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Sterling verklagt NBA nach Rassismus-Skandal, Ballmer kauft Clippers

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Grünes Licht für Clippers-Verkauf  

Sterling verklagt die NBA und will Millionen

31.05.2014, 09:04 Uhr | AP, sid

Sterling verklagt NBA nach Rassismus-Skandal, Ballmer kauft Clippers. Fingerzeig: Nach dem Rassismus-Skandal geht Donald Sterling in die Offensive und verklagt die NBA. (Quelle: dpa)

Fingerzeig: Nach dem Rassismus-Skandal geht Donald Sterling in die Offensive und verklagt die NBA. (Quelle: dpa)

Im Zuge des Rassismus-Skandals hat der Besitzer der Basketball-Mannschaft Los Angeles Clippers, Donald Sterling, den Ligaverband NBA auf Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar (730 Millionen Euro) verklagt. Die Klage wurde bei einem Bezirksgericht in Los Angeles eingereicht. Sterling beschuldigt die Liga, seine Grundrechte verletzt zu haben, indem sie sich auf illegal erlangte Informationen gestützt habe. Zudem wirft er der NBA Vertragsbruch vor sowie einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.

Sterling hatte sich in einem Telefonat mit seiner Freundin rassistisch über Schwarze geäußert. Eine Aufnahme des Gesprächs gelangte an die Öffentlichkeit und löste riesigen Wirbel aus. Die NBA belegte Sterling mit einer Geldstrafe in Höhe von 2,5 Millionen Dollar und einer lebenslangen Sperre. Zudem wurde er gedrängt, seine Anteile am Team zu verkaufen, was er nun erfolgreich tat. Denn wie die NBA bekannt gab, hat die Besitzerfamilie Sterling eine Einigung erzielt.

Weg frei für Steve Ballmer

Demnach wird der ehemalige Microsoft-Chef Steve Ballmer das Team für die NBA-Rekordsumme von zwei Milliarden Dollar (rund 1,47 Milliarden Euro) kaufen. Die NBA verzichtet dafür als eine Voraussetzung der Abmachung darauf, den wegen seiner Rassismus-Aussagen in Ungnade gefallenen Sterling zum Verkauf zu zwingen. Im Gegenzug verpflichtet sich Sterlings Ehefrau Shelly, die NBA nicht zu verklagen und sie vor weiteren Klagen ihres von ihr getrennt lebenden Ehemanns zu schützen. Sterling hatte das Team seiner Frau übertragen.

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Neben Ballmer hatten nach Informationen des TV-Senders ESPN auch Medienmogul David Geffen (Angebot: 1,6 Milliarden Dollar) sowie die Investoren Tony Ressler und Steve Karsh (1,2) ihren Hut in den Ring geworfen. Auch der ehemalige NBA-Profi Grant Hill (1,2) und eine Gruppe um die US-Talk-Ikone Oprah Winfrey gehörten offenbar zu den Interessenten.

1981 für 12,5 Millionen Dollar gekauft

Ballmer, von 2000 bis 2014 als Nachfolger von Bill Gates Microsoft-Chef, hat bei weitem die bisherige Rekordsumme überboten. Die Milwaukee Bucks waren Anfang des Jahres für 550Millionen Dollar verkauft worden. Der nach Forbes-Angaben mehr als 20 Milliarden Dollar schwere Unternehmer hatte vor rund einem Jahr bereits versucht, die Sacramento Kings zu kaufen und nach Seattle umzusiedeln.

Donald Sterling hatte die Clippers 1981 für 12,5 Millionen Dollar gekauft, der aktuelle Wert wurde zuletzt auf 550 Millionen Dollar (403 Millionen Euro) geschätzt.

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