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Basketball-EM 2015: Nowitzki "tief enttäuscht" trotz gutem Spiel

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Sensation gegen Serbien verpasst  

Nowitzki "tief enttäuscht" nach starker Leistung

07.09.2015, 13:26 Uhr | t-online.de

Basketball-EM 2015: Nowitzki "tief enttäuscht" trotz gutem Spiel. Deutschlands Basketball-Star Dirk Nowitzki (re.) im Duell mit Serbiens Nemanja Bjelica. (Quelle: dpa)

Deutschlands Basketball-Star Dirk Nowitzki (re.) im Duell mit Serbiens Nemanja Bjelica. (Quelle: dpa)

Aus Berlin berichtet Björn Wannhoff

Um Haaresbreite an der Sensation vorbei! Mit leeren Augen und hängenden Köpfen trottete das deutsche Team nach der knappen 66:68-Niederlage gegen Serbien durch den Kabinengang. "Ich bin natürlich enttäuscht und frustriert. Es war ein toller Basketball-Nachmittag. Am Schluss hat leider ein Quäntchen gefehlt", sagte ein sichtlich geknickter Dirk Nowitzki: "Der Stachel sitzt jetzt schon drin."

Bis eine Sekunde vor dem Ende war man mit dem Vizeweltmeister auf Augenhöhe. Doch die Serben in Person von Nemanja Bjelica machten alle Hoffnungen auf eine Überraschung zunichte. "Wir hatten am Schluss noch die Chance, das Ding rumzureißen. Es sollte einfach nicht sein. Jetzt sitzt die Enttäuschung tief, da müssen wir uns erst einmal erholen", erklärte Nowitzki.

Jürgen Klopp mitten im Hexenkessel

Dabei schien der Spannungsbogen perfekt. Unter den Augen des ehemaligen Dortmunder Trainers Jürgen Klopp verwandelten die deutschen Anhänger unter 13.050 Anwesenden die Berliner Mercedes-Benz-Arena in einen Hexenkessel. Deutschland spielte wie beflügelt und blieb über die gesamte Spielzeit in Schlagdistanz.

Video-Kommentar zur Basketball-EM 
Dem deutschen Team fehlt die Klasse zur Sensation

Über den Krimi gegen Serbien berichtet unser Sportredakteur Björn Wannhoff. Video

23 Sekunden vor dem Ende hatte Heiko Schaffartzik per Dreier den Ausgleich erzielt. Die Zuschauer tobten, die Überraschung lag in der Luft. Doch der sonst so starke Tibor Pleiß kam ein wenig zu spät und Bjelica verwandelte den letzten und wichtigsten Wurf des Spiels aus einem extrem spitzen Winkel. "Das war der so ziemlich schwierigste Wurf im Basketball", sagte Schaffartzik, der Pleiß keine Schuld am K.o. in letzter Sekunde geben wollte.

Schaffartzik: "Rebounds haben uns Sieg gekostet"

Vielmehr hatte es Deutschland vor allem in der ersten Hälfte versäumt, die spielerische Überlegenheit in einen deutlichen Vorsprung zu verwandeln. Das lag daran, dass sich das DBB-Team die Rebounds nicht sichern konnte und die Serben somit immer wieder zu zweiten und dritten Chancen auf einen Korb einluden.

"Unser Mangel an Größe hat sich in der ersten Halbzeit am Brett gezeigt. Sie hatten zehn oder elf Offensivrebounds", sagte Nowitzki, und Schaffartzik fügte an: "Wir haben defensiv zu schwach gereboundet, das hat uns den Sieg gekostet."

Dass der in der Partie gegen Island umgeknickte Robin Benzing dem deutschen Spiel sehr gut getan hätte, war allen klar. Als Grund für die Niederlage wollte Nowitzki dies aber nicht gelten lassen. "Wir haben so schon den ganzen Sommer mit Verletzungen zu kämpfen. Wir sind ziemlich dünn auf den großen Positionen: Daniel Theis, Maxi Kleber, auch Maik Zirbes sind raus. Es ist etwas unglücklich. Aber die Jungs, die gespielt haben, haben super gekämpft."

Nowitzki gibt den Ton an

Unter dem Eindruck der Niederlage geriet ein wenig in Vergessenheit, dass die deutsche Mannschaft die bislang beste Leistung in diesem Sommer zeigte. Dennis Schröder entwischte mit seiner Schnelligkeit und Athletik ein ums andere Mal seinen Bewachern und ermöglichte so seinem Team zahlreiche relativ einfache Körbe. Davon profitierten auch Pleiß und Nowitzki, mit jeweils 15 Punkten die besten Korbjäger an diesem Nachmittag.

Auch in der Defensive zeigte sich die deutsche Mannschaft im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Island deutlich verbessert. Nowitzki war sich nicht zu schade, im ersten Viertel mit einem harten Foul einen Korb der Serben zu verhindern.

Enttäuschung nach DBB-Pleite 
Nowitzki bedient: "War ein bitteres Ding"

Erst in allerletzter Sekunde verliert Deutschland gegen den Vize-Weltmeister. Video

So setzte er das richtige Zeichen für seine Mannschaft, auch wenn der Vizeweltmeister an diesem Tag noch einen Tick zu stark war. "Was wir hier für eine Leistung gebracht haben, ist unglaublich", sagte Schröder und blickte direkt nach vorn: "Wir können auf jeden Fall noch mehrere Siege holen."

Gegen die Türkei schon unter Zugzwang

Mit einem Sieg und einer Niederlage ist Deutschland allerdings in der starken Gruppe B schon unter Zugzwang. Die Türkei ist nach dem Ruhetag der nächste Gegner.

Die Auswahl um NBA-Star Ersan Ilyasova dürfte dem DBB-Team alles abverlangen. "In der Gruppe wird dir einfach nichts geschenkt. Wir werden nun etwas Taktik machen und dann heißt es, sich mental auf das Spiel einzustellen", sagte Nowitzki.

Wenn die Mannschaft eine solche Intensität und Dynamik wie gegen Serbien an den Tag legt, darf Bundestrainer Chris Fleming mit Zuversicht auf die Partie blicken. "Wir haben im Laufe des Sommers viele Rückschläge hinnehmen müssen, sie aber weggesteckt. Das wird uns wieder gelingen", so Fleming.

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