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Walujew boxt nicht gegen Klitschko

17.02.2010, 13:50 Uhr | t-online.de

Nikolai Walujew sagt ab. (Foto: imago)Nikolai Walujew sagt ab. (Foto: imago) Den Kampf der Giganten wird es nicht geben. Der russische Riese Nikolai Walujew hat das Angebot für einen Fight gegen Wladimir Klitschko am 20. Juni abgelehnt. "Walujew steht aus terminlichen Gründen nicht zur Verfügung", sagte Heiko Mallwitz, Sprecher von Sauerland-Event. "Er hat seit Freitag nicht mehr trainiert. Natürlich boxt er jederzeit gegen Klitschko, aber nur nach einer vernünftigen Vorbereitung."

Seit der Absage seines WBA-WM-Kampfes am vergangenen Samstag sei der 35-jährige Walujew nicht mehr im Training. Derzeit urlaubt er mit seiner Familie. "Außerdem hat er sich wochenlang auf einen 1,81 Meter großen Rechtsausleger vorbereitet", sagt Mallwitz, "so schnell kann man sich dann nicht auf einen zwei Meter großen Normalausleger einstellen."

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Viele Anfragen

Damit steht eigentlich nur noch Ruslan Chagaev als ernstzunehmender Ersatzgegner für das Spektakel in der Gelsenkirchener Arena zur Verfügung. Das Management von Klitschko konnte sich zwar vor Anfragen zahlreicher mehr oder weniger bekannter Boxer kaum retten, nachdem David Haye den Kampf um die IBF/WBO-Krone im Schwergewicht am Mittwoch überraschend abgesagt hatte, aber bei 57.000 verkauften Karten kommt eben nur ein in Deutschland bekannter Name in Frage.

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Kohl ist interessiert

Universum-Chef Klaus-Peter Kohl, bei dem Chagaev unter Vertrag steht, hat die Verhandlungen bereits bestätigt: "Wir prüfen das Angebot zurzeit. Grundsätzlich ist der Kampf ein sehr interessantes Gedankenspiel." Klitschkos Manager Bernd Bönte war zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommt: "Ich bin optimistisch, dass wir einen absoluten Top-Mann verpflichten können." Allerdings ist die Titelsituation in der WBA noch vollkommen unklar. Nachdem der WM-Kampf zwischen Titelträger Chagaev und Walujew am vergangenen Samstag in Helsinki geplatzt ist, will der Verband bis Ende der Woche eine Entscheidung treffen.

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Was wird aus dem WBA-Titel?

Walujew ist noch Interims-Champion, möglicherweise bekommt Chagaev seinen Titel aber abgenommen und Walujew wird zum Weltmeister erklärt. Es wird also auf Schalke mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um den WBA-Gürtel gehen. "Wenn Nikolai jetzt gegen Klitschko antreten würde, hätte doch jeder gesagt, die Vorfälle in Helsinki waren ein abgekartetes Spiel", sagt Mallwitz. Dort kam der WM-Kampf nicht zustande, weil finnische Ärzte nach einem Bluttest bei Chagaev eine Ansteckungsgefahr mit Hepatitis B nicht ausgeschlossen hatten. Eine Schutzimpfung lehnte Walujew ab.

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Haye leidet unter Rückenproblemen

Für Klitschko wäre das kein Hindernis. "Ich hätte mich an Walujews Stelle impfen lassen, um den Kampf zu retten", hatte der Ukrainer erklärt: "Das war wirklich eine kuriose Absage." Die von Haye kam auch überraschend. Angeblich hat der Brite eine Rückenverletzung, auch von einer Handverletzung war die Rede. Hayes Manager Adam Booth hatte am Mittwochabend dem Klitschko-Management per Fax mitgeteilt, dass sich der Brite beim Training auf Zypern verletzt habe und kampfunfähig sei. "Ich bin schockiert und sprachlos. Ich werde jeden boxen. Ich möchte die Schalker Fans nicht enttäuschen", sagte Klitschko im österreichischen Going, wo er sich seit fünf Wochen auf den Fight vorbereitet.

Großer Name gesucht

Kaum hatte die Nachricht von Hayes Absage die Runde gemacht, flatterten auch schon die Angebote bei Bönte ein. Die Amerikaner Kevin Johnson, Brian Minto und Michael Grant erklärten sich bereit, der Hamburger Promoter Ahmed Öner brachte seine Schwergewichtler Sinan Samil Sam und Odlanir Solis ins Gespräch. Vergebens. "Wir arbeiten an großen Namen, und da bleiben nicht so viele", sagte Bönte. Vitali Klitschko steht schließlich auch nicht zur Verfügung.

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