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Boxen: Marco Huck erbeutet den EM-Gürtel

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EM im Cruiser- und im Supermittelgewicht  

"Käpt'n" Huck erbeutet den EM-Gürtel

17.02.2010, 14:50 Uhr | t-online.de

Marco Huck (re.) schüttelt Jean Marc Monrose mit einem rechten Aufwärtshaken durch. (Foto: ddp) Der frühere Kickbox-Weltmeister Marco Huck darf sich nunmehr auch Profibox-Europameister nennen - im Cruisergewicht. Nach 1:17 Minuten seines Titelkampfes gegen den Franzosen Jean Marc Monrose flog aus dessen Ecke zum Zeichen der Aufgabe das Handtuch. Der K.o.-Sieg war Hucks 22. Erfolg im 23. Gefecht als Profi.

"Er hat mich einfach zu gut getroffen", erkannte der entthronte Monrose die Stärke seines technisch noch deutlich limitierten Kontrahenten an. Huck widmete den frisch errungenen Gürtel "seinem" Bielefelder Publikum in der Seidenstickerhalle und dankte seinem Trainer Ulli Wegner. Zu dem bestünde ein "Vater-Sohn-Verhältnis."

Wegner rüttelt Huck immer wieder wach

Und weil es auch in den besten Beziehungen schon mal reinigend krachen muss, erinnerte Wegner in mancher Ringpause seinen 23-jährigen Schützling lautstark und unmissverständlich an seine Aufgabe. Als Huck die taktische Linie verließ und zuviel Kraft in unkontrollierten und unkoordinierten Schlägen vergeudete, herrschte Wegner ihn an: "Geht das schon wieder los? Reiß dich zusammen! Was haust du zehn Mal in die Luft?" Dies sei "keine Zirkusveranstaltung hier."

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Klare Ansagen

Schlussendlich besann sich der verbal immer wieder wachgerüttelte Huck darauf, den Weisungen seines erfahrenen Erfolgscoaches strikt zu folgen. Teilweise musste er Wegner noch auf dem Ringstuhl wiederholen, was er ihm für die drei Minuten der bevorstehenden Runde zur Aufgabe gemacht habe. Der Erfolg belohnte den gebürtigen Serben, den in Deutschland niemand unter seinem Geburtsnamen Muamer Hukic kennt.

Den Haken gefunden

Der körperlich deutlich unterlegene, aber emsig mitschlagende Monrose hatte bis zuletzt auf einen Punktsieg gehofft und spekuliert, doch in der Schlussrunde hielt der erst zum zweiten Mal in 26 Kämpfen besiegte 27-Jährige den Schlägen Hucks nicht mehr stand. Der mitunter noch immer von seinem überschäumenden Temperament behinderte Huck hatte rechtzeitig den Rat Wegners angenommen, den Aufwärtshaken einzusetzen, um Monrose beizukommen. Mit viel Fleiß und deutlich verbesserter Konzentration führte der spätere Sieger die Auseinandersetzung.

Ohne Fleiß kein...

Eine Lehre auch aus seiner bisher einzigen Pleite am 29. Dezember 2007. Damals hatte Huck den WM-Kampf gegen Titelverteidiger Steve Cunningham aus den USA verloren. "Ich glaubte, ohne Training Weltmeister werden zu können", gab Huck vor dem Treffen mit Monrose zu. Nur vier Monate nach seinem Kieferbruch aus dem Fight mit dem Slowaken Frantisek Kasanic bewies der "Käpt'n", auf dem besten Weg zu einer neuen WM-Chance zu sein.

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Murat muss viel arbeiten

Zuvor hatte Supermittelgewichtler Karo Murat "ein hartes Stück Arbeit", wie er selbst befand, abliefern müssen, um seinen EM-Titel durch einen knappen Punktsieg zu behalten. Der Spanier Gabriel Campillo zwang den 25-jährigen Titelverteidiger über die volle Distanz von zwölf Runden. Die brauchte Murat auch, um in seinem 18. Kampf als Profi zum 18. Mal den Ring als Gewinner zu verlassen.

Campillo zum zweiten Male geschlagen

Denn erst in der Schlussphase einer jederzeit interessanten Auseinandersetzung sammelte der im fränkischen Kitzingen beheimatete Murat die entscheidenden Zähler auf den Zetteln der Punktrichter ein. Zu diesem Zeitpunkt funktionierte seine Doppeldeckung gegen den top vorbereiteten und fleißig schlagenden Widersacher aus Madrid besser als in der Mitte des Fights, als Campillos Treffer Murats Nase deutlich zeichneten. Der Gast von der iberischen Halbinsel kassierte im 19. Gefecht als Profi, von denen eines unentschieden endete, seine zweite Niederlage.

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