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Ex-Microsoft-Chef Ballmer will Los Angeles Clippers kaufen

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Für zwei Milliarden Dollar  

Ex-Microsoft-Chef Ballmer will Los Angeles Clippers kaufen

30.05.2014, 20:34 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Ex-Microsoft-Chef Ballmer will Los Angeles Clippers kaufen. Ex-Microsoft-Boss Steve Ballmer steht kurz vor dem Kauf der Los Angeles Clippers. (Quelle: Reuters)

Ex-Microsoft-Boss Steve Ballmer steht kurz vor dem Kauf der Los Angeles Clippers. (Quelle: Reuters)

Der frühere Microsoft-Chef Steve Ballmer soll neuer Besitzer des amerikanischen Basketball-Teams Los Angeles Clippers werden. Auf die Rekordsumme von zwei Milliarden US-Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) hat sich Shelly Sterling mit dem 58-Jährigen geeinigt.

Ihr Ehemann Donald Sterling muss dem Deal allerdings noch zustimmen. Der 50-Prozent-Anteilseigner ist wegen des Rassismus-Skandals in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA lebenslang gesperrt worden.

Anwalt: "Sterling verkauft das Team nicht"

Ballmer werde "ein wunderbarer Besitzer" sein, teilte Shelly Sterling mit. Sie betonte, die Verhandlungen und die Vereinbarung mit der Befugnis des "The Sterling Family Trust" geführt zu haben. Hingegen teilte der Anwalt ihres getrennt lebenden Gatten, Bobby Samini, mit: "Sterling verkauft das Team nicht. Das ist seine Position."

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Die NBA teilte mit, dass das zuständige Liga-Komitee die Entwicklungen in einer Telefonkonferenz diskutiert habe. Man erwarte nun die notwendigen Unterlagen von Shelly Sterling. Es bleibe vorerst bei einem geplanten Treffen der NBA-Besitzer am 3. Juni.

Auch Ex-Spieler Grant Hill hatte Kaufinteresse

Zuvor hatten amerikanische Medien den Kauf bereits als fix vermeldet. "Es ist ein großer Sieg für L.A. und alle Menschen in der Stadt, dass Steve Ballmer Besitzer der Clippers wird", schrieb Magic Johnson, Legende des Lokalrivalen Los Angeles Lakers, bei Twitter.

Neben Ballmer hatten nach Informationen des TV-Senders ESPN auch Medienmogul David Geffen (Angebot: 1,6 Milliarden) sowie die Investoren Tony Ressler and Steve Karsh (1,2) ihren Hut in den Ring geworfen. Auch der ehemalige NBA-Profi Grant Hill (1,2) und eine Gruppe um die US-Talk-Ikone Oprah Winfrey gehörten zu den Interessenten.

Telefonat brachte Sterling in Bedrängnis

Ballmer, von 2000 bis 2014 Microsoft-Chef, hat bei weitem die bisherige Rekordsumme für ein NBA-Team überboten. Die Milwaukee Bucks waren Anfang des Jahres für 550 Millionen Dollar verkauft worden. Der nach Forbes-Angaben mehr als 20 Milliarden Dollar schwere Ballmer hatte vor rund einem Jahr bereits versucht, die Sacramento Kings zu kaufen und nach Seattle umzusiedeln.

In einem heimlich aufgezeichneten Telefongespräch mit einer Bekannten hatte Donald Sterling herabwürdigend über Schwarze gesprochen. Dieses Gespräch war durch ein Promi-Portal an die Öffentlichkeit gelangt. Sterling war daraufhin von NBA-Commissioner Adam Silver lebenslang gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt worden. Sterling hatte die Clippers 1981 für 12,5 Millionen Dollar gekauft, der aktuelle Wert wurde zuletzt auf "nur" 550 Millionen Dollar (404 Millionen Euro) geschätzt.

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