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Boxen: Wilfried Sauerland im Kurzporträt

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Wilfried Sauerland im Kurzporträt

20.10.2010, 13:06 Uhr | t-online.de

Wilfried Sauerland (Foto: imago)Wilfried Sauerland (Foto: imago) Bei allen Unterschieden haben Wilfried Sauerland und Don King eines gemeinsam: Beide landeten ihren ersten großen Coup in Afrika. Sauerland wurde 1978 von der sambischen Regierung beauftragt, einen Fight zu organisieren, es wurde ein zweiter „Rumble in the jungle“ mit über 70.000 Zuschauern. Der Exportkaufmann war von dem Event selbst so begeistert, dass er Box-Manager wurde.

Bis dahin hatte sich Sauerland in Afrika mit dem Bau von kleineren Fabriken befasst. Boxen war für ihn seit jeher ein Hobby, das er aber nie selbst betrieben hat. Er spielt lieber Golf oder Tennis. Doch begeistert war er vom Boxsport schon lange. Sein Vater hatte den Sohn schon als Zehnjährigen zu Kämpfen in die Dortmunder Westfalenhalle mitgenommen.

In seiner Promoter-Anfangszeit zahlte Sauerland erstmal teures Lehrgeld. Über ein Jahrzehnt legte er als Manager drauf, während er Kämpfer wie Lotti Mwale oder John Mugabi promotete, die alle ihren entscheidenden WM-Kampf nicht gewinnen konnten. Doch dann kam das Boxen nach Deutschland, und der Wuppertaler hatte die richtigen Kämpfer im Stall. Mit René Weller, der Europameister wurde, gelang es ihm, eine erste Sympathiewelle für den Sport in Deutschland zu starten. Mit den Kämpfen von Graciano Roccigiani, vor allem aber jenen von Henry Maske, wurde er endgültig zum "Herren der Ringe".

Dabei blieb er stets der Sauerland-Linie treu: Professionelles Boxen in professionellem Ambiente. Seinem Stall, mittlerweile von Köln nach Berlin umgezogen, haftet nichts Dubioses an, auch wenn er mit Nikolaj Walujew zwischenzeitlich auch einen Brachial-Boxer unter seine Fittiche genommen hatte.

Im Jahr 2004 überwarf er sich mit dem Bund deutscher Berufsboxer, weil sich dort einige Funktionäre angeblich rassistisch über Sauerland-Boxer geäußert haben sollen. Deutliche Worte fand er auch gegenüber Henry Maske und Axel Schulz, als diese 2006 ihr Comeback ankündigten.

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