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Lennox Lewis im Porträt

26.10.2010, 09:43 Uhr

Lennox Lewis (Foto: imago)Lennox Lewis (Foto: imago) Die Meinungen über den britischen Boxer Lennox Lewis gehen weit auseinander. Er galt als berechnend in der Wahl seiner Gegner und verlor mehrere Titel, weil er sich weigerte, gegen bestimmte Konkurrenten anzutreten. Für die einen war er ein sympathischer, intelligenter Gentleman des Boxports. Die anderen sahen in ihm einen Langweiler, der nicht spektakulär genug kämpfte. Manager und Fans von Vitali Klitschko bezeichnen Lewis als Feigling, weil er nach seinem umstrittenen Sieg gegen Klitschko seine Karriere beendete. Gerüchte über ein Comeback und eine Revanche dementierte Lewis: "Ich möchte einer der wenigen Schwergewichts-Weltmeister sein, der auf dem Höhepunkt abtritt und beim Rücktritt bleibt."

Lewis kam am 2. September 1965 im Londoner Stadtviertel West Ham zur Welt. Er wuchs als Sohn jamaikanischer Einwanderer in schwierigen sozialen Verhältnissen auf. Nachdem der Vater die Familie früh verlassen hatte, wanderte seine Mutter mit ihm 1977 nach Kanada aus. Dort besuchte er eine Boxschule. 1989 kehrte er als Profi nach England zurück. Durch eines der kuriosesten Ereignisse der Boxgeschichte wurde er 1993 zum Weltmeister aller Verbände ernannt: Der WBC drängte den Titelverteidiger Riddick Bowe zu einem Kampf gegen Lewis. Bowe lehnte diesen Wunsch ab und warf den WM-Gürtel vor laufender Kamera in die Mülltonne. Der geschenkte Meistertitel kratzte zunächst am Ruf von Lewis, aber er bewies seine Klasse anschließend in zahlreichen Kämpfen.

Foto-Show Die Karriere in Bildern

Lennox Lewis"The Lion"
Geburtstag2. September 1965
GeburtsortLondon/West Ham
Nationalitätbritisch
Aktive Zeit1989 bis 2003
Kämpfe44
Siege41
K.o.s33
Unentschieden1
Niederlagen2
Titel / Erfolge
Laufbahn im Zeitraffer

1983 wurde Lewis Junioren-Weltmeister, 1989 wechselte er ins Profilager. 1993 wurde er zum Weltmeister ernannt, weil der amtierende Champion Riddick Bowe einen Kampf gegen ihn verweigerte. Anschließend verteidigte Lewis den WM-Titel zwei Mal: gegen Tony Tucker und gegen Phil Jackson. Im September 1994 musste Lewis den Titel abgeben. Der krasse Außenseiter Oliver McCall (USA) erwischte ihn so schwer am Kinn, dass der Ringrichter den Kampf in der zweiten Runde abbrach. 1997 holte sich Lewis den Titel in einem spektakulären Kampf gegen McCall zurück, den einzigen Boxer, der ihn bis dahin bezwungen hatte. McCall weigerte sich in der fünften Runde weiterzuboxen und lief weinend und völlig entnervt im Ring umher.

Am 13. März 1999 kam es im New Yorker Madison Square Garden zum Gipfeltreffen mit Evander Holyfield. Es sollte der Schwergewichts-Champion des ausgehenden Jahrhunderts gekürt werden. Der Kampf erfüllte die hohen Erwartungen aber nicht. Er endete mit einem umstrittenen Unentschieden, obwohl Lewis die Computer-Wertung mit 348 zu 140 Treffern deutlich gewonnen hatte. Nach diesem Skandal wurde ein direkter Rückkampf angesetzt. Diesmal sahen die Punktrichter Lewis knapp vorne. Er errang den WBA- und den IBF-Titel gleichzeitig. Holyfield protestierte erfolglos. 2001 verlor Lewis völlig überraschend gegen den Amerikaner Hasim Rahman. Es war die zweite Niederlage seiner Karriere. Im nächsten Jahr gelang ihm aber prompt die Revanche.

Sein letzter Kampf am 26. Juni 2003 sorgte für Aufregung, als er wegen eines Cuts seines Gegners Vitali Klitschko umstritten siegte. Am 6. Februar 2004 gab Lewis seinen Rücktritt bekannt.

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