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Boxen - Schwergewicht: Walujew besteigt zum zweiten Mal den WBA-Thron

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WBA-WM im Schwergewicht  

Walujew besteigt zum zweiten Mal den WBA-Thron

17.02.2010, 14:50 Uhr | t-online.de

Nikolai Walujew (li.) trifft John Ruiz und krönt sich zum zweiten Mal zum WBA-Schwergewichtsweltmeister (Foto: ddp) Nikolai Walujew ist zum zweiten Mal in seiner nunmehr 15-jährigen Karriere als Profi WBA-Weltmeister im Schwergewicht. Der boxende russische Riese bezwang in der Berliner Max-Schmeling-Halle den US-Amerikaner John Ruiz nach zwölf Runden und dem Urteil der drei Richter am Ring eindeutig nach Punkten.

Bereits bei seinem ersten Titelgewinn nach Version der World Boxing Association hatte Walujew am 17. Dezember 2005 am gleichen Ort den gleichen Widersacher nach zwölf Runden nach Punkten bezwungen.

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Rasche Selbstkritik

Ruiz tönte schon damals, der Titel sei ihm "gestohlen" worden. Für die Revanche kündigte sein Coach Manuel Siaca vollmundig an, Walujew werde zu Boden gehen. Dies geschah nicht ansatzweise, obwohl der "nur" 1,88 Meter große Ruiz den 2,13-Meter-Fleischberg aus Sankt Petersburg in den ersten Runden mutig und konzentriert bearbeitete und dafür sorgte, dass Walujew aus seinem 50. Sieg im 51. Gefecht als Profi wenigstens mit einer dicken Lippe hervorging. In der ARD meinte er danach zudem, seine Aufgabe nicht zu 100 Prozent erfüllt zu haben.

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Kein drittes Match mit Ruiz

Deshalb entgegnete der 35-Jährige auch auf die Frage, wen er sich den nun als nächsten Gegner wünsche: "John Ruiz." Diesem Wunsch jedoch erteilte sein Manager Wilfried Sauerland umgehend eine Absage: "Ich glaube nicht, dass wir dabei noch einmal zuschauen wollen. Dazu besteht auch gar keine Notwendigkeit." Ruiz' mit nachlassender Kraft auch nachlassende Ästhetik vergällte Sauerland die Lust auf eine zweite Neuauflage dieses Duells.

Zuschauen fällt im letzten Kampfdrittel schwer

Die Verzweiflung, den 144,4 Kilogramm schweren Box-Koloss nicht erschüttern zu können, trieb 108,6-Kilo-Mann Ruiz in dessen 53. Fight mit voranschreitender Kampfdauer in seine altbekannte "Kopf-voran-Taktik". Das war kein Augenschmaus für die Zuschauer, noch dazu, da auch Walujews Körpermaße und Hebelverhältnisse dem in der Vorbereitung um immerhin neun Kilo erleichterten Ausnahmemenschen nicht gerade graziöse Bewegungen gestatten. Aber - und das bestätigte auch ARD-Experte und Box-Legende Henry Maske - mit den Erwartungen eines "großen" Kampfes durfte auch niemand seinen Platz am Ring eingenommen haben.

Walujew viel behänder als früher

Siaca hatte - dessen ungeachtet - im Vorfeld sogar für den "besten Kampf aller Zeiten" geworben. Sein Schützling setzte passend obendrauf: "Ich will die Welt erobern. Ich bin der beste Boxer, den es da draußen gibt." Mitnichten, denn die achte Niederlage des gebürtigen Puerto Ricaners sprach eine andere Sprache. Walujew bewies erneut seine Fortschritte in der Kampfführung, setzte oft präzise und wirkungsvoll seine linke Führhand ein. "Ich bin schneller geworden", benannte der Sieger anschließend den Hauptunterschied zur ersten Auseinandersetzung mit Ruiz vor fast drei Jahren.

Ruiz fühlt sich erneut verschaukelt

Damals wie heute schüttelte der engagierte Verlierer über das Urteil nur den Kopf: "Es gibt auch falsche Entscheidungen", meinte der 36-Jährige, der sich trotz allem in Berlin sehr wohl fühle und gerne wiederkäme. Er wisse jedoch nicht, wie er überhaupt gegen Walujew gewinnen solle. Der sei, analysierte Maske, zwar anfangs einige Male von klaren Händen Ruiz' getroffen, allerdings noch in keinem seiner Kämpfe wirklich erschüttert worden.

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Verwirrung um Kampfwertung des japanischen Punktrichters

Auch nicht von dem kleinen Chaos rund um die Urteilsverkündung: Zunächst hatte es ungewöhnlich lange gedauert, ehe Ringsprecher Michael Buffer die verschiedenfarbigen Zettel auf die Bühne gereicht bekam, um diese dann noch ausführlich zu studieren. Was der weltberühmte Ansager dann verkündete, war ein 2:1-Sieg für Walujew - denn der Japaner Takeshi Shinagawa hatte Ruiz vorne gesehen. Unmittelbar danach allerdings soll er beteuert haben, es verhalte sich genau umgekehrt und er stimme mit seinen beiden Kollegen aus Dänemark und Venezuela überein. Daraufhin wurde aus dem knappen 2:1 ein deutliches 3:0.

Verschobenes Wiedersehen mit Tschagajew wird kommen

Ein solcher Ausgang gefiele Walujew auch für das Wiedersehen mit Ruslan Tschagajew. Bis zum 26. Juni 2009 muss sich der Russe mit dem früheren WBA-Champion messen. Tschagajew hatte am 15. April 2007 in Stuttgart Walujew überraschend entthront. Anschließend übernahm Alexander Zimin Betreuung und Ausbildung des sanften Riesen, dem in diesem Jahr bereits zwei Chancen auf die Rückkehr auf den WBA-Thron versagt geblieben waren. Tschagajew hatte jeweils aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Die WBA degradierte den 29-Jährigen daraufhin zum "Weltmeister im Wartestand" (champion in recess) und setzte das Rematch zwischen Walujew und Ruiz als reguläre WM an.

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