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Boxen: Arthur Abraham bleibt IBF-Weltmeister

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IBF-WM im Mittelgewicht  

Abraham bleibt Weltmeister

17.02.2010, 14:50 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Volltreffer: Arthur Abraham im Kampf gegen Elvin Ayala (Foto: dpa)Volltreffer: Arthur Abraham im Kampf gegen Elvin Ayala (Foto: dpa) Arthur Abraham ist bereit für den im Sommer geplanten Gang über den Großen Teich: Der gebürtige Armenier unterstrich im Rahmen der siebten erfolgreichen Titelverteidigung seines Weltmeistertitels des Verbandes IBF seine Ausnahmestellung im Mittelgewicht. Der 28-Jährige bezwang in Kiel den tapferen Herausforderer Elvin Ayala aus den USA durch K.o. in der zwölften und letzten Runde, als die Uhr noch 28 Sekunden Kampfzeit anzeigte. Auch in seinem 26. Kampf blieb "König Arthur" ungeschlagen, während sein Widersacher die dritte Niederlage im 22. Kampf einsteckte.

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Ein Haken zuviel

Es war Abrahams Geduld, Hartnäckigkeit und Präzision zu verdanken, dass die von einem intensiven Gefecht begeisterten Besucher in der Sparkassen-Arena letztlich doch noch den mehrmals möglichen K.o. zu sehen bekamen. Ein fürchterlicher linker Aufwärtshaken zwang Ayala kurz vor Toreschluss doch noch in die Knie.

Deutlich bessere Trefferquote

Zuvor hatte der Mann mit den Rastalocken nicht nur munter mit dem Titelverteidiger mitgeschlagen, sondern vor allem ungeheure Nehmerqualitäten nachgewiesen. Ayala zeigte einen Auftritt, der gerne mit dem Begriff des "Kämpferherzens" umschrieben wird. Abraham stand dem 27-Jährigen, der acht seiner 18 Siege durch K.o. errungen hatte, allerdings in nichts nach und bestach durch seine exzellente Trefferquote von 53 Prozent. Ayala hingegen erreichte keine 30, scheiterte oft an der massierten Doppeldeckung des Weltmeisters.

Erinnerungen an Gevor werden wach

Dessen entscheidender Aufwärtshaken flog so überraschend und krachend ans Kinn Ayalas, dass dieser völlig benommen auf seine linke Gesichtshälfte sackte und sogleich gestützt werden musste. Die Szene erinnerte an den 18. August 2007, als Abraham in Berlin den ebenso tapferen Khoren Gevor in der elften Runde ähnlich hart ausgeknockt hatte. Als sich Abraham für den Kampf bei Ayala bedankte, lächelte der Fighter aus Übersee jedoch schon wieder.

Kampf gegen einen richtig Großen im Visier

Abraham machte damit einen großen Schritt zur angestrebten Titelvereinigung mit dem US-Amerikaner Kelly Pavlik, der die Titel der WBC und WBO hält. Der lukrative Fight soll im Dezember oder Januar in den USA stattfinden. Bereits am 7. Juni soll sich "König Arthur" dem amerikanischen Publikum bei einem Kampf im Madison Square Garden in New York vorstellen. "Oscar de la Hoya, Kelly Pavlik oder Jermain Taylor - ich boxe jeden", verkündete der Champion selbstbewusst.

Zunächst an die Punkte denken

Der schlagstarke Normalausleger hatte jedoch mehr zu tun gehabt, als ihm lieb war und die Experten erwartet hatten. Abraham bestimmte das Geschehen im Ring zwar deutlich. Der finalen Schlag aber ließ auf sich warten. "So ein K.o. kommt von allein. Den kannst du nicht erzwingen. Wichtig ist, dass ich meinen Gegner erstmal auspunkte", beschrieb der Sieger die Prämissen seiner Kampfführung.

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Gezeichneter Triumphator

Das Resultat gab ihm Recht und fand auch die Würdigung seines extrem kritischen Trainers. "Arthur hat das taktisch sehr gut gemacht. Wir wussten, dass Ayala besser ist, als das viele im Vorfeld erwartet hatten", lobte Ulli Wegner. Der alte und neue Champion schaute nach dem intensiven Duell gegen einen stürmisch anrennenden, boxerisch aber limitierten Kontrahenten zwar ziemlich lädiert aus: die Augenpartie von einer dunklen Brille verhüllt, das Gesicht geschwollen und die Lippen aufgeplatzt. Die Wunden schmerzten den K.o.-König angesichts der sich anbahnenden Zahltage in den Staaten allerdings nicht oder höchstens nur ein bisschen.

Geheimniskrämerei

Abrahams erster Gegner in den Staaten steht praktisch fest, wurde aber noch nicht preisgegeben. "Das wird eine Überraschung", verriet Wegner wenigstens schon einmal. "In den nächsten drei, vier Tagen werden wir die Sache unter Dach und Fach haben", sagte Promoter Wilfried Sauerland.

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Gegen de la Hoya?

Pavlik wird es nicht sein. Der soll mit Abraham erst zum Jahreswechsel in einem Vereinigungstitelkampf in den Ring steigen. So scheint Legende Oscar de la Hoya, der am 5. Juni 2004 WBA-Weltmeister Felix Sturm aus der Hamburger Universum-Promotion in Las Vegas umstritten bezwang, auf der Kandidatenliste ganz oben zu stehen.

Spitze gegen Sturm

Ein solcher Fight würde Abraham, der nach eigenem Bekunden reich und berühmt werden will, die Börse bringen, die ihm in Deutschland nur bei einem Duell mit Sturm winkt. Das aber steht nach wie vor in den Sternen. "Wir wollen den Kampf, aber Sturm versteckt sich", meinte Sauerland. Und schickte gleich noch eine Spitze hinterher: "Felix Sturm hat nicht so ein gutes Kinn wie Ayala. Der hätte nicht soviel einstecken können."

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