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Chagaevs Stall Universum kündigt rechtliche Schritte an

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WBA-WM im Schwergewicht  

Chagaevs Stall Universum kündigt rechtliche Schritte an

17.02.2010, 13:50 Uhr | t-online.de

Chagaev (l.) beim ersten Duell gegen Walujew vor zwei Jahren. (Foto: imago)Chagaev (l.) beim ersten Duell gegen Walujew vor zwei Jahren. (Foto: imago) Das Theater um den rechtmäßigen WBA-Weltmeister im Schwergewicht wird immer unsäglicher. Möglicherweise ist die "Rache des Riesen" Nikolai Walujew an Ruslan Chagaev nur an einer nicht durchgeführten Schutzimpfung des Russen gescheitert. Der Veranstalter hatte Chagaev eine infektiöse Hepatitis-Erkrankung nachgewiesen und Walujew daraufhin zu dieser Vorsichtsmaßnahme aufgefordert. Die fand nicht statt. Chagaevs Stall Universum kündigte rechtliche Schritte an.

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Seit Jahren korrekte und unbedenkliche Blutwerte

"Ruslan Chagaevs Blutwerte sind seit Jahren regelmäßig untersucht worden", betonte Universum in einer Presseerklärung, der 30-Jährige sei lediglich "Träger eines Hepatitis-Antigens" und keinesfalls ansteckend. Der WBA habe Universum die "Beweise dafür vorgelegt, dass Ruslan Chagaevs Blutwerte seit Jahren unverändert und unbedenklich sind." Das sieht Walujews Lager anders. "An oberster Stelle steht die Gesundheit von Nikolai Walujew, und die konnte nicht gewährleistet werden", sagte Geschäftsführer Christian Meyer vom Sauerland-Stall, für den der Russe boxt.

Verantwortung in den Händen der nationalen Verbände

In Deutschland hätte der Kampf stattgefunden, erklärte der renommierte Ringarzt Walter Wagner. Er gehe nach Rücksprache mit Experten davon aus, "dass eine Ansteckung nahezu ausgeschlossen werden kann". Wagner selbst hat in Deutschland Kämpfe von Chagaev zugelassen, "weil die Untersuchungen seit Jahren einen Wert ergaben, der eine Ansteckungsgefahr praktisch ausschließt". Was in Deutschland jedoch möglich ist, wird in anderen Ländern offenbar kritischer gesehen. Nach Ansicht von Wagner ist der Kern des Problems, dass die Box-Weltverbände keine einheitliche Regelung für medizinische Tests haben, sondern die Verantwortung in die Hände der nationalen Verbände geben.

Chagaev soll mit allen Mitteln vermieden werden

Vor dem Hintergrund der aufzulösenden Doppel-Besetzung des WBA-Throns im Schwergewicht, den sowohl Walujews Sauerland-, als auch Chagaevs Universum-Lager beanspruchen, vermutet Universum eine gezielte Kampagne. "Wir haben den Eindruck", ließ Dietmar Poszwa als Mitglied der Universum-Geschäftsführung wissen, "dass man dem Weltmeister Ruslan Chagaev aus dem Weg gehe wollte. Seit 2006 hat sich keiner für dieses Thema interessiert. Ausgerechnet jetzt, erst unmittelbar vor dem Kampf, kommt die Diskussion auf."

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Keine andere Situation als 2007

Ohnehin war das Gipfeltreffen der beiden körperlich so ungleichen Kämpfer aus dem Gebiet der früheren Sowjetunion zuvor bereits zwei Mal terminiert und abgesagt worden. "Wir sind nach wie vor bereit, zu boxen", so Poszwa. Am 14. April 2007 klappte es schließlich auch, den angeblich infektiösen Chagaev auf den damals unumstritten amtierenden WBA-Weltmeister Walujew loszulassen. "Der damalige Kampf ist von Sauerland Event unter der Aufsicht des österreichischen Verbandes in Stuttgart veranstaltet worden", erinnerte Universum in seiner Presseverlautbarung. Bedenken gegen Chagaevs Blutwerte, die sich "ausnahmslos unterhalb des internationalen Standardwertes" bewegten, habe seinerzeit niemand erhoben.

Machtspiele ersticken den Sport

Dem Betroffenen blieb nur, seine Enttäuschung zu äußern und sein Unverständnis zu betonen, nicht geboxt haben zu dürfen: "Ich bin fit und bereit", so Chagaev. Nichts anderes gilt auch für Walujew, der immer wieder betont hatte, die Fehler nicht zu wiederholen, die vor zwei Jahren zu seiner deutlichen Niederlage geführt hatten. Zwischen die beiden Boxer aber schiebt sich - notfalls 24 Stunden vor dem ersten Gong - das ganze undurchsichtige Geflecht aus Interessen, Geldern und Machtkampf.

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