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Supermittelgewicht: Abraham bringt Miranda zum Schweigen

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Supermittelgewicht: Abraham vs. Miranda  

Abraham bringt "Großmaul" Miranda zum Schweigen

17.02.2010, 14:50 Uhr | t-online.de, dpa

Ein blutüberströmter Arthur Abraham boxt mit doppeltem Kieferbruch (Foto: imago)Ein blutüberströmter Arthur Abraham boxt mit doppeltem Kieferbruch (Foto: imago) Arthur Abraham hat die Tür ins Box-Mekka USA ganz weit aufgestoßen und sich vor den Augen einer nunmehr auch breiteren Öffentlichkeit einmal mehr als großer Fighter erwiesen. Der inzwischen in 27 Kämpfen ungeschlagene Mittelgewichts-Weltmeister schickte in Florida Edison Miranda vorzeitig auf die Bretter.

Der Kolumbianer ging nach einer Rechten und zwei anschließenden schweren Linken Abrahams in der vierten Runde technisch K.o. Nach 29 Sekunden der Runde saß Miranda auf dem Ringboden, erneut nach 56 Sekunden. Und nach 1:13 Minuten wieder. Anschließend ging es für ihn dann nicht mehr weiter. Die dritte Niederlage in der 33. Auseinandersetzung als Profi stand fest.

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Blutige Erinnerung ausgeblendet

Es war der zweite Vergleich der beiden Boxer. Am 23. September 2006 hatte sich Miranda in Wetzlar erfolglos um Abrahams IBF-Krone bemüht und dem "King" - just in der vierten Runde - doppelt den Kiefer gebrochen. "Ein Unfall, keine Schlagwirkung", wie Abraham nach dem zweiten Sieg über den 27-Jährigen nochmals unterstrich. Er lieferte damals eine unvergessliche, heroische Leistung ab, biss im wahrsten Wortsinne auf die Zähne und feierte einen Punktsieg nach zwölf Runden. Für den Betrachter gingen die unappetitlichen Szenen über die Grenze des Erträglichen hinaus. Abraham verlor seinerzeit im Rahmen seiner dritten WM-Titelverteidigung einen halben Liter Blut.

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Mirandas Tiefschlag wird zum Bumerang

Ganz anders die Neuauflage, in deren Vorfeld sich Miranda beeindruckend weit aus dem Fenster gelehnt und angekündigt hatte: "Ich werde Abraham wie ein verwundetes Schwein jagen und dann schlachten. Er soll die gleichen Schmerzen wie damals spüren." Technisch und taktisch sauber boxte Abraham Miranda aus und antwortete gekonnt. Nicht nur auf die verbalen Ausfälle des Kontrahenten, sondern auch auf einen absichtlichen Tiefschlag des Südamerikaners in Runde zwei. Er sei jederzeit von seinem Erfolg überzeugt gewesen, äußerte Abraham anschließend. Und so überzeugend fiel sein Sieg dann auch aus. Sein WM-Titel hatte jedoch nicht auf dem Spiel gestanden. Das Gefecht wurde zudem im nächsthöheren Supermittelgewicht ausgetragen.

Mit Andenken aus dem Sparring in den Ring gestiegen

Erneut aber plagten Abraham Schmerzen, was der aber erst nach getaner Arbeit in der Kabine offenbarte. Im Sparring hatte der Champion einen schweren Treffer auf die Rippen bekommen. Die Behinderung steckte Abraham weg, obwohl ihn Miranda in einer am TV kaum zu erkennenden Szene genau an der lädierten Stelle erwischte.

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Zukunft liegt über dem Großen Teich

Durch den klaren Erfolg darf Abraham nun auf lukrative Kämpfe in den USA hoffen. Im Gespräch ist bereits ein Titelvereinigungskampf gegen WBC- und WBO-Doppelweltmeister Kelly Pavlik aus den USA Anfang kommenden Jahres. "Siebenmal hat er den WM-Titel in Deutschland verteidigt. Er ist bereit für größere Aufgaben", hatte Promoter Wilfried Sauerland bereits vor dem ersten Gong geschwärmt. Jean-Marcel Nartz, Technischer Leiter im Universum-Stall, behielt ebenfalls Recht mit seiner Ankündigung, Abraham würde die Erfahrungen aus dem September 2006 ausblenden. "Der Junge ist so eiskalt. Das spielt für ihn keine Rolle", meinte Nartz.

Endlich Pavlik für den Super-Fight vor die Fäuste bekommen

Bevor IBF-Titelverteidiger Abraham im kommenden Oktober seinen WM-Gürtel gegen Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik aufs Spiel setzen wird, bereitete er mit seinem überzeugenden Sieg über Miranda die Bühne für einen Titelvereinigungskampf gegen WBC- und WBO-Doppelweltmeister Kelly Pavlik aus den USA. Das Duell soll im Januar oder Februar 2009 in den USA steigen. "Ich will Super-Champion werden", lautet Abrahams großes Ziel.

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