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Axel Schulz im Porträt

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Axel Schulz im Kurzporträt

20.10.2010, 16:57 Uhr

Axel Schulz (Foto: imago)Axel Schulz (Foto: imago) Einst galt Axel Schulz als große Nachwuchs-Hoffnung im deutschen Boxsport. Mit zehn Jahren zog er sich erstmals die Box-Handschuhe an und wechselte zehn Jahre später ins Profilager. Trainiert wurde er von Trainer Manfred Wolke, der auch Henry Maske auf seine Kämpfe vorbereitete. Wolke trainierte Schulz bereits zu dessen Amateur-Zeiten. Seine größten internationalen Erfolge feierte der Amateurboxer mit dem dritten Rang bei den Weltmeisterschaften 1989 in Moskau und Platz zwei bei den Europameisterschaften im gleichen Jahr in Athen. Zuvor hatte er 1989 die DDR-Meisterschaft im Schwergewicht gewonnen. Schulz stand als Amateur 98 Mal im Ring und verließ ihn 78 Mal als Sieger.

Foto-Show Axel Schulz' Karriere in Bildern
Foto-Show Axel Schulz geht gegen Brian Minto K.o. (Nov. 2006)
Foto-Show Axel Schulz und Brian Minto beim offiziellen Wiegen (Nov. 2006)

Bei den Profis absolvierte Schulz 33 Kämpfe, von denen er 26 gewann. Dreimal boxte der Schwergewichtler um die WM-Krone. Bekannt wurde er durch einen umstrittenen Kampf gegen George Foreman 1995. Im September 1999 trat er vom Profiboxen zurück. Seither versucht sich der weiße "Hüne" als Schauspieler und Entertainer. In seinem Wohnort Frankfurt/Oder engagiert er sich für die Aktion "Kraft gegen Gewalt" und "Sport statt Straße". Aber auch als Schriftsteller machte er Schlagzeilen.

Foto-Show Trainingsvorbereitung von Axel Schulz und Brian Minto (Nov. 2006)
Foto-Show Axel Schulz' Niederlage gegen Wladimir Klitschko (Sept. 1999)
Foto-Show Schulz' dritte WM-Chance - Pleite gegen Michael Moorer (Juni 1996)

Im Jahr 2000 erschien sein erstes Kochbuch: "Axel Schulz - Kochen mit Biss", zwei Jahre später erschien sein Grillkochbuch "Axel Schulz - Grillen, Feiern, starke Partys". Seit 2006 ist Schulz verheiratet und Vater einer Tochter. Am 25. November 2006 wagte Schulz ein Comeback. Nach fast sieben Jahren Kampfpause kletterte Schulz gegen den US-Amerikaner Brian Minto im Gerry-Weber-Stadion im ostwestfälischen Halle in den Ring. Bei seinem Comebackversuch bezog Schulz allerdings mächtig Prügel. Schulz verlor den Fight in der sechsten Runde durch technischen K.o. Anschließend erklärte Schulz seinen endgültigen Rücktritt: "Über meine Boxpläne brauche ich überhaupt nicht mehr weiter nachzudenken."


Foto-Show Schulz verliert den WM-Kampf gegen Francois Botha (Dez. 1995)
Foto-Show Axel Schulz' verliert das WM-Duell gegen George Foreman (April 1995)

Axel Schulz

Geburtstag

9. November 1968

Geburtsort

Bad Saarow/Brandenburg

Nationalität

deutsch

Wohnort

Frankfurt/Oder

Größe

1,91 Meter

Gewicht (Ø)

105 kg

Aktive Zeit

1988 - 1999 und 2006

Kämpfe

33

Siege

26

K.o.s

11

Unentschieden

1

Niederlagen

5

Ohne Wertung

1

Trainer

Richard Conti

Manager

Wolfram Köhler

Titel / Erfolge
Laufbahn im Zeitraffer

Bis 1985 gewann Axel Schulz insgesamt fünfmal in Folge den deutschen DDR-Titel. 1986 bei der EM in Dänemark gewann er im Halbschwergewicht den europäischen Juniorentitel. Als Amateur feierte der Schützling von Trainer Manfred Wolke seine größten internationalen Erfolge mit dem dritten Rang bei den Weltmeisterschaften 1989 in Moskau und Platz zwei bei den Europameisterschaften im gleichen Jahr in Athen. Zuvor hatte er 1989 die DDR-Meisterschaft im Schwergewicht gewonnen. Schulz stand als Amateur 98 Mal im Ring und verließ ihn 78 Mal als Sieger.

1990 nach dem Fall der Mauer wechselte er mit 20 Jahren ins Profilager. Seinen ersten Profikampf absolvierte er am 5. Oktober 1990 in Düsseldorf gegen George Ajio (Uganda). Schulz gewinnt nach sechs Runden nach Punkten.

Am 19. September 1992 sichert sich Schulz mit einem Punktsieg nach zehn Runden die vakante deutsche Meisterschaft im Schwergewicht gegen Bernd Friedrich aus Neuwied.

Ebenfalls 1992: am 19. Dezember 1992 fordert Schulz in Berlin vergeblich Europameister Henry Akinwande (Großbritannien) heraus. Doch weder für den Deutschen noch für den Briten fiel in diesem Kampf eine Entscheidung. Die Ringrichter plädierten auf Unentschieden, der gebürtige Nigerianer behält den Titel. Ein Jahr später (am 1. Mai 1993) fand der Rückkampf statt, den Schulz nach Punkten verliert. Es war die erste Niederlage seiner Profi-Karriere.

Am 22. April 1995 darf Schulz erstmals um die WM boxen. Er trat gegen den damals 46-jährigen IBF-Champion George Foreman aus den USA an. Nach einem umstrittenen Urteil der Kampfrichter verlor Schulz den Fight in Las Vegas gegen die Boxlegende nach Punkten (113:115, 113:115, 114:114).

Im gleichen Jahr folgte noch der Kampf gegen den Südafrikaner François Botha um den inzwischen vakanten IBF-Weltmeistertitel im Schwergewicht. Beide Boxer lieferten sich einen schwachen Kampf. Zunächst wurde der Kampf in Stuttgart durch eine umstrittene "Split Decision" für Botha gewertet. Danach wurde der Fight wegen eines positiven Dopingtestes des Südafrikaners annulliert.

Anschließend folgte am 22. Juni 1996 Schulz' dritte und letzte WM-Chance. Aber auch diese konnte der "weiche Riese" nicht nutzen. In Dortmund unterliegt er dem US-Amerikaner Michael Moorer im Duell um die vakante IBF-Krone mit 1:2-Richterstimmen (113:116, 113:115, 115:113) nach Punkten.

Am 25. September 1999 folgte der Kampf gegen den Ukrainer Wladimir Klitschko. Es ging um den vakanten Europameisterschaftstitel. Aber Klitschko vereitelt auch den letzten Versuch von Axel Schulz, einen internationalen Titel zu erobern. Der Ukrainer erteilt ihm vor 18.000 Zuschauern in Köln bei seinem K.o.-Sieg in der achten Runde eine Lektion. Schulz erklärt daraufhin seinen Rücktritt: "In der Weltspitze habe ich nichts mehr zu suchen. Sechs Titelkämpfe konnte ich nicht gewinnen. Das ist genug."

5. Januar 2006: Axel Schulz kündigt sein Comeback an. "Ich bin jetzt gerade 37, da bin ich der Meinung, dass das geht", sagte er in einem Interview mit "RTL aktuell".

Am 25. November 2006 gibt Axel Schulz sein Comeback. Er steigt gegen den US-Amerikaner Brian Minto im Gerry-Weber-Stadion im ostwestfälischen Halle in den Ring. Allerdings geht sein Comebackversuch gründlich daneben. Schulz musste eine herbe Niederlage einstecken. Minto gewann den Fight klar durch technischen K.o. in der sechsten Runde. In der Kabine erklärte Schulz anschließend seinen Rücktritt: "Über meine Boxpläne brauche ich überhaupt nicht nachzudenken."

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