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Basketball: Bamberg entthront ALBA im Pokal - Wanamaker überragend

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Basketball - Pokal  

Bamberg entthront ALBA und trifft auf Oldenburg

11.04.2015, 22:16 Uhr | dpa

Basketball: Bamberg entthront ALBA im Pokal - Wanamaker überragend. US-Aufbauspieler Bradley Wanamaker (li.) war mit 22 Punkten überragender Bamberger. (Quelle: dpa)

US-Aufbauspieler Bradley Wanamaker (li.) war mit 22 Punkten überragender Bamberger. (Quelle: dpa)

Die Brose Baskets haben den müden Titelverteidiger ALBA Berlin entthront und fordern im Pokal-Endspiel Gastgeber EWE Baskets Oldenburg heraus. Schon Minuten vor der Schlusssirene stimmten die Bamberger Fans beim unerwartet deutlichen Vorschlussrunden-Sieg über den Erzrivalen die ersten "Finale"-Gesänge an. Mit 86:65 (44:30) verhinderten die überlegenen Basketballer aus Franken am Samstag frühzeitig den Cup-Hattrick der Berliner, die noch deutlich vom Euroleague-Aus am Donnerstag gezeichnet waren. Im zweiten Halbfinale zog Oldenburg durch das 77:71 (35:43) über die Telekom Baskets Bonn in sein erstes Pokal-Finale ein.

"Wir haben es ausgenutzt, dass ALBA zwei Tage zuvor ein schweres Spiel hatte", sagte Bambergs Coach Andrea Trinchieri mit Blick auf das harte Programm der Berliner. Auch Nationalspieler Elias Harris zollte dem unterlegenen Gegner Respekt für "eine harte Schlacht".

Am Sonntag hofft das Team von Trinchieri auf den vierten Triumph im BBL-Pokal. Bester Werfer der Franken war der überragende US-Aufbauspieler Bradley Wanamaker mit 22 Punkten.

Zwei Tage nach der kräftezehrenden Niederlage gegen Maccabi Tel Aviv war dem Pokalsieger der vergangenen beiden Jahre aus Berlin die Müdigkeit deutlich anzumerken. "Bamberg hatte es mehr verdient, wir waren körperlich und mental leer", sagte Trainer Sasa Obradovic. "Wenn wir sie in der Zukunft treffen, wird es ein ganz anderes Spiel. Das verspreche ich."

Wie schon gegen Tel Aviv kam ALBA zunächst mit der physischen Spielweise des Kontrahenten nicht zurecht und zeigte ungewohnte defensive Nachlässigkeiten. Vor allem den quirligen Wanamaker bekam die Mannschaft von Coach Sasa Obradovic nicht in den Griff.

Beim Stand von 4:9 nahm der tobende Obradovic eine Auszeit, das 6:16 durch einen krachenden Dunk von Trevor Mbakwe nahm der Serbe nur noch ungewohnt stoisch zur Kenntnis. Anfang des zweiten Abschnitts forderten die Berliner Fans mit Gesängen größeren Kampfeinsatz ihres Teams, doch weiter jubeln durften vor allem die frenetischen Bamberger Anhänger.

Wie schon gegen Tel Aviv enttäuschten die Anführer Jamel McLean und Reggie Redding in den ersten 20 Minuten - doch ALBA kam mit einer anderen Einstellung aus der Kabine. Fast fünf Minuten blieb Bamberg ohne Korberfolg und musste nach einem 2:14-Lauf noch einmal zittern.

Nach der Schwächeperiode fing sich Bamberg allerdings wieder. Mit der Schlusssirene des dritten Viertels dunkte Mbakwe über Leon Radosevic zum 62:53, die Dreier zum Beginn des vierten Viertels von Ryan Thompson und Harris entmutigten Berlin endgültig. Statt des erhofften Krimis wurden die letzten Minuten zum Bamberger Schaulaufen.

Enger ging es im zweiten Semifinale zu. Im dritten Viertel führte Bonn zeitweise schon mit neun Punkten und durfte auf sein viertes Pokal-Finale seit 2005 hoffen. Doch Oldenburgs Point Guard Casper Ware (14) sorgte kurz vor der letzten Viertelpause für die umjubelte 57:56-Führung der Niedersachsen.

In einer engen Schlussphase zeigten beide Teams Nerven, Oldenburgs 33 Jahre alter Center Adam Chubb sorgte von der Freiwurflinie für die Vorentscheidung. Für den Meister von 2009 bietet sich im Finale die perfekte Chance, eine bislang enttäuschende Saison vergessen zu machen.

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