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Boxen: Karl Mildenberger im Porträt

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Karl Mildenberger im Kurzporträt

15.11.2011, 12:26 Uhr | t-online.de

Karl Mildenberger (Foto: imago)Karl Mildenberger (Foto: imago) Das Besondere an der Karriere von Karl Mildenberger ist, dass der gebürtige Pfälzer trotz einer Niederlage (am 10. September 1966) von den deutschen Boxfans als "Karl der Große" gefeiert wurde. Der Grund: Am 10. September 1966 lieferte sich "Milde" vor 35.000 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion mit keinem Geringeren als Schwergewichts-Weltmeister Muhammad Ali bis in die zwölfte Runde einen großen Kampf.

Vor allem in der sechsten und siebten Runde setzte Mildenberger Ali mit seiner gefürchteten Linken mächtig unter Druck. Doch zum Ende des Kampfes (der Fight war auf 15 Runden angesetzt) schwanden zusehends die Kräfte beim Deutschen, während Ali schließlich die entscheidenden Kopftreffer setzte und Ringrichter Teddy Waltham Mildenberger schließlich aus dem Kampf nahm.

"Es war mein schwerster Kampf seit dem Titelgewinn gegen Sonny Liston", gestand Ali nach dem Fight. Als Ali 1967 der WM-Titel aberkannt wurde, war Mildenberger erneut Weltranglisten-Erster. In einem WM-Ausscheidungskampf kassierte er jedoch gegen den Argentinier Oscar Bonavena im September 1967 in Frankfurt eine Niederlage. Seinen letzten Kampf bestritt Mildenberger im darauffolgenden Jahr gegen Henry Copper. Mildenberger verlor durch Disqualifikation in der 8. Runde und trat schließlich vom Boxsport zurück. Zwar reichte es für "Milde" nie zum WM-Sieg, aber seinen EM-Titel verteidigte er insgesamt sechsmal.

Nach dem Karriereende brachten ihn private Probleme zeitweise ins Straucheln. Nach der Heirat mit seiner zweiten Frau fing sich der Sympathieträger wieder und erhielt eine Anstellung beim Sport- und Bäderamt in Kaiserslautern, wo er bis ins Rentenalter als Bademeister arbeitete. Trotz seiner heute schlohweißen Haare sieht der Vater zweier Söhne blendend aus, erfreut sich bester Gesundheit und geht weiter regelmäßig ins Gym, wo er sich am Sandsack und mit dem Springseil fit hält.

Foto-Show "Karl der Große"

Karl Mildenberger

"Karl der Große"

Geburtstag

23. November 1937

Geburtsort

Kaiserslautern

Nationalität

deutsch

Wohnort

Kaiserslautern

Größe

1,87 Meter

Aktive Zeit

1958-1968

Kämpfe

62

Siege

53

K.o.s

19

Unentschieden

3

Niederlagen

6

Titel / Erfolge
Laufbahn im Zeitraffer

Am 15. Oktober 1958 gab Mildenberger gegen Manfred Striemer in Stuttgart sein Profidebüt. Mildenberger schlug Striemer bereits in der ersten Runde K.o.

Am 24. Februar 1962 tritt er im EM-Kampf gegen den Engländer Dick Richardson an und steckt eine "Blitz-K.-o.-Niederlage" (in der ersten Runde) ein. Mildenberger wird als "Karl der Flache" verhöhnt.

Den Europameistertitel holt er sich erst im zweiten Anlauf. In seinem 45. Kampf am 17. Oktober 1964 in Berlin besiegt er Sante Amonti durch K.o. in der ersten Runde.

Am 14. Mai 1965 verteidigt er in Frankfurt erstmals seinen EM-Titel gegen den Italiener Piero Tomasoni. Er siegt nach 15 Runden nach Punkten.

Die zweite Titelverteidigung folgt am 26. November 1965 in Frankfurt gegen seinen Landsmann Gerhard Zech. Mildenberger gewinnt erneut nach 15 Runden nach Punkten.

Titelverteidigung Nummer drei: Am 5. Juni 1966 in Frankfurt gegen den Kroaten Yvan Preburg. Auch hier gelingt ihm nach 15 Runden ein Punktsieg. 

Nach dem Sieg gegen Preburg wagt er am 10. September 1966 im Frankfurter Waldstadion das Duell mit Weltmeister Muhammad Ali. Damals ist Mildenberger nach Max Schmeling erst der zweite Deutsche, der um die Krone aller Klassen boxt.  Mildenberger verliert nach technischen K.o. in der 12. Runde. 

Mildenberger boxt auf europäischer Bühne weiter. Es folgt die vierte EM-Titelverteidigung am 1. Februar 1967 in Frankfurt. Sein Gegner ist erneut der Italiener Piero Tomasoni. Wieder siegt Mildenberger nach 15 Runden nach Punkten.

Am 21. Mai 1967 in London verteidigt er seinen EM-Titel gegen den Briten Billy Walker durch K.o. in der 8. Runde.

Am 16. September 1967 setht er in Frankfurt im WM-Ausscheidungskampf dem Argentinier Oscar Bonavena gegenüber. Er verliert nach 12 Runden nach Punkten.

Knapp vier Monate später (am 30. Dezember 1967) verteidigt er zum letzten Mal seinen EM-Titel. Er gewinnt in Berlin erneut gegen den Deutschen Gerhard Zech nach 15 Runden nach Punkten.

Seinen letzten Kampf bestreitet er am 18. September in London gegen den englischen "British Empire Heavyweight Champion" Henry Cooper. Mildenberger verliert durch Disqualifikation in der 8. Runde.

Zurück zur Boxen-Hall of Fame

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