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Boxen - Schwergewicht: Holyfield verliert gegen Walujew

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Boxen - Schwergewicht  

Holyfields Traum geplatzt - Niederlage gegen Walujew

17.02.2010, 13:50 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Der Kampf der Titanen: Evander Holyfield (li.) gegen Nikolai Walujew (Foto: Reuters)Der Kampf der Titanen: Evander Holyfield (li.) gegen Nikolai Walujew (Foto: Reuters) Auf den Punktzetteln hatte Evander Holyfield knapp verloren, in den Herzen der 12.000 Zuschauer im Züricher Hallenstadion aber klar gewonnen. 12 Runden lang tänzelte der Herausforderer agil und leichtfüßig um den 145-Kilo-Koloss Nikolai Walujew herum.

Doch der große Traum des 46-Jährigen, als erster Boxer zum fünften Mal Weltmeister zu werden und als ältester Schwergewichts-Champion in die Geschichte einzugehen, erfüllte sich nicht. 114:114, 116:112, 115:114 heiß es am Ende für Walujew, der damit seinen WBA-Titel erfolgreich verteidigte.

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Walujew-Manager: "Ein Unentschieden wäre in Ordnung gewesen"

Die Ergebnisverkündung wurde von Pfiffen begleitet. Holyfields Trainer Thomas Brooks fühlte sich verschaukelt: "Wir haben gewonnen. Ich weiß nicht, welchen Kampf die Ringrichter gesehen haben." Das ging Walujews Manager Wilfried Sauerland dann aber zu weit: "Ein Unentschieden wäre in Ordnung gewesen. Aber wenn man als Herausforderer gewinnen will, muss man mehr tun. Er hat viel getanzt, allerdings wenig geschlagen."

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Blatt wendet sich in der zweiten Hälfte

In der Tat hatte sein Schützling im Ring wesentlich mehr Mühe mit dem körperlich unterlegenen Amerikaner als angenommen. "Wir haben das hohe Tempo Holyfields so nicht erwartet", gestand Trainer Alexander Simin. Walujew war deshalb nie in der Lage den Kampf klar zu bestimmen. "Er hat es mir sehr schwer gemacht", gab der Russe dann nach dem Kampf auch zu. Von Beginn an war das Publikum auf der Seite des um 24 Zentimeter kleineren Holyfield und bejubelte jede seiner Attacken. Allerdings kamen diese auch zu selten, um die Punktrichter klar zu überzeugen. Und wenn The Real Deal dann Treffer landete, zeigte Walujew fast keine Reaktion. Erst als Holyfield in der zweiten Kampfhälfte etwas die Luft ausging, übernahm der alte und neue Champion das Kommando.

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Foreman behält seinen Rekord

Holyfield zeigte sich nach dem Fight als fairer Verlierer, auch wenn er seiner Meinung nach als Sieger den Ring hätte verlassen müssen: "Natürlich bin ich enttäuscht. Ich glaube, ich hatte genug getan um zu gewinnen. Ein paar Mal habe ich klare Treffer landen können, auch wenn es angesichts seiner Größe und Masse schwierig ist, an ihn heranzukommen." Der Ex-Weltmeister will "nun erst einmal nach Hause fahren und dort über meine Zukunft nachdenken". Doch scheint es sein Ziel zu sein, den Rekord seines Landsmann George Foreman zu brechen. Dieser eroberte sich 1994 noch im fragwürdigen Box-Alter von 45 Jahren den WM-Titel zurück.

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Holyfield träumt weiter

"Ich will weiterhin Schwergewichts-Champion werden und alle Titel vereinigen", kündigte Holyfield nach der Niederlage unverdrossen an. Zumindest in Europa hat sein Name wieder einen guten Ruf, schon für den Kampf jetzt bekam er 750.000 Euro. "Es schreit ja geradezu nach einem Rückkampf hier in Zürich", sagte Sauerland-Geschäftsführer Christian Meyer. Ob und wann es allerdings zum Rückkampf kommt, ist ungewiss. Zunächst hat der WBA-Titelträger das Pflicht-Duell mit Ruslan Tschagajew zu bewältigen - zudem haben es auch Vitali und Wladimir Klitschko auf den Gürtel des russischen Riesen abgesehen.

Vom Cut bis zum Tod

Erst gegen den Weltmeister im Wartestand

Tschagajew, der als bislang einziger Kämpfer Walujew bezwingen konnte, wird durch seine Verletzungsauszeit wegen eines Achillessehnenrisses als Champion im Wartestand geführt und hat das erste Herausfordererrecht. Sollte er wieder alte Form erreichen, geht er als Favorit in die Begegnung. Der Usbeke ist ebenso beweglich wie Holyfield, kann die Rein-Treffer-Raus-Strategie aber über die volle Distanz durchhalten. Bis 26. Juni muss der Fight über die Bühne gehen.

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Erst ein Aufbaukampf

Vorher will Tschagajew aber erst am 7. Februar gegen den unbekannten Amerikaner Carl Davis Drummond einen Aufbaukampf bestreiten, den sein Promoter Universum als WM-Kampf verkauft. "Gegen den Kampf haben wir Einspruch erhoben, den WM-Gürtel hat Nikolai", sagt Meyer, "Walujew ist etwa im März bereit zum Fight gegen Tschagajew. Und danach machen wir wieder Holyfield in Zürich."

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