Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Basketball >

BBL: FC Bayern steht vor der Meisterschaft

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sieg im dritten Spiel  

FC Bayern steht vor der Meisterschaft

15.06.2014, 21:46 Uhr | dpa

BBL: FC Bayern steht vor der Meisterschaft. David Logan (re.) und Malcolm Delaney (Quelle: dpa)

Zu selten konnten sich die Berliner um David Logan (re.) gegen den FC Bayern (links Malcolm Delaney) durchsetzen. (Quelle: dpa)

Für das sprichwörtliche Sahnehäubchen eines famosen Basketball-Abends hatte eigentlich Robin Benzing viereinhalb Minuten vor Schluss gesorgt. Mit einem krachenden Dunk ließ der Mann vom FC Bayern München die Zuschauer des dritten Final-Spiels um die Meisterschaft ausflippen. Wild brüllend sprang der Nationalspieler an den Tribünen vorbei und schlug sich auf die Brust. Kurz darauf stand der 92:86 (39:48)-Comeback-Sieg der Bayern gegen ALBA Berlin fest, der der Truppe von Coach Svetislav Pesic nun zwei Chancen zum ersten Titel in der Bundesliga bescherte.

Mit dem atemberaubenden Spiel auf dem Court und der 2:1-Führung in der Best-of-Five-Finalserie hielt sich der Trainer dann aber auf der Pressekonferenz nicht lang auf. In einer Schimpftirade gingen der Serbe und sein Sohn Marko - Sportdirektor bei den Bayern - auf ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi los. Dieser fahre seit langem eine Kampagne gegen die Münchner, missbrauche seine Stellung im Präsidium der Bundesliga und beschädige den guten Ruf des Vereins ALBA Berlin.

Marko Pesic sprach von Attacken "unter der Gürtellinie" und bezog sich dabei vor allem auf die Vorwürfe nach dem ersten Finale dieser Playoff-Serie. Baldi hatte den Bayern-Profis um Topscorer Malcolm Delaney Schauspielerei und sogenanntes Flopping - ähnlich der Schwalbe im Fußball - unterstellt. Der Berliner Funktionär war für eine Reaktion zunächst nicht zu erreichen.

Pesic wirft Baldi Undankbarkeit vor

ALBA sei dank Pesic und dessen jetzigem Assistenten Emir Mutapcic ein großer Verein geworden - beide hatten ALBA zwischen 1996 und 2003 zu sieben Meistertiteln geführt. Damals war Pesic noch im selben Verein wie Baldi, dem er nun Undankbarkeit vorwarf. Baldi beiße in die Hand, die ihn gefüttert habe, zitierte Pesic auf Serbisch ein Sprichwort.

Vor der denkwürdigen Pressekonferenz hatten schon Pesics Schützlinge eine famose Vorstellung gezeigt und in einem Basketball-Thriller die Nerven behalten. Am Mittwoch in Berlin oder in einem Showdown vier Tage später wieder daheim können die Münchner nun den ersten Gewinn des Bundesliga-Pokals nach 59 Jahren Durststrecke perfekt machen.

Angeführt vom einmal mehr überragenden Delaney und dessen 26 Punkten nutzten die Münchner vor 6700 Zuschauern den Heimvorteil - und das auch ohne Schiedsrichter-Debatte wie noch eine Woche zuvor im ersten Aufeinandertreffen. Die Berliner, bei denen Clifford Hammonds 15 Zähler beisteuerte, sind nun zu zwei Siegen in zwei Spielen verdammt.

Obradovic als fairer Verlierer

"Bayern war stärker und cleverer", fand Berlins Coach Sasa Obradovic nachdenklich, "der Sieg war verdient. Das war ein sehr gutes Finale, eine gute Werbung für das Basketball."

Im ausverkauften Audi Dome bot sich den Fans ein hoch emotionales und enges Match. Weil die Hausherren zu Beginn überraschende Schwächen im Abschluss zeigten, lag ALBA zur Halbzeit mit neun Punkten in Front. An der Defensive hatte der Hauptrundenprimus aus Bayern arbeiten wollen. «Wir müssen einfach wieder besser auf den Ball aufpassen und besser verteidigen», hatte John Bryant gefordert. Das gelang erst nach der Pause unter dem frenetischen Beifall der Zuschauer besser. Die Aufholjagd verdankten die Münchner vor allem ihrer Stärke beim Rebound und den schwach werfenden Albatrossen.

Hamann lässt sich feiern

Die Partie wurde immer hitziger, die Mannschaften begegneten sich zusehends mit dem sprichwörtlich offenen Visier. Mit zwei umstrittenen Foul-Entscheidungen gegen Delaney, der noch vor dem ersten Sprungball als «Wertvollster Spieler» der BBL-Hauptrunde ausgezeichnet worden war, und dem früheren Berliner Bryce Taylor brachten die Schiedsrichter die Halle gegen sich auf.

Cool blieben in der Phase die Münchner und schafften zum Ende des dritten Abschnitts den 66:66-Ausgleich. ALBA war geknickt, die Pesic-Mannen zogen davon und ließen sich nicht mehr stoppen. Kapitän Steffen Hamann ließ sich nach der Schlusssirene wild hüpfend von den Fans feiern - nach einer Party war Pesic dagegen nicht zumute. Dessen großer Auftritt folgte dann erst auf der Pressekonferenz.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Foto-Show
Die besten NBA-Spieler aller Zeiten
Basketball - Ergebnisse
Basketball 
Das sind die wichtigsten Basketball-Fachbegriffe

Center? Point Guard? MVP? Diese Bezeichnungen sollte man kennen. mehr

Basketball 
Dirk Nowitzki: Das "German Wunderkind"

Die beeindruckende Karriere des Würzburger NBA-Stars: Ein langer Weg nach ganz oben. mehr

Basketball 
Deutsche Spieler in der amerikanischen NBA

"Det the Threat", "German Wunderkind" & Co. schafften es in die beste Basketball-Liga. mehr

Basketball 
Die größten Legenden der NBA-Geschichte

Diese Spieler waren mit dem orangefarbenen Leder herausragend. mehr

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal