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Halbschwergewicht  

Glanzloser Sieg für Weltmeister Erdei

17.02.2010, 14:50 Uhr | Spiegel Online

Erneut Weltmeister: Zsolt Erdei (Foto: dpa)Erneut Weltmeister: Zsolt Erdei (Foto: dpa) Als der Gong in der zwölften Runde zum letzten Mal ertönte, riss Titelverteidiger Erdei sofort die Arme in Höhe. Der Ungar wusste, dass er seinen Gürtel behalten würde. Doch statt von den Zuschauern in Dresden bejubelt zu werden, musste der Weltmeister Pfiffe über sich ergehen lassen. Zu berechnend hatte er zuvor gegen Herausforderer DeAndrey Abron agiert, zu wenig Leidenschaft an den Tag gelegt.

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"Habe Energie gespart"

Am Ergebnis des Duells gab es dennoch keinen Zweifel. Alle drei Punktrichter werteten den Kampf 119:109 für Erdei. Für den 33-Jährigen war es die zehnte erfolgreiche Titelverteidigung und im 29. Profikampf der 29. Sieg. "Ich habe heute etwas Energie gespart, das waren nur 80 Prozent", sagte Erdei nach dem Erfolg.

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Taumeln in der ersten Runde

Tatsächlich konnte er das Publikum mit seiner taktischen Leistung nur selten entzücken. Dabei war schon in der ersten Runde ein Raunen zu vernehmen, als Erdei überraschend taumelte - allerdings nicht wegen eines schweren Treffers, sondern weil er bei einem Schwinger das Ziel verfehlte und aus der Balance kam. In der Folge präsentierte sich der Titelverteidiger dann wesentlich konzentrierter.

"Du musst deinen Kampf kämpfen"

Aus einer sicheren Deckung heraus diktierte er mit der linken Führhand das Geschehen. Herausforderer Abron war kaum in der Lage, Druck zu entfalten. Das sah auch sein Trainer Trevor Wittman: "Du machst es dir selbst schwer! Du musst deinen Kampf kämpfen, lass dir nicht seine Strategie aufzwingen", rief er Abron vor der siebten Runde zu.

Schwere Treffer in der zwölften Runde

Doch dem 35-Jährigen fehlten auch nach diesem Ratschlag die Mittel, während Erdei weiterhin nur das Nötigste tat. In der zwölften Runde landete der Champion dann doch noch einige harte Treffer und brachte Abron in ernsthafte Schwierigkeiten. Trotzdem war Erdei nicht bereit, nachzusetzen und einen K.o. zu erzwingen. "Ich habe viel Substanz gespart und wollte nichts riskieren", so der Weltmeister.

Traum vom USA-Fight

Damit hat er sich jedoch möglicherweise keinen Gefallen getan: Erdei träumt von einem großen Kampf in den USA, von Duellen mit den Superstars Bernard Hopkins, Roy Jones Jr. oder Anthony Tarver. Ein deutlicher Erfolg durch K.o. hätte die Chancen dafür sicherlich erhöht.

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