche in einer solchen kontinentalen Spitzenmannschaft mausert sich derweil zum Leistungsträger, ohne dass in Deutschland groß davon Notiz genommen wird. Tibor Pleiß, ein 2,16-Meter-Brocken mit viel Gefühl in den Händen, gehört bei Laboral Kutxa in Nordspanien zum Stammpersonal und wurde zweimal in Folge zum Spieler der Woche der spanischen Liga gekürt. Wenn Pleiß so weiterspielt, wird sein Weg über kurz oder lang in die NBA führen.

Nowitzki wieder im Angriffsmodus

Dort erlebte Nowitzki ein Jahr mit gemischten Gefühlen. Der 35-Jährige freute sich über Nachwuchs, musste aber sportlich eine herbe Enttäuschung verkraften. Nach über einem Jahrzehnt verpasste er mit seinen Dallas Mavericks erstmals wieder die Playoffs.

Nun scheint Nowitzki aber seine Form und die Lust am Basketball wiedergefunden zu haben. Der Würzburger blüht im Spätherbst seiner Karriere nochmals auf und sprüht dabei vor Spielfreude.

Gut möglich, dass der beste deutsche Basketballer noch einmal das Trikot der Nationalmannschaft überstreift. Für die WM ist das DBB-Team nicht qualifiziert, hofft aber noch auf eine Wild Card. Im kommenden Jahr startet allerdings auch die Qualifikation für die EM, bei der die europäischen Teilnehmer für die Olympischen Spiele in Rio 2016 ermittelt werden. "Ich habe immer gesagt, dass Olympia noch einmal reizvoll sein könnte", sagte Nowitzki und ließ die Tür für seine Rückkehr offen.

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