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Basketball: Nowitzki-Comeback durch die Hintertür? Streit eskaliert

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Basketball  

Nowitzki-Comeback durch die Hintertür? Streit eskaliert

17.04.2016, 15:51 Uhr | dpa

Basketball: Nowitzki-Comeback durch die Hintertür? Streit eskaliert. Dirk Nowitzki hatte nach der verpassten Olympia-Quali seine DBB-Karriere beendet.

Dirk Nowitzki hatte nach der verpassten Olympia-Quali seine DBB-Karriere beendet. Foto: Rainer Jensen. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Die Eskalation im Machtkampf des europäischen Basketballs eröffnet Superstar Dirk Nowitzki womöglich doch noch eine Chance auf seine zweite Olympia-Teilnahme.

Weil die FIBA Europe im Streit mit der Euroleague gleich acht Nationalverbände gesperrt hat, könnten die eigentlich gescheiterten deutschen Basketballer als Nachrücker doch noch an einem olympischen Qualifikationsturnier teilnehmen - und dieses im Idealfall sogar ausrichten.

DBB-Präsident Ingo Weiss bestätigte, dass der Verband von der FIBA World ein Schreiben mit der Frage erhalten habe, ob Deutschland als Nachrücker zur Verfügung stehe. "Es wäre ein Traum für uns", sagte Weiss bei "telekombasketball.de". Bis Donnerstag muss sich der DBB entscheiden, ob er im Fall der Fälle für eines der drei olympischen Ausscheidungsevents bereit steht. Dies gilt als sicher.

Die deutschen Basketballer hatten das Ticket für die Sommerspiele in Rio de Janeiro verpasst, weil sie bei der EM im vergangenen Jahr in Berlin bereits in der Vorrunde gescheitert waren. Stattdessen steht für das Team von Bundestrainer Chris Fleming von Ende August bis Mitte September eigentlich die Qualifikation für die EM 2017 an.

Nowitzki hatte ohne Aussicht auf seine zweite Olympia-Teilnahme nach Peking 2008 seine Karriere im Nationalteam für beendet erklärt. An einem olympischen Qualifikationsturnier hätte er womöglich noch teilgenommen, hatte der 37-Jährige zuletzt angedeutet. Sollte Deutschland also wirklich nachrücken, stehen die Chancen für ein Nowitzki-Comeback nicht schlecht. Zumal der Würzburger mit den Dallas Mavericks in den Playoffs vor einem frühen Aus steht und damit genügend Zeit zur Erholung hätte. Im ersten Spiel gegen Oklahoma gab es am Samstag (Ortszeit) für die Mavs ein 70:108-Debakel.

Die FIBA Europe sperrt die Verbände, weil Clubs aus diesen Ländern ihre Teilnahme am Eurocup, der von der rivalisierenden Euroleague veranstaltet wird, fest zugesagt haben. FIBA Europe und Euroleague liefern sich seit Monaten einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft im europäischen Basketball.

Unter anderem die Verbände von Europameister Spanien, des WM-Zweiten Serbien und Russland wurden vorerst von FIBA-Europe-Wettbewerben für Männer-Nationalteams ausgeschlossen. Betroffen sind auch Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Slowenien. 

Vereine aus weiteren sechs Verbänden haben ebenfalls zumindest öffentlich angekündigt, im Eurocup spielen zu wollen. "Als Ergebnis sind die Verbände eingeladen, ihre Position bis zum 20. April zu übermitteln, damit sie nicht automatisch ihr Recht verlieren, an den kommenden Wettbewerben für Männer-Nationalmannschaften zu verlieren", heißt es von der FIBA Europe.

Die Bundesliga hat sich noch nicht entschieden, in welchen Wettbewerben ihre Clubs in der kommenden Saison spielen werden. Das Thema steht aber auf der Tagesordnung der turnusmäßigen AG-Sitzung der Liga an diesem Montag und Dienstag in Gießen. 

Pikant: Neben Olympia-Qualifikationsturnier-Gastgeber Italien sind auch zwei der vier Co-Gastgeber der EM 2017, Türkei und Israel, sowie die Schwergewichte Griechenland und Litauen unter den Verbänden, denen Sanktionen drohen. Damit sind insgesamt bis auf den drittplatzierten Frankreich derzeit fünf Nationen der Top Sechs der vergangenen EM 2015 verbannt oder von einer Sperre bedroht. Am nächsten Wochenende tritt das Board der FIBA World zusammen - der Weltverband könnte dann die Nationen auch für Olympia oder die Qualifikationsturniere sperren.

Der zweitklassige Eurocup wird von der Euroleague veranstaltet, mit der sich der Kontinentalverband im Streit um die Vorherrschaft im europäischen Club-Basketball befindet. Die FIBA Europe veranstaltet von nächster Saison an erstmals die Champions League.

Zuletzt hatte die FIBA Europe in dem Konflikt Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Damit reagierte der Verband auf eine ähnliche Klage der Euroleague.

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