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Basketball: Pleiß verteidigt seine Abreise vom Nationalteam

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"Habe keinen Applaus erwartet"  

Pleiß verteidigt Abreise von Nationalteam

09.10.2016, 07:57 Uhr | dpa, sid

Basketball: Pleiß verteidigt seine Abreise vom Nationalteam. Hat seine vorzeitige Abreise vom DBB-Team verteidigt: Tibor Pleiß. (Quelle: imago/Claus Bergmann)

Hat seine vorzeitige Abreise vom DBB-Team verteidigt: Tibor Pleiß. (Quelle: Claus Bergmann/imago)

Basketballer Tibor Pleiß hat seine Abreise von der deutschen Nationalmannschaft während der EM-Qualifikation verteidigt. "Auch wenn es um meine Entscheidung Aufregung gab – ich würde es wieder so tun", sagte der 26 Jahre alte Center der "Bild am Sonntag".

Pleiß hatte die Nationalmannschaft im Verlauf der Ausscheidungsrunde im September verlassen, um sich einen neuen Verein zu suchen. Dafür hatte ihn auch Bundestrainer Chris Fleming heftig kritisiert.

"Hing in der Luft"

"Ich hatte vom einen Tag auf den anderen keinen Job mehr, hing in der Luft. So eine Nachricht während eines Turniers ist ein kleiner Schock", erklärte Pleiß, der während der Qualifikation vom NBA-Club Philadelphia 76ers entlassen worden war. Letztendlich unterschrieb er einen neuen Vertrag bei Galatasaray Istanbul in der Türkei.

Fleming hatte nach der erfolgreichen Qualifikation offen gelassen, ob Pleiß im kommenden Sommer für die EM ins Nationalteam zurückkehrt. "Ich habe immer gerne für die Nationalmannschaft gespielt", sagte Pleiß. "Dass ich für die EM offiziell gestrichen sein soll, davon habe ich nichts gehört. Ich jedenfalls hoffe, dass ich dabei bin."

"Habe keinen Applaus erwartet"

Die Art und Weise der Auseinandersetzung stört Pleiß nach wie vor: "Schade, dass das in der Öffentlichkeit geregelt wurde. Man hätte das auch im persönlichen Gespräch klären können. Aber natürlich kann ich seine Enttäuschung verstehen, ich habe auch keinen Applaus erwartet."

Neben dem gebürtigen Bergisch Gladbacher hat auch Fleming einen neuen Job in der NBA als Co-Trainer der Brooklyn Nets. Statt eines klärenden Gesprächs folgt nun für beide also die Eingewöhnungsphase im neuen Umfeld. "Wenn das passiert ist und sich die Wogen geglättet haben, werden wir reden", sagte Pleiß.

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