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Sylvester übernimmt Abrahams IBF-WM-Gürtel

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IBF-WM im Mittelgewicht  

Sylvester übernimmt Abrahams IBF-WM-Gürtel

17.02.2010, 13:50 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Sebastian Sylvester trifft Giovanni Lorenzo mit einer Linken zum Körper und wird später IBF-Weltmeister im Mittelgewicht. (Foto: dpa)Sebastian Sylvester trifft Giovanni Lorenzo mit einer Linken zum Körper und wird später IBF-Weltmeister im Mittelgewicht. (Foto: dpa) Der Mittelgewichts-WM-Titel der IBF bleibt in der Familie: Vor 5000 begeisterten Zuschauen im heimischen Jahnsportforum von Neubrandenburg feierte Sebastian Sylvester einen überraschend knappen 2:1-Punktsieg über Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen Republik und sicherte sich den Gürtel seines Sauerland-Stallkollegen Arthur Abraham. Der gebürtige Armenier ist freiwillig ins Super-Mittelgewicht aufgestiegen und musste deshalb seinen IBF-Gürtel niederlegen.

Sylvester packte in seinem 35. Kampf als Profi seine zweite WM-Chance beim Schopf und freute sich dementsprechend ausgelassen mit all seinen Fans: "Danke, dass Ihr mich immer nach vorne gepeitscht habt. Ich habe den Titel. Was will ich mehr?" Sylvesters 32. Sieg bedeutete Lorenzos zweite Niederlage in dessen 28. Fight.

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Nur die Anfangsphase gehört Lorenzo

"Es war ein guter Kampf. Er hat gut geboxt", bilanzierte der sichtlich ausgepumpte Verlierer in der ARD. "So groß war der Unterschied nicht, aber er hat es verdient, Weltmeister zu sein", fasste Lorenzo das Gefecht zusammen. Nur in der Anfangsphase hatte es der Gast aus Amerika bestimmt. "Die ersten sechs Runden hat er Dampf gemacht", befand Sylvester, der sich elf Wochen lang in knallhartem Training mit Coach Karsten Röwer auf diesen Moment seines Lebens vorbereitet hatte. Aber: "Ich hatte die klareren Treffer", so Sylvester, "er hat mir auf die Deckung gehauen, auch auf die Leber, aber diesen Treffer habe ich weggesteckt."

Der fünfte Sauerland-Weltmeister

Wie auch die Enttäuschung der klaren Punkt-Niederlage gegen Landsmann und WBA-Champion Felix Sturm am 1. November 2008. Danach hatte sich Sylvester von seinem Wiking-Boxteam und Trainer Hartmut Schröder getrennt und beim größeren Stall von Wilfried Sauerland angeheuert. Jetzt ist er dessen fünfter aktueller Weltmeister. Der Pleite des "Hurrikans" gegen Sturm waren zwei Kämpfe um die internationale Meisterschaft der IBF gefolgt, mit denen Sylvester seine Bilanz auf 31 Siege in 34 Profikämpfen ausgebaut hatte.

Lob aus berufenem Mund

"Er hatte eine klare Strategie, eine Linie und seine Verbissenheit", nannte Ex-Weltmeister Henry Maske in seiner Funktion als ARD-Experte die Gründe für Sylvesters ausgelassen gefeierten Erfolg. "Sebastian hatte wenige, aber klare Treffer, ließ den Gegner hinten heraus verpuffen, war überhaupt nicht mehr beeindruckt." Maske hob sogar "traumhafte Aktionen" hervor, die Lorenzo zeitweise "vorgeführt" hätten. Enttäuscht zeigte sich Maske vom 111:116-Urteil der US-Punktrichterin Valerie Dorsett gegen Sylvester: "Das kann ich nicht nachvollziehen", könne man doch nicht so "blind" sein.

Zwei Punktrichter pro Sylvester

Dafür hatten der Pole Pawel Kardyni (116:112) und der Franzose Alfred Asaro (115:113) Sylvester auf ihren Zetteln vorne und somit das Geschehen so gesehen wie die Mehrzahl in der Halle. Mit "Oh, wie ist das schön"-Gesängen ließen die dauerklatschenden Besucher das Jahnsportforum nach dem Schlussgong erbeben, noch ehe das Urteil verkündet war.

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Lorenzo den Tränen nahe

Doch die Reaktionen in beiden Ecken deuteten auf nichts anderes als Sylvesters ersten WM-Triumph hin: Sylvester tanzte wie ein HB-Männchen durch den Ring, schrie seine Freude heraus. Derweil sank Lorenzo sichtlich kaputt und den Tränen nahe in die Arme seines Betreuerstabes um Trainer und Hobby-Pfarrer Rafael Farrait. "Sylvester hat bisher nur gegen alte Männer und schwache Italiener geboxt. Jetzt wird er es mit einem jungen Gegner zu tun bekommen, der ihn schlagen wird", hatte Lorenzo während der PK noch getönt. Jetzt hat Sylvester auch einen jungen Amerikaner geboxt - und ihn geschlagen.

Röwer erleichtert

"Es hat super geklappt, was wir uns vorgenommen hatten", zeigte sich Trainer Röwer erleichtert. "Wenn es einer verdient hat, dann der Sebastian." Des Sieges sicher war sich sein Coach keinesfalls gewesen: "Ich hatte mir nach Punkten etwas ausgerechnet und musste Ruhe rüberbringen, damit Sebastian nicht auch nervös wird."

Pianeta bleibt unbesiegt

Im zweiten Hauptkampf des Abends verteidigte Francesco Pianeta seinen EU-Meistertitel im Schwergewicht. Der 24-Jährige aus Gelsenkirchen bezwang seinen 18 Jahre älteren Herausforderer Matt Skelton aus England durch technischen K.o. (Aufgabe) in der neunten Runde. Pianeta blieb damit auch im 20. Kampf seiner Karriere ungeschlagen.

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