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NBA-Champion San Antonio Spurs verliert gegen ALBA Berlin

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Showduell mit San Antonio  

ALBA Berlin schlägt den NBA-Champion

09.10.2014, 11:17 Uhr | dpa

NBA-Champion San Antonio Spurs verliert gegen ALBA Berlin. San Antonios Superstar Tim Duncan behauptet sich gegen die ALBA-Spieler Alex Renfroe (li.) und Leon Radosevic. (Quelle: AP/dpa)

San Antonios Superstar Tim Duncan behauptet sich gegen die ALBA-Spieler Alex Renfroe (li.) und Leon Radosevic. (Quelle: AP/dpa)

ALBA Berlin hat im Testduell mit den San Antonio Spurs mit der Schlusssirene eine große Überraschung geschafft. Der Basketball-Bundesligist bezwang den fünfmaligen und auch aktuellen Champion der NBA mit 94:93 (47:54).

Jamel McLean sorgte durch seinen Treffer mit der Schlusssirene für riesigen Jubel in der ausverkauften O2 World. "Ich wusste gar nicht, was ich danach machen sollte", berichtete der US-Profi in Diensten der Berliner. "Ein unglaubliches Gefühl."

Erst keine Mittel gegen die Superstars

Das Team von Trainer Sasa Obradovic zeigte sich dem Starensemble um den überragenden Tony Parker ebenbürtig und konnte zwei Jahre nach der Niederlage gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks den ersten deutschen Sieg über eine NBA-Mannschaft feiern. Frankreichs Europameister Parker brillierte mit 28 Punkten, bei den Berlinern kam McLean auf 18 Zähler. "ALBA hat uns in den Hintern getreten, sie verdienen es, zu gewinnen", sagte Spurs-Coach Gregg Popovich anerkennend.

Zunächst sah es nicht danach aus: Nach der 3:0-Führung musste ALBA zehn Punkte in Serie hinnehmen, lag im ersten Abschnitt schon mit 16 Zählern zurück. Die Spurs-Startformation aus dem Meisterschaftsfinale gegen die Miami Heat wirbelte die Berliner Defensive durcheinander, vor allem gegen den schnellen ersten Schritt von Parker fand der Hauptstadtklub zunächst überhaupt kein Mittel. Immer wieder schloss der französische Aufbauspieler entweder per Korbleger ab oder durfte nach Fouls an die Freiwurflinie.

Spurs mit einigen Flüchtigkeitsfehlern

Erst als Coach Gregg Popovich den Stars um Parker, Tim Duncan und Kawhi Leonard eine erste Pause gönnte, kam ALBA immer besser ins Spiel. Mit dem starken Spielmacher Alex Renfroe verkürzte Berlin den Rückstand und ging fünf Minuten vor der Pause durch einen Dreier von Reggie Redding sogar mit 42:41 in Führung. Obradovic gönnte auch seinem Toptalent Moritz Wagner Einsatzzeit - der 17-Jährige wurde nach wenigen Sekunden per Monsterblock von Danny Green abgeräumt.

Insgesamt erlebten die Zuschauer - darunter Popstar Lady Gaga auf der Ehrentribüne - jedoch nicht allzu viele spektakuläre Flugeinlagen. Stattdessen setzten die Spurs auf ihren bewährten Teambasketball, in den sich beim ersten Vorbereitungsspiel jedoch noch einige Flüchtigkeitsfehler einschlichen.

Die NBA geht lieber nach London als nach Berlin

ALBA hatte seine starke Frühform hingegen schon im Champions Cup gegen den FC Bayern sowie den ersten beiden Saisonsiegen unter Beweis gestellt und hielt auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gut mit. Besonders McLean drehte auf und sorgte immer wieder für Glanzpunkte. Wie ernst die Spurs den Auftritt nahmen, zeigte Popovich, der in der Schlussphase unzufrieden die Unparteiischen anbrüllte und Parker sowie Duncan mehr als 30 Minuten einsetzte. Das packende Ende sorgte für Playoff-Atmosphäre - und McLean für einen kollektiven Freudenschrei.

Auf ein baldiges NBA-Saisonspiel dürfen die Berliner Fans jedoch nicht hoffen. "Es gibt derzeit keine konkreten Pläne", sagte der neue Liga-Commissioner Adam Silver. Im Januar kehrt die Liga für ein Pflichtspiel zwischen den New York Knicks und den Milwaukee Bucks nach London zurück.

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