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Klaus-Peter Kohl - ein Macher wird 65

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Klaus-Peter Kohl - ein Macher wird 65

17.02.2010, 13:50 Uhr | dpa

Boxpromotor Klaus-Peter Kohl feiert am 3. Mai seinen 65. Geburtstag. (Foto: imago)Boxpromotor Klaus-Peter Kohl feiert am 3. Mai seinen 65. Geburtstag. (Foto: imago) "Don Kohl" nennen ihn die einen, "Herr der Ringe" die anderen. Letzteres gefällt Klaus-Peter Kohl, Chef der Hamburger Universum Box-Promotion. Mit dem anderen Wortspiel hat er jedoch Probleme. Obwohl er dessen geschäftlichen Erfolg bewundert, will der Hamburger Promoter und Manager nicht mit Don King verglichen werden. Schließlich pflastern den Weg des schrillen amerikanischen Box-Gurus mit den wedelnden Fähnchen und der Starkstromfrisur Skandale zuhauf, und die reichen bis zum Totschlag.

Kohl, der am 3. Mai seinen 65. Geburtstag feiert, sieht sich vielmehr auf seriösem Terrain. Geschäftemachen ja, Skandale nein.

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Schweren Verkehrsunfall überlebt

"Er ist der erfolgreichste deutsche Box-Promoter, noch vor Wilfried Sauerland", sagt Jean-Marcel Nartz, der einst für Sauerland arbeitete und seit sechs Jahren für Kohl tätig ist. "Beide, Sauerland wie auch Kohl, haben das deutsche Berufsboxen in den 80er Jahren vor dem Aussterben bewahrt", ist sich Nartz sicher. Zwischen beiden Veranstaltern hat der technische Leiter einen prägnanten Unterschied ausgemacht: "Sauerland versucht Problemen aus dem Weg zu gehen, Kohl packt sie offensiv an." Seine Kämpfernatur half dem einstigen Präsidenten des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB) auch, 1997 einen schweren Autounfall zu überleben. Neun Tage lag Kohl im Koma, 20 Knochen waren gebrochen. "Das Leben ist wie Boxen. Man muss Schläge verkraften können und geht auch mal zu Boden. Aber man muss immer wieder aufstehen", sagt Kohl.

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Der Kronprinz steht bereit

Um seine Passion mit Leben zu erfüllen, hat er zunächst tief in die eigene Tasche greifen müssen. 150.000 Mark Verlust standen nach seiner ersten Box-Veranstaltung am 24. Februar 1984 in der Alsterdorfer Sporthalle zu Buche. Dann aber kamen Markus Bott, Ralf Rocchigiani, Dariusz Michalczewski, die Klitschko-Brüder, Regina Halmich, Felix Sturm - und der Rubel rollte. Schwiegersohn Dietmar Poszwa, der das Tochterunternehmen Spotlight Boxing führt, soll den ganzen Laden in zwei Jahren übernehmen. "Es wird anders laufen, aber nicht zwangsläufig schlechter", sagt Kohl. Das letzte Wort, so meinen viele, wird der Unternehmensgründer aber auch in 20 Jahren haben.

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32 Weltmeister

Der gelernte Speditionskaufmann, der seine Millionen vor allem mit Imbiss-Gastronomie, Spielhallen und Immobilien vermehrt, hat aus dem Hobby Boxen längst ein Geschäft gemacht. 277 Profi-Veranstaltungen stehen bislang zu Buche, 32 Weltmeister (23 Männer, 9 Frauen) wurden gekürt. Derzeit stehen bei Universum und Spotlight 44 Boxer unter Vertrag, darunter zehn Weltmeister. Die Kasse klingelt, vor allem weil Boxen via Fernsehen als Großereignis zelebriert wird. "Geld verdienen kann man nur mit Fernsehen", weiß Kohl. Das ZDF, das Universum-Veranstaltungen zunächst bis 2010 überträgt, zahlt bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr.

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Kohl: "Mich zieht keiner über den Tisch"

Kohl ist der Prototyp eines gewieften hanseatischen Kaufmanns. "Wenn er morgens etwas investiert, will er am Abend einen Gewinn sehen", meint Nartz. Kohl selbst behauptet von sich: "Mich zieht keiner über den Tisch." Seine Boxer können ein Lied davon singen. Ein Sturkopf sei er, wenn es um Verträge und Kampfbörsen geht, schwört Ex-Championesse Regina Halmich. "Aber er ist auch kompromissbereit, wenn andere ihn überzeugen können", sagt Nartz und spricht respektvoll über das Temperament seines Chefs. "Er ist wie ich Sternzeichen Stier. Und die können aufbrausend und cholerisch sein, da wackeln die Wände. Aber Stiere sind gradlinig, ehrlich und offen."

Keine Pläne für den Ehrentag

Das kann seine Frau Ute, die mit Kohl seit über 40 Jahren verheiratet ist, bestätigen: "Er sagt eben, was los ist." Ob was zu seinem 65. Jubiläum los sein wird, weiß sie allerdings nicht. "Wir sind auf Geburts- und Feiertage nicht so fixiert. Wir haben absolut keinen Plan, was wir machen. Das wird ganz spontan entschieden - nach Laune, Befinden und Zeit."

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