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Beyer siegt klar bei Comeback und träumt von Jones

17.02.2010, 14:50 Uhr | sid

Markus Beyer (li.) und Murat Mahmudow (Foto: ddp) Der ehemalige Weltmeister Markus Beyer darf weiter von einem Kampf gegen die Box-Legende Roy Jones jr. träumen. Der Wahl-Bremer hat den Russen Murat Mahmudow vor den Augen des US-Amerikaners bei seinem Comeback in München nach 17 Monaten Ringpause klar nach Punkten bezwungen und sich so alle Chancen auf einen spektakulären Fight gegen den ehemaligen Box-Superstar erhalten.

Von Ali bis Tyson

Jones beeindruckt

"Markus hat mich beeindruckt", sagte Jones nach dem einseitigen Kampf im Super-Mittelgewicht über acht Runden, den alle drei Ringrichter mit 80:72 Punkten für Beyer werteten. "Das war ein guter Neuanfang. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden und sehe mich jetzt bei etwa 80 Prozent meiner Leistungsfähigkeit", sagte dieser.

Mahmudow enttäuscht

Knapp 2000 Fans in der nicht ausverkauften Zenith-Kulturhalle waren allerdings von Mahmudow enttäuscht. Der vollbärtige Moslem machte es Beyer sehr leicht und konnte den 36-Jährigen nie ernsthaft gefährden. Dennoch hinterließ Beyer einen guten Eindruck - auch bei Jones: "Markus ist technisch sehr gut, hat schnelle Hände und sich sehr gut im Ring bewegt."

Seit 2006 nicht mehr geboxt

Beyer hatte im September 2006 gegen den Dänen Mikkel Kessler seine WBC- und WBA-Gürtel durch K.o. verloren und war seitdem nicht aktiv. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Promoter Wilfried Sauerland kämpft er nun für den Stall des Hamburgers Ahmed Öner, der in Beyer für zunächst vier Kämpfe einen "Türöffner" sieht.

Promoter Ömers großer Plan

Dieser Plan könnte mit dem Kampf gegen Jones aufgehen, wie dieser bestätigte: "Ich bin mit Sicherheit nicht nur wegen meines Aussehens nach Deutschland gekommen, wir verhandeln." Laut Öner sind die Gespräche schon "weit fortgeschritten. Ich hoffe, dass wir den Kampf in Deutschland auf die Beine stellen können."

Samil siegt im Vorkampf

Im Rahmenprogramm verteidigte der in Hamburg lebende Türke Sinan Samil Sam seinen WBC-Mediterranean-Titel im Schwergewicht gegen Ratko Draskovic (Montenegro) durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Außerdem gewann der kubanische Olympiasieger Odlanier Solis im Schwergewicht gegen Cisse Salif (Mali) nach Punkten.

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