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Patricks brisante Rückkehr nach Würzburg

12.12.2013, 12:09 Uhr | dpa

Patricks brisante Rückkehr nach Würzburg. Coach John Patrick spornt seine Spieler an.

Coach John Patrick spornt seine Spieler an. Foto: Stefan Puchner. (Quelle: dpa)

Ludwigsburg (dpa) - Aus Niederlagen nimmt man mehr mit als aus Siegen - dieses Sprichwort trifft auch auf John Patrick zu. Mit Ludwigsburg stieg der Coach in der vergangenen Saison aus der Basketball-Bundesliga ab, nachdem er das Team erst im Januar vom entlassenen Steven Key übernommen hatte.

Mit einer Mannschaft, die er nicht selbst zusammengestellt hatte, stemmte sich Patrick danach gegen den Abstieg, am Ende wurde dieser aber nur dank einer Wildcard verhindert - sportlich war der US-Amerikaner an der Mission Klassenverbleib gescheitert.

"Ich habe in diesem halben Jahr mehr gelernt als in meiner gesamten Trainerkarriere zuvor", sagte Patrick im Rückblick. "Ich habe zu spüren bekommen, wie wichtig Team-Chemie und Zusammenhalt sind und wie schwer es ist, Marotten aus einer Mannschaft zu entfernen, die sich festgesetzt haben."

Aus seinen Stationen zuvor kannte Patrick so etwas nicht. Die Teams in Göttingen und Würzburg hatte er stets selbst nach seinen eigenen Vorstellungen zusammengebaut. Und eine Spielweise entwickelt, mit der seine Mannschaften als Underdogs den Favoriten das Fürchten lehrten.

Als "Terror-Basketball" wird in der Szene das genannt, was Patrick spielen lässt. Das System basiert auf gnadenloser Verteidigung über das komplette Parkett, mit dem ein strukturierter Spielaufbau des Gegners unmöglich gemacht werden soll. "Full-Court-Basketball" nennt Patrick dies selbst, dabei setzt er überwiegend auf kleine Spieler.

"Sie zerstören ihre Gegner und bestimmen darüber den Rhythmus des Spiels", beschrieb ALBA-Coach Sasa Obradovic die Taktik seines Kollegens. Göttingen führte Patrick mit dieser Spielweise erst in die Bundesliga (2007), dann in die Playoffs und drei Jahre später sogar sensationell zum Sieg in der EuroChallenge. Auch deshalb wurde der heute 45-Jährige sowohl 2009 als 2010 zum Trainer des Jahres in der Bundesliga gewählt.

Sportlich ging es für den fünffachen Familienvater auch in Würzburg weiter bergauf. Die Baskets schafften 2012 auf Anhieb den Sprung in die Playoffs, wo im Viertelfinale sogar ALBA Berlin ausgeschaltet wurde. Erst im Halbfinale gegen Ulm endete der Höhenflug. Wie eine Bombe schlug daher wenig später die Entlassung Patricks ein. Das Verhältnis des Trainers zur Mannschaft sei zerrüttet gewesen, hieß es damals im Umfeld der Franken.

Für Patrick war die Trennung ein Tiefschlag, bis heute hat er keine Erklärung dafür. "Das ist für mich immer noch ein Mysterium", sagte der frühere Point Guard. "Es gab ein paar Leute, die gegen mich waren. Aber die sind inzwischen auch nicht mehr da", sagte Patrick mit Blick auf seinen damaligen Co-Trainer Marcel Schröder, der ihm nachfolgte, inzwischen aber ebenfalls gefeuert wurde.

Patricks Rückkehr an die alte Wirkungsstätte ist daher nicht ohne Brisanz. Die Würzburger stecken sportlich und wirtschaftlich in der schwersten Krise seit dem Aufstieg, die Ludwigsburger schnuppern dagegen an den Playoff-Plätzen. Ein Sieg würde sie diesem Ziel näher bringen und für Patrick auch eine gewisse Genugtuung sein.

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