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Boxen: Klaus-Peter Kohl im Kurzporträt

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Klaus-Peter Kohl im Kurzporträt

20.10.2010, 12:54 Uhr | t-online.de

Klaus-Peter Kohl (Foto: imago)Klaus-Peter Kohl (Foto: imago) Der Promoter Klaus-Peter Kohl gilt als einer der besten seines Fachs. Doch in der Öffentlichkeit ist er fast nur bei Boxkämpfen seines Universum-Boxstalls zu sehen. Dietmar Poszwa, sein Schwiegersohn, wusste deshalb zunächst gar nicht, wen er damals im Hamburger Nachtleben kennen gelernt hatte – obwohl sich Poszwa schon damals im Boxgeschäft auskannte. Es soll auch eine Weile gedauert haben, ehe Kohl seinen Schwiegersohn akzeptierte. Doch jetzt sind sie wie Freunde, mittlerweile bewohnt Poszwas junge Familie sogar ein gemeinsames Haus mit dem Promoter.

Es ist der private Teil des Hamburger Box-Universums. Denn Poszwa betreibt mittlerweile eine Firma, die auf dem Papier ein Konkurrenz-Boxstall ist, in Wahrheit aber talentierten Boxern eine Plattform bietet und sie an Hamburg bindet. Klaus-Peter Kohl, der in jungen Jahren mit mäßigem Erfolg selbst boxte, ist durch und durch Geschäftsmann. Der gelernte Speditionskaufmann konzentrierte sich jahrelang auf den Gastronomiebereich, eher er 1984 Promoter wurde. Boxen ist für ihn Business. Kohl scheut sich in diesem harten Geschäft auch nicht, immer wieder anzuecken.

Lob und Tadel

Dass er sich von Zeit zu Zeit mit seinem Berliner Kontrahenten Wilfried Sauerland anlegt, darf dabei noch als gesunder Wettbewerb gelten. Doch auch mit den von ihm promoteten Boxern gab es schon Streit, mit Luan Krasniqi zum Beispiel, und auch mit dem Trainer Fritz Sdunek, weil der nicht zwei Boxer aus dem gleichen Stall gegeneinander antreten lassen wollte. Der Weggang der Klitschko-Brüder im Jahr 2004 zog ein juristisches Verfahren mit lange Zeit offenem Ausgang nach sich. Zuletzt trennte sich Felix Sturm von Kohl, ebenfalls per Gerichtsentscheid. 

Dennoch erhält Kohl immer wieder von internationalen Boxverbänden Auszeichnungen für sein Management. Max Schmeling kannte er sogar schon als Geschäftsmann, was es ihm ermöglichte, seinen Boxern eine Privataudienz beim berühmten deutschen Schwergewichts-Weltmeister zu organisieren. Seinen großen Traum, diesen Titel ins eigene Universum zu holen, konnte er bisher aber noch nicht verwirklichen.

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