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Basketball  

Fleming: "Keinen Weg gefunden, die Blutung zu stoppen"

08.09.2015, 21:43 Uhr | dpa

Basketball - Fleming: "Keinen Weg gefunden, die Blutung zu stoppen". Auch Dirk Nowitzki wurde von Chris Fleming auf die Bank beordert.

Auch Dirk Nowitzki wurde von Chris Fleming auf die Bank beordert. Foto: Lukas Schulze. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Fragen an Basketball-Bundestrainer Chris Fleming nach der zweiten EM-Vorrundenniederlage gegen die Türkei.

Was waren die Gründe für die Niederlage?

Fleming:  Basketball zeigt die Wahrheit und diese Wahrheit sieht nicht gut aus für uns. Wir haben keinen Weg gefunden, die Blutung zu stoppen. Wir haben die letzten drei Viertel mit 15 Punkten gewonnen und hatten trotzdem keine realistische Chance, das Spiel zu drehen. Die Einstellung, um dieses Spiel zu beginnen, war nicht vorhanden. Wir hatten kein Wurfproblem, sondern ein Bereitschaftsproblem.

Können Sie erklären, warum diese Einstellung fehlte?

Fleming: Dafür brauche ich ein bisschen Abstand.

Ihr Team hat nicht clever agiert, die Foulprobleme der Türken beispielsweise nicht ausgenutzt.

Fleming: Wir haben den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

Sie haben bereits nach gut drei Minuten das erste Mal Dennis Schröder ausgewechselt. Wollten Sie damit ein Zeichen setzen?

Fleming: Ich wollte den Ball bewegen. Offensiv sind sie an allen Pick-and-Rolls drunterher gegangen und Dennis kam zu langsam. Er muss, egal wie sie verteidigen, mit Schwung über den Block kommen.

Dirk Nowitzki saß in der zweiten Halbzeit lange auf der Bank. Wie haben Sie seine Leistung gesehen?

Fleming: Dirk war wie wir alle nicht in bester Verfassung. Wir haben verschiedene Sachen probiert in der zweiten Halbzeit, um ein Zeichen zu setzen. Es waren verschiedene Aufstellungen.

Ist es die größte Hoffnung, dass es gegen Italien ein neues Spiel ist?

Fleming: Das ist die Herausforderung in einem Turnier. Ich habe selber wenig Turnier-Erfahrung, aber (Co-Trainer) Henrik (Rödl) hat mir gesagt, dass es in jedem Turnier einen Stinker gibt. Wenn ich ehrlich bin, war das ein Stinker heute Abend.

Was erwarten Sie von Italien?

Fleming: Ehrlich gesagt ist Italien sowas von uninteressant im Moment. Wir müssen uns um Deutschland kümmern.

Sie sind in Auszeiten sehr deutlich geworden. Wie wollen Sie das Team jetzt aufrichten?

Fleming: Die Tricks, die wir hatten, haben wir heute Abend ausgepackt. An manchen Tagen funktioniert das einfach nicht, heute war einer dieser Tage. Keiner hat Wirkung davon gezeigt. Die Jungs sind alle clevere Jungs, sie wollen gut spielen. Man muss jetzt nicht mit der Peitsche reingehen.

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