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College Basketball: "Final Four" lässt die Amerikaner ausflippen

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College Basketball  

"Final Four" lässt die Amerikaner ausflippen

01.04.2015, 17:43 Uhr | sid

College Basketball: "Final Four" lässt die Amerikaner ausflippen. Gavin Schilling (grünes Trikot) würde nur allzu gerne mit seinen Michigan State Spartans das "Final Four" der College-Basketballer gewinnen. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Gavin Schilling (grünes Trikot) würde nur allzu gerne mit seinen Michigan State Spartans das "Final Four" der College-Basketballer gewinnen. (Quelle: ZUMA Press/imago)

Präsident Barack Obama sitzt wie Millionen vor dem Fernseher, 70.000 Fans fluten das Stadion, und eine ganze Nation flippt regelrecht aus: Das Final-Turnier der besten College-Basketballer des Landes zieht die USA in den Bann, auf den Sportseiten der Zeitungen werden Nachrichten aus den Profiligen NBA, NHL oder MLB in den Hintergrund gerückt.

"Jedes Jahr spielt sich der ganz normale Wahnsinn ab. Hier lässt sich schon sehen, wer später mal ein Großer werden kann", sagt Basketball-Legende Larry Bird. Er hat sich genau wie Magic Johnson oder Michael Jordan bei der "March Madness", dem Turnier der 68 besten College-Teams, erstmals einem ganz großen Publikum präsentiert.

Kentucky ist Favorit

Nun sind noch vier Teams übriggeblieben. Und wenn bis zum Ostermontag im Lucas Oil Stadium, der Heimstätte des NFL-Football-Teams Indianapolis Colts, vor rund 70.000 Zuschauern im "Final Four" der neue Champion gekürt wird, ist in Gavin Schilling auch wieder ein Deutscher dabei. Der 19 Jahre alte Junioren-Nationalspieler trifft im Halbfinale am Ostersamstag mit den Michigan State Spartans auf die Duke Blue Devils.

Allerdings darf sich Schilling wenig Hoffnung machen, die abgeschnittenen Netze der Körbe als traditionelle Trophäe mit nach Hause zu bringen. Unter Fans und Experten gelten die in der regulären Saison ungeschlagenen Kentucky Wildcats, die in der Vorschlussrunde gegen Wisconsin spielen, als Favoriten.

Aber "bei der March Madness ist alles möglich", sagen die Amerikaner. Schließlich gibt es nur ein einziges K.o.-Spiel. Schilling freut sich einfach nur, bei dem Spektakel mitzumischen. "Wow. Surreal", twitterte er nach dem 76:70-Sieg nach Verlängerung gegen Louisville und dem damit verbundenen Einzug in die Endrunde.

Auch Obama tippt mit

Das Finale der Basketball-College-Liga NCAA ist in den USA nicht einfach irgend ein Sportevent. Immer dann, wenn die Football-Saison in der NFL vorbei ist, die Baseball-Saison in der MLB noch nicht begonnen hat und die NBA-Basketballer sowie NHL-Eishockeyprofis kurz vor den Playoffs stehen, dominieren die noch namenlosen Basketball-Talente die US-Sportwelt.

Schon das Ausfüllen des Turnierbaums, der sogenannten Bracket, wird geradezu zelebriert. Auch Obama beteiligte sich an dem feierlichen Ritual - wie rund 70 Millionen Amerikaner. Der basketballbegeisterte Präsident tippte auch auf Kentucky, aber sein vermuteter Finalgegner Villanova ist längst ausgeschieden. Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit, den Bracket richtig durchzutippen, bei 1 zu 9.223.372.036.854.775.808.

Mittlerweile ein Milliarden-Geschäft

Seit 1939 gibt es die College-Meisterschaft, sie hat sich den vergangenen Jahrzehnten immer mehr zu einem Milliarden-Geschäft entwickelt. Jedes Spiel wird live übertragen, im Vorjahr sollen die TV-Werbeeinnahmen über einer Milliarde Dollar gelegen haben, Tickets für das Finale am Ostermontag kosten bis zu 8000 Dollar (etwa 7400 Euro).

"Das ist in jeder Hinsicht der teuerste Final-Four-Markt der vergangenen Jahre", sagt ein Tickethändler. Der ganz normale Wahnsinn eben.

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