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Don King im Kurzporträt

20.10.2010, 13:12 Uhr | t-online.de

Don King (Foto: imago)Don King (Foto: imago) Don King wählte von Anfang an das Image des schrillen Entertainers. Er ist Jahrmarktschreier und professioneller Promoter zugleich. Sein erster großer Coup war der berühmte "Rumble in the Jungle", der nicht nur die beiden Boxer berühmt machte.

Don King war damals schon 43 Jahre alt, als er den Fight zwischen Muhammad Ali und George Foreman ansetzte. Weil aber in den USA niemand die hohe Börse mitgehen wollte – fünf Millionen Dollar für beide Kämpfer - zog er einfach nach Zaire um und ließ die beiden Schwergewichtler in Kinshasa gegeneinander antreten. Es war ein genialer PR-Schachzug des Donald "Don" King, der mittlerweile an die hundert Kämpfer zu Millionären gemacht hat. Als seriöser Geschäftsmannn wäre der ehemalige Gangsterbruder aus dem schwarzen Viertel von Cleveland sowieso nicht ernst genommen worden. King ist immer fröhlich, gibt aber auch nie alle Zügel aus der Hand und gilt als harter Verhandlungspartner.

Fast alle namhaften Weltmeister waren bei ihm unter Vertrag. Er war es auch, der für einen Nicht-Schwergewichtskampf erstmals eine Börse von einer Million Dollar aufbrachte (1981). Nur eine Sache kann Don King besser vermarkten als seine Boxer: sich selbst. Seine hochstehenden Haare und seine betont witzige Art sorgen dafür, dass das zu seinen Lebzeiten auch so bleiben wird.

Der Mann mit dem lauten Lachen hat aber eine düstere Vergangenheit. 1954, als Besitzer eines Spielcasinos, erschoss er einen Räuber auf der Flucht, wurde aber nur wegen Notwehr verurteilt. Zwölf Jahre später schlug er einen Mann zu Tode, der ihm Geld geschuldet hatte. Er kam nach nur vier Jahren wieder frei. Heute macht sich Don King trotz seiner regelmäßigen Konflikte mit den Behörden für die Interessen der Schwarzen stark, spendet Geld an Bürgerrechts-Organisationen und hat die Don-King-Stiftung für Bedürftige gegründet. King sagt, so einen wie ihn könne es eben nur in den USA geben.

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