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Felix Sturm im Interview mit t-online.de

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Boxen  

Sturm: "Abraham wollte niemals gegen mich boxen"

17.02.2010, 14:50 Uhr | t-online.de

Das Interview führte Jens Bistritschan

Felix Sturm ist gerüstet. (Foto: imago)Felix Sturm ist gerüstet. (Foto: imago) Box-Weltmeister Felix Sturm freut sich auf seine Pflicht-Titelverteidigung gegen EM-Champion Khoren Gevor am Samstag am Nürburgring. Das Duell mit seinem Universum-Stallkollegen, der die Nummer zwei der WBA-Weltrangliste ist, nimmt der Mittelgewichts-Champion sehr ernst. Im Interview mit t-online.de spricht Sturm über seine Vorbereitung, seine Ziele für den Kampfabend und seine Zukunftspläne.

Herr Sturm, wie viel Gewicht haben Sie vor diesem Kampf abtrainieren müssen?
Ich bin von 81 Kilo gekommen. Ich habe immer 81 bis 82 Kilo zwischen den Kämpfen. Ich muss die Seele baumeln lassen. Sonst könnte ich nicht permanente Höchstleistungen abliefern."

Ist das für Sie eine Qual?
Früher hat es mich mal mehr gequält. Obwohl man das ja seit den Amateuren gewohnt ist. Aber seit mir Clive Salz, mein Ernährungs- und Fitness-Coach aus Köln, die Ernährungspläne schreibt, läuft es besser. Ich halte einen strickten Plan ein, da ist jedes Reiskorn abgezählt. Wenn ich allerdings mal vor der Fischtheke stehe und der Kabeljau nicht da ist, muss ich ihn anrufen. Dann gibt es Ausweichfisch. Ich habe cirka eine Woche vor dem Kampf schon mein Gewicht. Dann gilt es, Kraft zu tanken. Das Abnehmen mit der Brechstange auf den letzten Drücker wäre unprofessionell.
Ihr Rivale Arthur Abraham, aber auch der amerikanische Doppel-Weltmeister Kelly Pavlik stehen vor einem Wechsel in eine höhere Gewichtsklasse, ins Super-Mittelgewicht. Wollen oder müssen Sie sogar da irgendwann nachziehen?
Ich möchte erstmal die besten in meiner Gewichtsklasse boxen. Jetzt ist erstmal als nächstes der Pflichtverteidiger dran. Was die anderen machen, liegt ohnehin nicht in meinem Ermessen. Ich hoffe nach wie vor, dass Kelly mal gegen mich boxt. Aber das ist nicht einfach, wenn drei Gürtel im Ring liegen. Über Arthur hab ich schon genug erzählt. Er und sein Team wollten niemals ernsthaft gegen uns boxen. Sonst geht man anders an die Sache ran. Was den möglichen Wechsel ins Supermittelgewicht angeht? Ich fühle mich in meiner jetzigen Klasse sehr wohl.
Und Sie wollen jetzt im Mittelgewicht sicherlich alle Gürtel sammeln.
Natürlich, wer würde das nicht wollen? Wir Boxer wollen immer beweisen, dass wir die besten sind.
Nun wartet Khoren Gevor. Er ist Europameister und wird von drei der vier großen Verbände jeweils in der Top Drei geführt. Ist dies Ihr schwerster Gegner, seitdem Sie Ihren Gürtel von Javier Castillejo im April 2007 zurückerobert haben?
Auch wenn es abgedroschen klingt, jeder Gegner ist der schwerste. Aber zu dieser Konstellation kommt hinzu, dass wir uns gut kennen und die Trainer sich gut kennen. Das erschwert das Ganze. Ich kenne Fritz Sdunek noch aus der Amateurzeit bei Bayer Leverkusen. Khoren ist ein ganz starker Mann, der eindrucksvoll Europameister geworden ist.
Gevor ist im Kampf gegen Abraham in der 12. Runde K.o. gegangen. Fühlen Sie sich unter Druck, den Fans beweisen zu müssen, dass Sie besser sind? Sprich: Müssen Sie schneller gewinnen?
Ich mag diese Art von Quervergleichen nicht. Du kannst die Bedingungen im Boxen einfach nicht vergleichen.
Vor welcher Stärke Ihres Gegners haben Sie den größten Respekt?
Khoren hat gesagt, dass dieser Kampf über die Psyche entschieden wird. Damit hat er Recht. Ich muss mit einem starken Willen rechnen.
Was macht Sie so sicher, am 11. Juli den Ring als Sieger zu verlassen?
Das kann niemand vorher sagen. Aber ich habe im Vorfeld alles dafür getan, dass es so kommen kann. Ich habe mich in der Sportschule Hennef sehr konzentriert mit Michael Timm vorbereitet, während Khoren und Fritz in Hamburg waren. Hinter mir steht ein ganz starkes Team, bestehend aus meinen Trainer, meiner Familie und meinen Freunden. Das macht mich zuversichtlich.

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