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"Käpt'n" Huck vertreibt Rusal von seinem Kahn

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Boxen - EM im Cruisergewicht  

"Käpt'n" Huck vertreibt Rusal von seinem Kahn

17.02.2010, 13:50 Uhr | t-online.de

Europameister Marco Huck (rechts) trifft den Ukrainer Vitali Rusal mit einer harten Rechten. (Foto: ddp) "Ich würde am liebsten sofort um die Weltmeisterschaft boxen", gab Marco Huck direkt nach seinem Sieg durch technischen K.o. über den zuvor ungeschlagenen Ukrainer Vitali Rusal nochmals seine Bewerbung ab. Zwei Sekunden vor Ende der fünften Runde war Ringrichter Guido Cavalleri dazwischen gegangen und hatte in der Bamberger Jako-Arena dem Schlaghagel Hucks auf den Klitschko-Schüler ein Ende gemacht. Huck bleibt Europameister im Cruisergewicht - und heiß auf eine erneute WM-Chance.

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Aus der Schlappe gegen Cunningham gelernt

Vor anderthalb Jahren hatte der frühere Kickbox-Weltmeister seine erste gehabt. Gegen den US-Mann Laurie Cunningham - inzwischen vom Polen Tomasz Adamek als Titelträger der IBF entthront - jedoch trat Huck allzu selbst- und siegessicher auf. Für diese Lässigkeit, die sich schon durch die Kampfvorbereitung gezogen hatte, wurde Huck seinerzeit in Bielefeld bestraft. Aus seiner einzigen Schlappe in nun 26 Kämpfen als Profi hat der 24-Jährige gelernt.

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Trainer Wegner als Regulativ

"Ich bringe alles mit, um Weltmeister zu werden", hat Huck noch nie ein Problem mit fehlendem Selbstvertrauen besessen. Doch gegen Rusal setzte er seine Fähigkeiten auch gewinnbringend ein. Zum 20. Mal ging einer seiner Gegner k.o. "Manchmal will ich zuviel, mit der Brechstange, muss mich dann selbst bremsen", sagte er in der ARD. Das mit dem Bremsen erledigt in den Ringpausen sein erfahrener Trainer Ulli Wegner.

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Huck stürmt meistenteils drauflos

Der Weltmeister-Macher erinnerte seinen "Haudrauf" immer wieder an das Einmaleins des Boxens: "Lass' die Deckung stehen, setze die Führungshand ein - und dann zum Körper!" Rusal geriet so von Beginn an unter Druck, offenbarte aber auch immer wieder seine Gefährlichkeit, seine ausgezeichnete boxerische Ausbildung. Denn nach drei stürmischen Anfangsrunden nahm sich Huck in der vierten und Teilen der fünften eine kleine Pause.

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Rusal moniert unsaubere Treffer

Rusal, den niemand Geringerer als WBC-Schwergewichts-Weltmeister Vitali Klitschko vermarktet, hatte selbst 16 seiner 23 Siege durch k.o. errungen. "Ich wollte einfach boxen, seine Fehler finden und ihn dafür bestrafen", gab der 28-Jährige anschließend sichtlich enttäuscht zu Protokoll. "Ich habe ein paar Hinterkopfschläge kassiert. Das war nicht so sauber, aber auch mein Fehler", ließ Rusal keinen Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Erfolges Hucks aufkommen.

Ausbildung als Kickboxer bricht immer wieder durch

Und doch: Ehe Ringrichter Cavalleri Rusal 23 Sekunden vor Ende der fünften Runde nach einigen harten Treffern anzuzählen begann, hatte Huck sein typisch ungestümes und wildes Vorgehen an den Tag gelegt. In diesen Momenten kann der technisch weiterhin rückständig wirkende Europameister seine Vergangenheit als Kickboxer nicht verbergen. Dazu gehört auch ein fürs Kickboxen typisches Halten und Schlagen, das Cavalleri auch monierte. Außerdem landet dann auch die eine oder andere Faust am falschen Ort: in der Luft oder am Hinterkopf des Kontrahenten.

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Fluch und Segen der Begeisterung des Publikums

Deshalb befahl Wegner dem als Muamer Hukic in Serbien geborenen Huck auch nach Runde drei, nicht zu halten, sondern "mit Kopf" zu boxen: "Lass' Dich nicht treiben, schlag' Serien!" Die Gefahr, gab Huck anschließend zu, dem Publikum ganz viel Aktion zeigen zu wollen und dabei zu überdrehen, sei immer da: "Ich bin schwer zu zügeln."

Rusal plötzlich ohne Mundschutz

Rusal machte den ruhigeren, überlegteren Eindruck, verlor jedoch in der fünften Runde erst den Mundschutz und nach einem kurzen Wiederbeginn und dem Schlucken einer krachenden Rechten und einer folgenden Linken auch die Aussicht, dem Gefecht noch eine Wende zu geben. "Ich werde nach Hause zurückkehren und mit noch mehr Motivation trainieren, mich an die Arbeit machen", ist nach der ersten Niederlage im 24. Fight als Profi nichts verloren.

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