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Boxen: Felix Sturm ist besser denn je

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Boxen - WBA-WM im Mittelgewicht  

Bester Sturm aller Zeiten

17.02.2010, 13:50 Uhr | t-online.de, sid

WBA-Weltmeister Felix Sturm (li.) arbeitet mit seinem präzisen linken Jab gegen Herausforderer Koji Sato aus Japan. (Foto: AP)WBA-Weltmeister Felix Sturm (li.) arbeitet mit seinem präzisen linken Jab gegen Herausforderer Koji Sato aus Japan. (Foto: AP) Koji Satos Ecke hielt das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe bereits in der Hand, doch Ringrichter Luis Pabon war schneller: Der Puerto Ricaner griff nach 2:46 Minuten ein, um ein ebenso begeisterndes wie einsichtiges Gefecht vorzeitig zu beenden. Der chancenlose Herausforderer des annähernd perfekt boxenden WBA-Weltmeisters im Mittelgewicht, Felix Sturm, schluckte Treffer um Treffer und plagte sich bereits nach vier Runden mit einem geschlossenen rechten Auge. Krefeld spendete Szenenapplaus.

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Beeindruckende Botschaft

Für Sturm war es der 32. Sieg im 35. Kampf als Profi. Deutlicher und beeindruckender hätte seine Botschaft an die Mit-Weltmeister und Hauptkonkurrenten Kelly Pavlik (WBO und WBC) und Arthur Abraham (IBF) nicht ausfällen können. Trotzdem befand der 30-Jährige anschließend im ZDF: "Ich habe noch einige Fehler gemacht, hätte ihm noch weniger Platz geben dürfen." Die gefährlichen Schwinger des zuvor in 14 Fights ungeschlagenen Japaners hatten ihre Spuren im Gesicht Sturms hinterlassen: "Die Flecken, die ich habe, kommen nicht von irgendwo her."

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Begeisterte Halle

Es blieben jedoch vernachlässigbare Schönheitsfehler eines unterhaltsamen Kampfabends, den sich Sturm nach einer 14-wöchigen, knallharten Vorbereitung genau so "gewünscht" hatte: "Ich glaube, ich habe das Publikum heute begeistert", bilanzierte der stets selbstkritische Modellathlet, genau wissend, dass es so war. "Das ist das Wichtigste für mich" - und die Tatsache, Weltmeister geblieben zu sein.

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Noch besser geworden

Seit seiner Rückkehr auf den WM-Thron am 28. April 2007 durch den Revanchesieg über den Spanier Javier Castillejo verteidigte Sturm seinen Gürtel zum sechsten Mal erfolgreich. "Ich hatte nach meinem letzten Kampf viel Druck", beschrieb Sturm seine Situation nach dem für ihn erfolgreichen deutsch-deutschen Showdown mit Sebastian Sylvester am 1. November 2008. "Die Zuschauer haben erwartet, dass ich genau dort anknüpfe."

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Knallhartes Training

Sturm tat mehr als das. "Anders als früher haben wir in der Vorbereitung diesmal von Anfang an 100 Prozent gegeben", sprach der innerhalb und außerhalb des Rings gereifte Champion über die zurückliegenden dreieinhalb Monate mit seinem Trainer Michael Timm, in denen er die Genauigkeit und vor allem auch die Wirkung seiner Rechten immens steigerte. "Früher konnte ich Tempo machen, aber nicht so präzise treffen."

Immer auf der Hut gewesen

Satos Gesicht sprach schnell eine andere Sprache. Vom Stil her offenbar nicht in der Lage, seine Deckung hoch und geschlossen zu halten, landeten binnen sieben Runden alleine acht Rechte als Volltreffer im Antlitz des ebenso tapferen wie auffallend fairen Asiaten. Und gefährlich war er obendrein. "Da ist Schrot drin", fasste Sturm sein Gefühl in Worte, als er die ersten Schwinger des - zugegeben - boxerisch klar limitierteren Mannes empfangen hatte. "Wir mussten aufpassen", erklärte Timm, "dass er nicht in eine Bombe reinläuft."

Alles im Griff

Sato, den zum Ring-Interview noch der Dolmetscher im Stich ließ, gab später zu, was alle gesehen hatten: mehr Treffer kassiert zu haben. Das Urteil ging für ihn völlig in Ordnung, akzeptierte der 28-Jährige seine erste Schlappe. Sie beruhte auf der "Variabilität und Schnelligkeit" (Timm) Sturms, der genau das Richtige tat, um Satos Punch zu vermeiden: "Solche Leute muss man drücken. Ich habe ihm den Zahn gezogen." Sato kam schlichtweg "nicht zum Zug", schloss Timm die Analyse im Lager des Siegers.

Entscheidend auf die Leber getroffen

Dessen Leberhaken leitete in Runde sieben das Ende des Fights ein. Sato wankte. "Ich hatte gute Vorarbeit geleistet und ihn bereits mit dem Jab müde gemacht", verwies Sturm nochmals auf die Bedeutung seiner linken Auslagehand. In dieser Form müssen sich Pavlik und Abraham mindestens warm anziehen, sollte es zur WM-Vereinigung kommen. Sturm will am 11. Juli am Nürburgring wieder in den Ring steigen, am Vorabend des Großen Formel-1-Preises in der Eifel.

Balzsay bleibt WBO-Weltmeister

Im Rahmenprogramm der Veranstaltung verteidigte Karoly Balzsay seinen WBO-Titel im Supermittelgewicht zum ersten Mal erfolgreich. Der Ungar besiegte den bereits 42 Jahre alten Herausforderer Maselino Masoe aus Neuseeland durch K.o. in der elften Runde.

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