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Pesic mosert trotz 2:0-Führung - Auch ALBA sauer

29.05.2014, 14:07 Uhr | dpa

Pesic mosert trotz 2:0-Führung - Auch ALBA sauer. Bayern Trainer Svetislav Pesic schimpfte trotz des Auswärtssieges.

Bayern Trainer Svetislav Pesic schimpfte trotz des Auswärtssieges. Foto: Carmen Jaspersen. (Quelle: dpa)

Oldenburg (dpa) - In Jubelstürme brach Trainer Svetislav Pesic nach dem Sieg beim Angstgegner von Bayern Münchens Basketballern nicht aus. Im Gegenteil.

Unmittelbar nach dem knappen 74:72-Erfolg bei den EWE Baskets Oldenburg, der seinem Team die 2:0-Führung im Playoff-Halbfinale bescherte, schimpfte Pesic richtig los. "Wir sind fast das gesamte Spiel einem Rückstand hinterher gelaufen", polterte der Bayern-Coach. "18 Punkte in den ersten vier Minuten - Oldenburg hat uns am Anfang gehörig in Schwierigkeiten gebracht. Da waren wir sehr schlecht."

Am Ende gingen die Münchner erstmals seit dem Aufstieg als Sieger vom Oldenburger Parkett und können am Samstag (17.45 Uhr) die Serie beenden. Das lag vor allem an John Bryant (15 Punkte) und dem im letzten Viertel wie aufgedreht spielenden Malcolm Delaney, der elf seiner 16 Zähler im Schlussabschnitt erzielte. "Delaney konnten wir überhaupt nicht mehr stoppen, er war am Ende überragend", erklärte Oldenburgs Trainer Sebastian Machowski.

Von Pesic bekam aber auch der US-Amerikaner sein Fett weg. "Natürlich war er sehr gut in der zweiten Halbzeit. Aber er hat nie seinen sonstigen Rhythmus gefunden", sagte der 64 Jahre alte Pesic: "Er ist sehr intelligent, aber er muss seine Emotionen besser kontrollieren, dann kann er ein guter Spieler werden. Ob er nun All-Star oder MVP ist, zählt bei mir überhaupt nicht."

Während die Bayern trotz der bevorstehenden ersten Finalteilnahme überhaupt mit sich selbst hart ins Gericht gingen, ärgerte sich ALBA Berlin über die Schiedsrichter bei der 84:91-Niederlage bei den Artland Dragons in Quakenbrück. "Wir haben Jungs in der Kabine sitzen, die denken, man hätte ihnen dieses Spiel geklaut", sagte der sichtlich genervte Berliner Sportdirektor Mithat Demirel nach dem 1:1-Ausgleich in der Best-of-Five-Serie.

ALBA monierte vor allem die vermeintlich ungleiche Gewichtung der Unparteiischen bei den Fouls. 41 Freiwürfe bekamen die Dragons zugesprochen, die Berliner lediglich 20. "Mit so einem Foul- und Freiwurf-Verhältnis kann man nur sehr schwer gewinnen", sagte Demirel. "Wir sagen schon die ganze Saison nichts zu den Schiedsrichtern. Wer das Spiel im Fernsehen gesehen hat, kann sich ja ein eigenes Bild machen."

Dennoch müssen sich der achtfache deutsche Meister an die eigene Nase fassen. Die Berliner gaben die schon fast sicher gewonnene Partie noch leichtfertig aus der Hand. So steigt der Druck auf die Hauptstädter vor Spiel drei am Sonntag (18.35 Uhr) wieder an. "Wir müssen dieses Spiel so schnell wie möglich vergessen und uns auf die Partie am Sonntag konzentrieren", meinte ALBA-Coach Sasa Obradovic.

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