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Boxen - Schwergewicht: Dimitrenko fällt die "Deutsche Eiche"

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WBO-Interkontinentalmeisterschaft im Schwergewicht  

Dimitrenko fällt die "Deutsche Eiche"

17.02.2010, 14:50 Uhr | t-online.de, dpa

Timo Hoffmann (li.) weicht vor einer Rechten Alexander Dimitrenkos zurück (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Timo Hoffmann (li.) weicht vor einer Rechten Alexander Dimitrenkos zurück (Foto: dpa) (Quelle: dpa) Respekt vor der "Deutschen Eiche", Respekt vor Timo Hoffmann: Vor 3.700 Zuschauern in der Magdeburger Bördelandhalle bezog das 33-jährige Stehaufmännchen der deutschen Schwergewichtsszene zwar seine erste K.o.-Niederlage. Allerdings lieferte Hoffmann Sieger Alexander Dimitrenko einen unerwartet packenden Kampf um den Interkontinental-Gürtel der WBO. WM-Aspirant Dimitrenko, in der fünften Runde zum zweiten Mal in seiner Profikarriere am Ringboden, blieb auch in seinem 27. Profi-Kampf unbezwungen. Der sich aufopferungsvoll wehrende Hoffmann wurde 36 Sekunden vor Kampfende vom schwachen belgischen Ringrichter André van Grootenbruel aus dem Gefecht genommen. Für den 2,02-Meter-Hünen aus dem Sauerland-Stall, der sich von gleich zwei Niederschlägen in Runde vier prompt erholte, bedeutete das die sechste Niederlage im 43. Auftritt als Profi.

Lob von fast allen Seiten

Was Vitali Klitschko und Luan Krasniqi nicht geschafft hatten, gelang Dimitrenko: die "Deutsche Eiche" zu fällen. Gleich drei Mal ging der Publikumsliebling allein in der finalen Runde zu Boden. Offizielles Urteil: technischer K.o. "Sascha ist jetzt in der Lage, jeden zu boxen", lobte Dimitrenkos routinierter Trainer Fritz Sdunek seinen besonders rund um das linke Auge deutlich sichtbar gezeichneten Schützling. Hoffmann, der sich vor den Kameras des übertragenden ZDF bei Sdunek und Dimitrenko gleich um gemeinsames Training, Sparring und einen Rückkampf bewarb, zweifelte ebenso nicht an der Verwirklichung der WM-Pläne seines Widersachers.

Immer wieder ein- und weggesteckt

Hoffmann selbst agierte zeit seiner bisherigen Laufbahn stets zu wetterwendisch, um seinerseits nach einer WM-Krone zu greifen. Das Herz eines Boxers aber bewies der technisch unterlegene Herausforderer einmal mehr. "Das war ein Riesenkampf von Timo", lobte Sdunek die Wundertüte aus dem Sauerland-Stall, und bezweifelte gleichzeitig, dass es gesund sei, derart viele Schläge einzustecken. Was Dimitrenko auch abfeuerte: immer wieder erholte sich Hoffmann und ging so gut als möglich zum stets gefährlichen Gegenangriff über. "Ich hätte nicht gedacht, dass Timo so über sich hinauswächst", zog Dimitrenko verbal seinen Hut. "Er hat sehr gut geboxt."

Nachzuschlagen kommt nirgendwo gut an

Trotz insgesamt fünf Niederschlägen so gut, dass sich das fachkundige Publikum mit Dimitrenkos Sieg partout nicht abfinden wollte. Denn: Nachzuschlagen, wie es Dimitrenko vor allem in den letzten Momenten der stets packenden Auseinandersetzung tat, ist nichts anderes als unsportlich und die schlechteste Werbung in eigener Sache. "Ich habe nichts Falsches getan", entschuldigte sich der Champ anschließend wenig überzeugend, um dann unter den unausgesetzten Missfallensäußerungen von den Rängen anzufügen: "Wenn, dass ist es unabsichtlich passiert."

Endlich auch mal böse geworden

Sdunek sah auch Positives in den Unmutsbekundungen. "Endlich ist Sascha mal böse geworden. So stelle ich ihn mir vor. Er hat das Baby-Image abgelegt." Schon seit geraumer Zeit fordert der Coach, der wegen seiner knabenhaften Gesichtszüge "Baby-Face" genannte Dimitrenko müsse härter, resoluter werden, wolle er tatsächlich auf den Weltmeister-Thron. Manager Klaus-Peter Kohl zürnte jedoch: "Das unsaubere Boxen muss Sascha lassen."

Erstmal die Nase wieder richten

Hoffmanns Coach Uwe Schuster sah das nicht anders. Die Tränen hätten ihm in den Augen gestanden, als van Grootenbruel Sekunden vor Schluss den Fight für beendet erklärte: "Das hatte Timo nicht verdient. Er hat gezeigt, dass er die 'Deutsche Eiche' ist. Das war eine regelrechte Schlacht." Wo Hoffmann seine wechselvolle Karriere fortsetzen wird, ist unklar. Der Vertrag mit Sauerland läuft am Jahresende aus. Ein Wechsel zum SES-Stall des Magdeburger Promoters Ulf Steinforth ist eine Variante. "Ich liebe diesen Sport. Ich lebe 24 Stunden dafür. Das war heute noch nicht alles. Ich kann noch mehr", kündigte der Hüne an. Im Krankenhaus wurde anschließend festgestellt, was zum Kampfende kaum zu übersehen gewesen war: ein Nasenbeinbruch. Trotzdem bemerkte der Verlierer: "Ich habe schon lange nicht mehr soviel Spaß am Boxen gehabt wie heute Abend mit Sascha."

Menzer auf dem Weg auf Halmichs Thron

Ihre Anwartschaft auf die Thronfolge von Box-Queen Regina Halmich, die am 30. November ihre sportliche Karriere beendet, meldete einmal mehr Ina Menzer an. Die 27-Jährige verteidigte ihren WM-Titel im Federgewicht nach WIBF-Version gegen die Mexikanerin Laura Serrano einstimmig nach Punkten (97:93, 97:93, 98:92). "Ina hat die große Chance, sich in der ersten Reihe zu etablieren. Sie ist ganz weit vorn, wenn es um Reginas Nachfolge geht", sagte Kohl.

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